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„Jetzt hat eine Jagd begonnen“

Chungju „Jetzt hat eine Jagd begonnen“

Nach verlorenem WM-Gold geben sich die Ruderer des Deutschland-Achters kämpferisch: 2014 wollen sie den Titel von den Engländern zurückerobern.

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Glücklich mit WM-Silber im Deutschland-Achter: der Lübecker Maximilian Munski (Zweiter v.r.).

Quelle: Foto: dpa

Chungju. Als die Nationalhymne für die siegreichen Briten erklang, ging Felix Drahotta ausgepowert in die Knie. Kristof Wilke überstand das Ende der langen Zeremonie auf dem Siegersteg wenig später nur noch sitzend. „Niemals zuvor bin ich einen solchen Endspurt gefahren. Aber die Briten haben uns den Schneid abgekauft“, meinte Wilke, Schlagmann des Deutschland-Achters, der nach drei Weltmeistertiteln von 2009 bis 2011 und dem Olympiasieg 2012 in London sich erstmals seit Olympia 2008 in Peking bei einem internationalen Titelkampf mit Silber begnügen musste.

„Dieses Jahr gratuliere ich den Engländern gerne. Aber nächstes Jahr will ich, dass sie gefälligst wieder mir gratulieren müssen“, brachte Wilke die kämpferische Stimmung auf den Punkt. Maximilian Munski von der Lübecker Ruder- Gesellschaft ergänzte: „Jetzt hat eine Jagd begonnen. Wir geben uns natürlich nicht mit Silber zufrieden.“ Auch wenn es nicht zu Gold reichte, stellte Munski klar: „Ich freue mich trotzdem über Silber. Das ist meine erste WM-Medaille in einer olympischen Bootsklasse.“

Mit Erfolg hatten die erstmals im Achter siegreichen Briten die über Jahre bewährte Rennstrategie der Deutschen kopiert und fuhren auf den ersten 1500 Metern einen Vorsprung von nahezu einer Bootslänge heraus. Trotzdem brachte die deutsche Crew noch einmal alle Kräfte auf und kämpfte sich mit einem famosen Schlussspurt mit jedem Schlag immer näher an das enteilte Boot heran. Am Ende konnten die Engländer eine halbe Sekunde Vorsprung ins Ziel retten, was einem Achter-Luftkasten entspricht. „Heute waren die Engländer besser, aber es waren nur ein paar Zehntel. Unser Schlussspurt war super, aber nach 500 Metern haben wir ein bisschen geschwächelt“, befand Bundestrainer Ralf Holtmeyer nach dem packenden Duell und blickte bereits voraus: „Wir müssen nicht viel ändern. Wir werden Stück für Stück besser und dann ist man irgendwann wieder vorne“, sagte der 57-Jährige.

Uneingeschränkt glücklich war Marcel Hacker. Mit einem breiten Grinsen präsentierte der 36-Jährige seine Bronzemedaille im Einer. Der Vize-Europameister musste sich nur dem neuen Weltmeister Ondrej Synek und Angel Fournier Rodriguez geschlagen geben. „ Ich bin sehr glücklich und erleichtert. Dafür habe ich hart gearbeitet. Die letzten 250 Meter wusste ich nicht, wo oben und unten ist“, sagte Hacker, der vor sieben Jahren zuletzt eine WM-Medaille im Einer gewonnen hatte: Silber 2006 in Eton.

Während die gebürtige Ratzeburgerin Mareike Adams (Essen) im Frauen-Doppelzweier mit Julia Lier (Halle) zum Abschluss den fünften Rang belegte, fischte der Deutsche Ruderverband fünf Medaillen aus dem Tangeum-See und übertraf damit die eigene Zielsetzung. „Ich bin begeistert“, sagte Bundestrainer Marcus Schwarzrock. Er weiß aber auch, dass bis zu den Olympischen Spielen 2016 in Brasilien noch einiges zu tun ist. „Nach wie vor haben wir noch einige Baustellen.“

Die deutschen WM-Medaillengewinner
Männer

Einer: 1. Ondrej Synek (Tschechien) 6:45,24 Minuten, 2. Angel Fournier Rodriguez (Kuba) 6:48,91, 3. Marcel Hacker (Magdeburg) 6:49,39.

Doppelvierer: 1. Kroatien 5:53,57 Min., 2. Deutschland (Schulze/Dresden, Heinrich/Rostock, Schoof/Rendsburg, Grohmann/Dresden) 5:54,39, 3. Großbritannien 5:54,78.

Achter: 1. Großbritannien 5:30,35 Min., 2. Deutschland (Ocik/Schwerin, Munski/Lübecker RG, Johannesen/Hamburg, Reinelt/Ulm, Braun/Berlin, Drahotta/Leverkusen, Schmidt/Trier, Wilke/Radolfzell, Steuermann: Sauer/Berlin) 5:30,89, 3. USA 5:33,92.


Frauen

Leichtgewichts-Doppelzweier: 1. Laura Milani/Elisabetta Sancassani (Italien) 7:17,31, 2. Kristin Hedstrom/Kathleen Bertko (USA) 7:20,73, 3. Lena Müller/Anja Noske (Ulm/Saarbrücken) 7:22,24.

Doppelvierer: 1. Deutschland (Thiele/Leipzig, Bär/Heilbronn, Richter/Berlin, Oppelt/Berlin) 6:41,86, 2. Kanada 6:45,02, 3. Polen 6:46,27.

sid/sta

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