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Löwen beißen sich die Zähne aus

Hamburg Löwen beißen sich die Zähne aus

Was für ein Krimi! Die SG Flensburg- Handewitt steht nach einem 31:30 nach Verlängerung über die Löwen heute im Pokal-Finale gegen den SC Magdeburg.

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Dagur Sigurdsson (l.) und Björn Lohmann.

Hamburg. Schlusspfiff. Und in der roten Ecke der Barclaycard-Arena, da, wo die mehr als 1000 Flensburger Fans mit ihren knallroten „Hello Again“-Shirts standen, gab es kein Halten mehr. Auch auf dem Spielfeld. Flensburgs Handball-Helden im Siegerrausch: „Fi-na-le, Oho, oho!“ Was für ein Spiel. Was für ein Krimi. Was für ein Happyend für „FleHa“. In einem dramatischen Pokal-Halbfinale hatte sich die SG in der Verlängerung mit 31:30 (26:26, 14:12) gegen die Rhein-Neckar Löwen durchgesetzt. Die Mission Titelverteidigung geht weiter. In der Neuauflage des Vorjahresfinals trifft die SG heute auf den SC Magdeburg (15 Uhr/Sport1), der sich in der Verlängerung mit 36:33 (29:29, 14:15) gegen den abstiegsbedrohten Bergischen HC überraschend knapp durchgesetzt hatte.

LN-Bild

Was für ein Krimi! Die SG Flensburg- Handewitt steht nach einem 31:30 nach Verlängerung über die Löwen heute im Pokal-Finale gegen den SC Magdeburg.

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„Wir wollten das unbedingt. Diese Leistung war ganz tief in uns drin“, freute sich Rasmus Lauge. Und Trainer Ljubomir Vranjes zog den Hut: „Es gibt normale Siege, und es gibt ganz besondere. Der war einer der größten, den ich als Handballer erlebt habe.“ Denn mit dem Frust des Aus in der Champions League, dem Wissen, in Kielce von den Schiris um den Einzug ins Final4 betrogen worden zu sein, waren sie direkt nach Hamburg gereist. Vranjes: „Wir sie sich zurückgemeldet haben, war stark.“ Auch Geschäftsführer Dierk Schmäschke war stolz: „Ich habe einen wahnsinnigen Respekt vor dem Team.

Alle haben bewiesen, dass sie einen richtigen Arsch in der Hose haben."

Doch vor 13200 Zuschauern stand die SG kurz vorm Aus, lag 72 Sekunden vor Schluss der regulären Spielzeit 24:26 zurück. Im Zeitraffer: Glandorf brachte Flensburg auf 25:26 heran. Löwe Larsen verlor den Ball, kickte ihn weg. Zweiminuten. Vier Sekunden vor Schluss bekam Mogensen — wie in Kielce — am Kreis den Ball, doch diesmal blieb der Pfiff nicht aus. Und dann kam der große Auftritt des kleinen Anders Eggert. Der Däne rettete mit einem rotzfrechen Heber Flensburg in die Verlängerung. In der lag die SG erneut hinten (26:28), kam aber zurück. Die Entscheidung: Nach dem 30:29 durch Eggers fing Flensburg-Franzose Kentin Mahe einen Löwen-Ball ab, traf 45 Sekunden vor Schluss zum 31:29 ins leere Tor. Dann wurde es nochmals hektisch: Rudelbildung. Die Schiris Geipel/Helbig verteilten zwei Rote Karten (Lauge, Baena). „Groetzky hatte mich am Trikot nach unten gezogen, ich wollte ihn wegschubsen, habe ihn aber am Kopf getroffen. Rot war richtig“, gestand Lauge, der so heute fehlen wird.

Und die Löwen können ihren Hamburg-Fluch nicht abschütteln, bissen sich auch im neunten Anlauf die Zähne aus. „Wir haben kurz vor Schluss den Sack nicht zugemacht“, fand Hendrik Pekeler. Aufs Final Four hat er, wie auch Andy Schmid vorerst keinen Bock mehr. „Jetzt wollen wir Meister werden, das sollte über die Enttäuschung hinweg helfen.“

Verschollene EM-Schale in Lübeck aufgetaucht

Hamburg, die Pokalendrunde — für Björn Lohmann, den ehemaligen Vorsitzenden des Kreishandball-Verbandes (KHV) Lübeck, war es das achte Final Four als Zeitnehmer. Doch gestern hatte der 43-Jährige etwas Besonderes im Gepäck — eine vergoldete Schale mit einer Gravur „EHF und Europe“. Gefunden hatte er sie vor Jahren auf einem Schrank im KHV-Büro, „doch keiner wusste etwas damit anzufangen“. Auf Recherche-Tour erfuhr er, dass Lübeck 1991 Gastgeber der EM der Gehörlosen war „und wir nahmen an, dass dies das Dankeschön war“. Lohmann wollte aus Anlass des EM-Gewinns im Januar die Schale jetzt mit dem Sigurdsson-Schriftzug gravieren lassen, fand aber keinen Handwerksmeister. „Zum Glück, denn es hat sich herausgestellt, dass dies wohl die Siegerschale ist.“ Deutschland hatte 1991 die EM gewonnen — zum 25-Jährigen ist die verschollene Schale nun wieder aufgetaucht. Zum Final Four hat sie Lohmann aber dennoch mitgenommen. jek

Von Jens Kürbis

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