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Höhr-Comeback: Erst Nordcup, dann USA-Trip

Karlshof Höhr-Comeback: Erst Nordcup, dann USA-Trip

Einst galt Louis Höhr als großes Motocross-Talent, startete sogar bei Weltmeisterschaften, tauchte dann aber ab. Jetzt, mit 19, ist er wieder da – und fährt am Wochenende in Karlshof auf Sieg.

Karlshof. April, Nordcup-Auftakt beim MCE Tensfeld in Segeberg: Mit dröhnendem Motor donnert Louis Höhr (MCE) vom Karlshofer BvZ Racing Team auf seiner KTM durchs Ziel – Sieg in der MX2-Kategorie. Das ließ aufhorchen, denn der mittlerweile 19-Jährige war schon länger nicht mehr in Sachen Motocross so wirklich in Erscheinung getreten. Dabei gehörte er zu den besten Talenten Deutschlands, startete als Jugendlicher bei der Weltmeisterschaft in Frankreich (Mittelfeldplatz), war 2013 national Drittbester in der 85-ccm-Klasse, europaweit Elfter im Ranking. Dann der Break: vier Jahre Motorsport-Abstinenz, kein Training, keine Rennen, keine Pokale und Ehrungen.

„Ich habe einfach das Leben eines Jugendlichen gelebt“, erklärt Höhr, der gerade sein Abitur an der Ratekauer Cesar Klein Gemeinschaftsschule macht. „Eine mündliche Prüfung noch, dann bin ich durch“, sagt der Stockelsdorfer. „Dann kann ich mich voll und ganz auf Motocross konzentrieren.“

Die Kehrtwende zurück zum Rennsport ist vollzogen. Höhr fährt die komplette NMX-Serie, ist damit auch am Wochenende beim fünften Durchgang im BvZ Offroad Park nahe Karlshof, dem ehemaligen Wagria Ring in Ostholstein, am Start. „Weit vorn landen, am besten der Sieg“, lautet seine Vorgabe für die 125-ccm-Klasse.

Der Anspruch war ohnehin „den Nordcup zu gewinnen“. Doch nach dem Auftakterfolg kam Sand ins sportliche Getriebe. Ein organisatorisches Problem, Abi-Stress sowie ein Motorschaden und ein Plattfuß warfen Höhr zurück. „Das lief alles nicht so cool“, räumt er ein. Doch schnell wird auch deutlich: Der frühere Ehrgeiz ist zurück. Allerdings: „Entscheidend ist, dass der Spaß nicht auf der Strecke bleibt“, betont er. Mit der Faust in der Tasche, nur auf Krampf will Höhr nicht fahren. Sein Plan: „Ich möchte mich kontinuierlich in die Spitzengruppe hocharbeiten. Mal sehen, wie da oben die Luft ist!“ Dafür steht sechsmal Training pro Woche an: auf dem Motorrad, oder Mountainbike, im Fitnessraum oder auf dem Longboard. „Das ist so abwechslungsreich nötig, beim Motocross wirken ziemliche viele Kräfte“, gibt er zu bedenken. Als absolutes Saison- Highlight bezeichnet er seinen geplanten Start am 16. und 17. Juli in Tensfeld beim fünften Rennen der ADAC-Serie MX Masters, der Internationalen Deutschen Meisterschaft. Mit einer Wildcard sucht er sein Glück im Youngster-Cup.

Youngster ist ohnehin das Stichwort, bei dem der 19-Jährige ein engagiertes Statement abgibt. Höhr ist sehr aktiv in der Jugendarbeit, gibt Lehrgänge beim BvZ Racing Team, trainiert privat und im Verein. „Ich möchte mein Wissen und meine Erfahrungen weitergeben“, erklärt der selbst noch so junge Crosser. Allerdings saß er schon mit vier Jahren im Sattel („Ich konnte Motorrad fahren, bevor ich anderes konnte“) und hofft: „Ich will den Kindern den Spaß am Motocross vermitteln, dabei aber auch darauf achten, dass die Balance stimmt.“

Soll heißen: Ungesunden Ehrgeiz, auch im Umfeld, sollte man früh ausbremsen. „Dafür habe ich, glaube ich, ein gutes Auge.“ Lob gibt’s auch von Horst von Hörsten, Vorsitzender des MC Malente.

„Louis hat als Trainer wirklich was drauf. Es ist toll, wie er sich engagiert, immer bereit ist, Jugendarbeit zu machen“, sagt der 54-Jährige. „Als Fahrer kann er sowieso ’was.“

Und wie steht’s mit der beruflichen Zukunft? Louis möchte einmal die Firma seines Vaters Heribert Höhr, Druckguss Service Deutschland, in Schlutup übernehmen. Dafür plant er ein duales Maschinenbau-Studium in Lübeck – allerdings erst ab Oktober 2017. Bis dahin will er „möglichst sinnvolle Auslandsaufenthalte“ unternehmen. Einer steht ganz oben auf der Agenda: Höhr hat die Chance, bei KTM in in Florida/USA ein Praktikum zu absolvieren – und in den Staaten auch Rennen zu fahren. Noch müssen ein paar finanzielle Eckpunkte geklärt werden, „dann aber“ so sagt er, „steht dem Ganzen eigentlich nichts mehr im Weg“.

Doch erst einmal gilt’s für ihn am Wochenende bei den Nordcup- Rennen im BvZ Offroad Park. Und dort soll das Comeback des einstigen Top-Talents weiteren Auftrieb bekommen . . .

Jörns Zerbe

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