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Mit Ratzeburg-Power zur U23-WM

Ratzeburg Mit Ratzeburg-Power zur U23-WM

57. Ruderregatta: Bundestrainerin mit Nachwuchs-Test zufrieden – Ratzeburger & Lübecker Talente mit guten WM-Chancen – RRC will 2017 parallel Landesmeisterschaften ausrichten.

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Feierte auch am zweiten Ratzeburg-Tag einen Start-Ziel-Sieg: der Doppelvierer mit dem Ex-Ratzeburger Max Appel (v.l., Philipp-Andre Syring (Magdeburg), David Runge (Potsdam) und dem Gewinner des Ratzeburger Ruderstipendiums, Henrik Runge (Hamburg).

Quelle: HFR

Ratzeburg. Larina Hillemann kletterte strahlend aus dem Achter. „Gewinnen macht schon mehr Spaß“, meinte die zierliche Steuerfrau. Nach der verpassten Olympia-Qualifikation mit dem Frauen-Achter stieg die Ex-Geesthachterin jetzt in das U23-Flaggschiff um, dirigierte ihre Mädels zum überlegenen Sieg auf dem Küchensee – und das im Einteiler ihres Vereins Lübecker RG. „Ich wollte Flagge zeigen, habe alle Mädels überredet“, verriet die 20-Jährige lachend. Die 57. Ratzeburger Ruderregatta war für Hillemann & Co., das Gros der U23-Nationalmannschaft, der letzte Test vor den Deutschen U23-Meisterschaften in drei Wochen in Hamburg. In Allermöhe geht es für den Nachwuchs um die Tickets für die U23-WM Ende August in Rotterdam.

LN-Bild

57. Ruderregatta: Bundestrainerin mit Nachwuchs-Test zufrieden – Ratzeburger & Lübecker Talente mit guten WM-Chancen – RRC will 2017 parallel Landesmeisterschaften ausrichten.

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Regatta kompakt

Erfolge: Christian von Warburg/Lars Höpken (beide Lübecker RG) belegten an beiden Tagen Platz 3 im Vierer ohne Steuermann. Lena Fritze (LRG) fuhr im Frauen-Einer auf Rang drei.

Stelldichein der Ruder-Legenden: Am Bootssteg dabei waren: Meike Evers-Rölver, Peter-Michael Kolbe sowie die Achter-Legenden Walter Schröder, Kraft Schepke und Willi Padge.

Ergebnisse: unter rrc-online.de

Hoffnungen macht sich dafür Jonas Weller. Der Ratzeburger ist dafür früher aus den USA zurückgekehrt, wo er am Eriesee seit zwei Jahren mit Ruder-Stipendium Business-Management, Psychologie und Wirtschaftswissenschaften studiert. „In den Staaten wird hart trainiert, richtig geballert, vor allem intensiver als hier, aber man ist raus aus dem Fokus der Nationaltrainer. Deshalb wollte ich mich hier zeigen“, erklärte der 20-Jährige. Mit Erfolg: Nach guten Ergometer-Ergebnissen und dem überraschenden dritten Platz im leichten Einer, wollte ihn U23-Bundestrainerin Brigitte Bielig am Sonntag noch einmal im leichten Vierer sehen (Platz vier). Ihr Urteil: „Wir werden Jonas die Chance geben, aber wohl eher im Einer.“

Mit Blick auf die WM in Rotterdam war Bielig mit dem Auftritt ihrer Kandidaten zufrieden. „Ratzeburg war eine gute Leistungsüberprüfung für die Mittel- und Großboote. Auch, weil die Dänen, Franzosen und Polen hier waren.“ Zur WM soll das deutsche Team in der Nationenwertung dann Platz eins bis drei belegen. „Acht Medaillen sind das Ziel“, sagt Bielig. Die Bundestrainerin ist sich sicher, dass sie in Ratzeburg sogar einige Olympia-Teilnehmer von morgen gesehen hat. „Da waren einige Kandidaten für die Tokio-Spiele 2020 dabei.“

Neben Larina Hillemann („Sie ist unheimlich vielseitig“) meint sie damit auch Frieda Hämmerling. Die ehemalige Ratzeburger Internatlerin, die jetzt in Hamburg trainiert, ist für die WM im Doppelzweier mit der Rostockerin Jutta Leiding gesetzt. „Frieda hatte einen richtig guten Einstieg in den Erwachsenenbereich.“ Ihre ehemalige Erfolgspartnerin, die Ratzeburgerin Annemieke Schanze, die jetzt Riemen rudert, hat Bielig auch noch im Blick. Schanze, die auf dem Studiensprung in die USA ist, will zur DM mit ihrer Schwester Calina im Vierer ohne rudern. Auf WM-Kurs ist derweil Timm Kraus (Lübecker RG), der im „kleinen Deutschland-Achter“ an beiden Tagen siegte. Gesetzt ist der Ex-Ratzeburger Max Appel. Der Junioren-Weltmeister fuhr mit dem Doppelvierer auch am Sonntag einen klaren Sieg heraus. Überzeugt hat auch Jan Ole Muchow (Lübecker RG) mit zweimal Platz zwei im Vierer mit. „Für die WM besteht noch Hoffnung. Jetzt muss ein Sieg bei der DM in Hamburg her“, sagt Landestrainer Björn Lötsch.

Dr. Thomas Lange, der neue Vorsitzende des Ratzeburger Ruderclubs (RRC), zog derweil ein zufriedenes Fazit: „Alles hat gut funktioniert, es gab Lob von allen Seiten.“ Sein Highlight war das Achter-Rennen der Männer: „Sechs Boote, solch’ volle Felder wollen wir sehen.“ Gibt es vielleicht schon 2017. Der RRC bewirbt sich mit der Ruderregatta um die Ausrichtung der Landesmeisterschaften.

Es wäre eine Premiere . . .

Nach Olympia-Aus: Schwiethal in der Warteschleife

Arne Schwiethal zeigte sich am Rande der Regatta gut gelaunt. Ein Schnack hier, ein Sprung in einen Vierer mit da, „weil einer fehlte. Platz drei war da ja gar nicht so schlecht.“ Vergessen, der geplatzte Olympia-Traum. Abgehakt, dass ihn der Doc kurz vor der Kleinboot-DM aus dem Rennen genommen, er sich zuvor bei einem Test übernommen hatte. „Mir geht es wieder gut“, versichert er, „die Saison ist zwar gelaufen, aber ich habe noch Spaß am Training.“

Der Ratzeburger, der im Herbst an den Achter-Stützpunkt berufen wurde, hat seine Zelte in Dortmund mittlerweile abgebrochen, ist zurück im Norden. Und: Hat der 24-Jährige es bereut, vor allem die nervige Pendelei? „Für das Ziel würde ich es wieder so machen. Außerdem habe ich mich weiterentwickelt, rudere technisch besser.“

Wie geht es nun weiter? „Jetzt hat das Studium Priorität.“ Die Bachelor-Arbeit steht in den kommenden zwölf Monaten auf dem Plan des Maschinenbaustudenten ganz oben. Und was ist mit Rudern? „Da habe ich noch keine Entscheidung getroffen. Vielleicht wechsle ich in den Skull-Bereich. Eigentlich ist alles offen. Ich warte ab, was nach Rio passiert, ob viele aufhören.“ Fest stehe aber: „Nur für ein Jahr mache ich nicht weiter. Wenn, dann ziehe ich bis Olympia 2020 durch. Dann heißt es für mich: Alles oder Nichts.“ jek

Jens Kürbis

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