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Kraft tanken für die Dakar

Karlshof Kraft tanken für die Dakar

Acht Wochen lang hat sich Dirk von Zitzewitz in Südafrika mit Giniel de Villiers auf die Wüsten-Rallye vorbereitet. Jetzt hat er zehn Tage Heimaturlaub, dann geht es nach Argentinien.

Im Sand der Kalahari haben Navigator Dirk von Zitzewitz und Pilot Giniel de Villieres den Toyota Hilux auf Herz und Nieren getestet.

Quelle: HFR

Karlshof. Noch gut zwei Wochen. Dann schiebt sich die Startflagge vor ihre Frontscheibe, rollen Dirk von Zitzewitz und sein Pilot Giniel de Villiers in ihrem Toyota Hilux „Made in South Africa“ im argentinischen Buenos Aires von der Startrampe. Es wird ihr leichteste Übung für die nächsten zwei Rallye-Dakar-Wochen sein. Denn vor ihnen liegen 9332 Kilometer durch Argentinien und Bolivien.

Es geht über tückische Wüsten-Dünen und durch reißende Flüsse, vom Meer über Pässe der Anden, die wegen ihrer Höhe von mehr als 4000 Metern Mensch und Material besonders beanspruchen, im vergangenen Januar viele an die Grenze des Zumutbaren führte.

Es wird zwei Marathon-Etappen geben, darunter eine verschärfte, wo sie im Biwak nicht viel mehr tun dürfen, als ihr Auto abzustellen. Alles zwischen vier und 45 Grad. Und es wird eine „Special Super Stage“ geben, bei der erstmals zehn Autos gleichzeitig starten. Viele der mehr als 400 Fahrzeuge werden das Ziel am 16. Januar 2016 in Rosario nicht erreichen.

Für von Zitzewitz wird es die 16. Dakar-Runde sein, die neunte an der Seite von de Villiers. Schlamm und Sand, Hitze und Höhe — all das sind sie gewohnt. 2009 hat sie der „Wüstenfuchs“ aus Ostholstein zum Sieg navigiert, seit vier Jahren fahren beide für das Toyota Imperial Team Südafrika, scheiterten als „Dakar-David“ aber immer knapp am Goliath Mini, der eine Flotte mit zweistelligem Millionen-Etat unterhält.

Das weckte Begehrlichkeiten bei der Konkurrenz. Das hessische Team des BMW-Erben Sven Quandt, wollte von Zitzewitz ins Mini-Cockpit lotsen, auch der gut betuchte Dakar-Rückkehrer Peugeot, der zuletzt noch reichlich Sand im Getriebe hatte, buhlte mit. Doch der Karlshofer bleibt „Südafrika“ treu, verlängerte seinen Vertrag bis 2017. „Ginny“ und „Schnietz“ („Das hat irgendwas was mit Schnitzel zu tun“), wie sich beide rufen, setzen weiter gemeinsam auf Attacke. „Wir starten, um das Rennen zu gewinnen. Das halte ich auch für möglich“, sagt von Zitzewitz selbstbewusst. Dafür hat er mehr denn je investiert. Nach der Marokko-Rallye (Platz vier) im Oktober ist er ans Kap gezogen, hat sich in de Villiers Heimat acht Wochen vorbereitet.

Sie haben gemeinsam trainiert, per pedes, auf dem Rad und im Kraftraum. Sie wurden bei PR-Terminen von Fans und Journalisten belagert. „Der Rummel war noch nie so groß.“ Und sie haben ihren neuen Hilux, ihren Dienstwagen, studiert, getestet, ihn teilweise auseinander- und wieder zusammengebaut. In der Base in Johannesburg und bei mehr als 40 Grad in der Kalahari-Wüste. Denn Motor, Getriebe, Bremsen, Elektronik — alles ist neu, es galt auch, das Fahrwerk zu optimieren. „Wir haben im Vorfeld noch nie so viele Kilometer abgespult“, erklärt von Zitzewitz und ist zufrieden: „Das Auto ist gut, und wir sind fit.“

Heute kehrt „DvZ“ zurück aus der Wärme Südafrikas, den 26 Grad rund um den Tafelberg. Es ist für ihn das letzte Luftholen, das Krafttanken in der Heimat. Der geborene Co-Pilot, er kam vor 47 Jahren vor dem Eutiner Krankenhaus auf dem Beifahrersitz zur Welt, wird in seinen alten Roadbooks stöbern, sie mit den Routen-Informationen des französischen Veranstalters A.S.O. vergleichen, „die um Heiligabend rum meist konkreter werden“.

Er wird mit seiner Frau Sabine am Ostseestrand spazieren, wie immer, mit Groß-Familie, den in drei PS-Generationen erfolgreichem Zitzewitz-Clan Weihnachten feiern. Und am 27. wird er in den Flieger nach Buenos Aires steigen, wohlwissend, dass im PS-Kampf mit Peterhansel, Sainz, Roma, Al-Attiyah & Co., dem vom Reglement bevorteilten Diesel-Minis und den Peugeot-Buggys, alles gegen sie spricht, von der höheren Motorleistung bis zum längeren Federweg. Er weiß es wird eine Herkulesaufgabe, „aber eine lösbare, davon sind wir überzeugt“.

Jens Kürbis

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