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„Lieber ein 4:3 als ein 1:0“

„Lieber ein 4:3 als ein 1:0“

Der neue VfB-Trainer Rolf-Martin Landerl über den Stil, den er spielen lassen will, was er Rouven Schröder zu verdanken hat und über die Sache mit Sebastian Deisler.

Lübeck Rolf-Martin Landerl (40), ab Sommer neuer Coach des VfB Lübeck, konnte etwas durchatmen. Am Freitag hatte er zunächst seinem Klub Admira erklärt, dass er seinen Vertrag dort nicht verlängern werde, am Abend folgte ein 1:1 im Testspiel seiner Drittliga Admira Juniors gegen Königbrunn (Landesliga). Dann packte er seine Familie ins Auto und rauschte ab von Wien ins Wochenende nach Kärnten. Für die LN hatte er dennoch Zeit für ein Interview.

Herr Landerl, wie waren die Reaktionen auf die Nachricht, dass Sie Trainer beim VfB Lübeck werden?

Landerl: Die waren sehr positiv. Das ging gleich los, nachdem ihr das auf eurem Sportportal (ln-sportbuzzer.de, Anm. d. Red.) vermeldet hattet, da kamen direkt die ersten SMS.

Wie kam der Kontakt zum VfB zustande?

Landerl: Das war kurz vor Weihnachten, da rief mich Wolf Müller an, fragte, ob ich mir das vorstellen könnte. da war ich erstmal sehr überrascht, dass man an mich gedacht hatte, das war eine Ehre für mich.

Wie ging es dann weiter?

Landerl: Ich bin für zwei Tage nach Hamburg gefahren, da haben wir uns getroffen mit den Vorständen und Aufsichtsräten...

Von denen Sie ja einige aus ihrer Zeit als Spieler beim VfB kannten.

Landerl: Ja genau. Herr Dümmel war damals schon da, mit Herrn Scholze hatte ich auch früher schon über Fußball diskutiert — und den kleinen Sohn von Herrn Flach habe ich sogar in der F-Jugend auf der Lohmühle trainiert.

Sie sind jetzt seit drei Jahren zuständig für die Aus- und Weiterbildung bei Admira - was können Sie von dieser Arbeit mitnehmen nach Lübeck?

Landerl: Eine ganze Menge. Denn meine Aufgabe ist es, junge Spieler auszubilden in Praxis und Theorie, auch mit modernen Methoden, sie weiterzuentwickeln, damit sie den Sprung in die Bundesligamannschaft von Admira schaffen.

Dazu haben Sie sich die höchste Qualifikation erworben, die Uefa-Pro-Lizenz. Was darf man darunter verstehen?

Landerl: Das ist vergleichbar mit der Fußballlehrerlizenz des DFB. Die Ausbildung dauert fast zwei Jahre und umfasst 400 Einheiten, am Ende steht eine Diplomarbeit. Und das Pflicht-Auslandspraktikum habe ich bei Werder Bremen machen dürfen — dank meiner immer noch guten Drähte seit VfB-Zeiten 2009 bis 2011 zu Rouven Schröder, der ja bei Werder verantwortlich arbeitet.

Verraten Sie, mit welcher Note Sie die Lizenz gemacht haben?

Landerl: Nur, weil Sie danach fragen: Ich habe das Diplom mit Auszeichnung bestanden.

Stimmt es, dass Sie bei der Admira im vergangenen Sommer Bundesligatrainer hätten werden können?

Landerl: Nicht wirklich. Man hat mich angesprochen, wollte aber nur meine Lizenz, weil es da Probleme gab. Aber als Strohmann wollte ich nicht herhalten, das entspricht nicht meinem Charakter.

Welchen Fußball darf man künftig auf der Lohmühle erwarten?

Landerl: Ich weiß, dass die Leute in Lübeck Leidenschaft und Kampf sehen wollen — aber auch Tore. Das wollen wir auch bieten, aber auch Qualität, guten Fußball. Wenn‘s geht auch Spektakel.

Ein 4:3 ist mir lieber als ein 1:0.

Als Aktiver waren Sie ein Spielmacher mit Kampfqualitäten, viele denken da an Ihr Länderspiel, die Sache mit Sebastian Deisler.

Landerl: Ach, da sagen viele, der Landerl hat dem Deisler die Karriere beendet mit seinem Foul. Stimmt aber nicht. Er ist damals in mich reingelaufen, wir haben uns beide verletzt — er hat dadurch aber tatsächlich die WM 2002 verpasst. Seine Karriere hat er aber fünf Jahre später erst beendet.

Sie sind in Ihrer Karriere viel rumgekommen, nannten sich selbst mal „Legionär aus Leidenschaft“. Was ist hängengeblieben von den Wanderjahren?

Landerl: Viele gute Erfahrungen, viele Bekannte — Freunde auch. Ich war immer neugierig, habe darum auch stets versucht die Sprachen zu lernen. Zuerst Slowakisch, weil ich in meinen ersten Jahren in Bratislava vier Semester Jura studiert habe. Dann Niederländisch, Portugiesisch, Ungarisch — ich wollte immer wissen, was da in den Zeitungen steht, wollte mich informieren und mit den Leuten reden, die mich umgeben.

Wie sehen Ihre Pläne aus, wann kommen Sie nach Lübeck?

Landerl: Ich werde versuchen, manche Spiele des VfB zu sehen, aber ich mach meinen Job in Wien korrekt zuende. Danach zählt nur noch Lübeck, wir werden mit der ganzen Familie kommen, das hatte für mich immer Prämisse. Und dann mit drei Kindern. Denn wir erwarten im März Nachwuchs.

Interview Jürgen Rönnau

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