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Hitzeschlacht endet mit Doppel-Rekord

Ratekau Hitzeschlacht endet mit Doppel-Rekord

Auf heißen Sohlen zu Extra-Prämien: Isabell Teegen und Mengistu Zelalem pulverisieren die Bestmarken über 10 Kilometer bei „Rund um Ratekau“ – und Melinda Schröder überrascht.

Ratekau. Mit einem Blick aufs Thermometer war den meisten Teilnehmern beim 28. Straßenlauf „Rund um Ratekau“ schnell klar, dass kaum mit Bestzeiten zu rechnen ist. Knapp 30 Grad im auf der Strecke raren Schatten machten das Event im Ostholsteinischen am Sonntag zum echten Härtetest – zumindest für das Gros der immerhin 965 Finisher, die gegenüber 2015 trotzdem für einen spürbaren Zuwachs von knapp zehn Prozent sorgten.

Die Favoriten siegten indes souverän – und stellten trotz erschwerter Bedingungen deutliche neue Rekorde im Hauptrennen auf. Bei den Männern sicherte sich der äthiopische Profi Mengistu Zelalem (10-km-Bestzeit: 28:20 Min.) den Sieg. Nach 30:24 Minuten überquerte der Wahl-Hagener die Ziellinie, verbesserte den alten Streckenrekord von Peter Tsotleho Fane aus 2013 gleich um 31 Sekunden und gewann offenbar ohne große Anstrengung die 300-Euro-Siegprämie und den 200-Euro-Bonus für die neue Bestzeit.

Als Zweiter kam der Titelverteidiger und mehrfache Landesmeister Pascal Dethlefs (LG Flensburg) nach 31:54 Minuten ins Ziel. Enttäuscht war er jedoch nicht: „Ich wusste vorher, welche außergewöhnliche Konkurrenz mich erwarten würde. Die ersten zwei Kilometer sind wir noch zusammen gelaufen, dann hat er beschleunigt. Der zweite Platz geht super in Ordnung, außerdem war es wieder ein klasse Event“, urteilte der 33-Jährige nach dem Verschnaufen. Ergänzt wurde das Podium durch Volker Goineau (32:53 Min.), der bereits 2015 auf dem Bronzerang gelandet war.

Bei den Frauen wurde Isabell Teegen (SC Rönnau 74) ihrer Favoritenrolle beeindruckend gerecht. „Für mich war die Veranstaltung heute auf dem Weg zu den Europameisterschaften im Halbmarathon eine wichtige und harte Trainingseinheit“, erklärte die deutsche Spitzenathletin. Die 22-Jährige hatte sich zuvor bereits über 5 km „warm geschnuppert“ und Tempo für ihre sechs Jahre jüngere Schwester Teresa gemacht, die in der Frauenwertung über die Kurzdistanz in 21:31 Minuten. Dritte wurde hinter SCR- Kollegin Rieka Suhr (20:56) und U16- Talent Melina Hüsten (SG Lübeck/21:16).

Anschließend spulte Isabell Teegen wie ein Uhrwerk ihr Soll über die doppelte Distanz ab. „Mein Trainer hat mir als Vorgabe eine Zeit zwischen 35:00 und 35:20 gestellt. Das habe ich mit 35:12 Minuten genau realisieren können. Die ersten Kilometer heute lagen glücklicherweise im Schatten, am Ende wurde es wirklich hart. Ich war froh, endlich im Ziel zu sein“, bekannte Teegen im Nachhinein.

Um fast zwei Minuten verbesserte die EM-Teilnehmerin den Streckenrekord der Frauen (37:10 Min.) und war nicht nur deshalb zufrieden: „Ich bin heute insgesamt 22 Kilometer gelaufen, es war ein harter Trainingstag. Bereits 2015 wollte ich in Ratekau starten, musste aber verletzt passen. Die Veranstaltung hat mir super gefallen, eine tolle Atmosphäre und großartige Stimmung.“

Als zweite Frau kam Vorjahressiegerin Natalie Jachmann von der LG Flensburg ins Ziel. Mit 37:54 Minuten konnte sie ihre Zeit aus dem Vorjahr trotz der schwierigen Bedingungen sogar steigern, nachdem sie dieses Jahr bereits 36:16 Minuten über 10 km gelaufen war. Dritte – und beste Juniorin – war, für sie selbst recht überraschend, die 18-jährige Melinda Schröder (41:13 Min.) vom TSV Zarpen, die für ihre Immanuel-Kant-Schule am Start war („weil die das Startgeld übernimmt“) und auch am kommenden Wochenende beim 7-Türme-Triathlon in Lübeck in der Schulstaffel eine Laufstrecke übernehmen wird. „Ich war doch sehr überrascht, dass ich soweit vorne gelandet bin“, stellte sie anschließend fest, „schließlich sind hier immer so viele starke Frauen am Start.“

Natürlich habe sie gewusst, dass Teegen und Jachmann starten „und ich sie nicht gefährden können würde“. Nach einem Kilometer waren beide außer Sichtweite. Schröder war aber gut in ihren „Vierer-Schnitt reingekommen“ und konnte ihn „sehr konstant bis zum Ziel halten, während viele andere Frauen doch eingebrochen sind“. So überholte sie bis Kilometer 7 eine ganze Reihe von Konkurrentinnen. „Doch zunächst konnte ich es nicht glauben, als mir auf der Strecke mehrfach ,dritte Frau’ zugerufen wurde.“ Doch es stimmte. Und nach drei „sehr schwierigen Schlusskilometern“ war es dann tatsächlich geschafft.

simü/ing

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