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Mit furioser Aufholjagd zu Gold

Lübeck Mit furioser Aufholjagd zu Gold

Der Deutschland-Achter wird mit dem Lübecker Maximilian Munski Europameister. Dabei war es eine reine Windlotterie: „Solch unfassbar schwere Bedingungen habe ich noch nie erlebt“, so Munski.

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Gewann den Kampf gegen Wind und Welle und wurde zum vierten Mal in Serie Europameister: der Achter mit Maximilian Munski (r.).

Quelle: dpa

Lübeck. „Max ist da, unser Europameister, unser Olympia-Ruderer!“ Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer durch die Lübecker Prenski-Schule. Das EM-Gold in der Tasche, war Maximilian Munski (28) keine 24 Stunden nach dem Triumph von Brandenburg in seine alte Schule geeilt. Rund 150 Schüler der 5. bis 8. Klasse drängten sich rund um den Recken, fragten nach, löcherten ihn, wollten gefühlt Hunderte Autogramme. „Dass das mit dem EM-Gold so gepasst hat, macht es um so schöner“, freute sich Referendar Christoph Matzat, der als alter Ruder-Kumpel die Drähte gelegt hatte. Beide hatten vor elf Jahren für die „Prenski“ Bonze bei „Jugend trainiert für Olympia“ gewonnen.

LN-Bild

Deutschland-Achter wird mit dem Lübecker Maximilian Munski Europameister — Windlotterie: „Rudern der übelsten Sorte“ — Munski-Besuch an der Prenski-Schule.

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„Solch unfassbar schwere Bedingungen habe ich noch nie erlebt.“ Maximilian Munski

Doch gestern war der Parforceritt des Achters das Thema. „Ein irres, ein verrücktes Rennen“, fasste es Munski zusammen und meinte damit den „extremen, den schlimmen Seitenwind“ und die Wellen. „Max hat als Bugmann seine Kräfte schon vor dem Start verausgabt. Er musste mit 30, 40 Schlägen das Boot gerade halten“, berichtete der an die Havel gereiste Ehrenvorsitzende der Lübecker RG, Dieter Sonnenberger. Nach missglücktem Schnellstart und wackligen ersten 500 Metern lag das deutsche Boot auf dem letzten Platz.

„Doch wir haben uns rangekämpft. Als wir die Briten, unseren ärgsten Widersacher, bei 1000 Metern im Griff hatten, ging noch einmal ein Ruck durchs Boot. Da hast du gespürt, dass keiner mit Platz zwei zufrieden ist“, berichtete der Lübecker. Kurz vorm Ziel holten die Deutschen noch die überraschend starken Russen ein. Munski riss im Ziel als erster die Arme hoch — sein drittes EM-Gold (2013, 2015, 2016). „Klar, das macht mich schon stolz, aber solch unfassbar schwere Bedingungen habe ich noch nie erlebt.“ Für Max Reinelt war es „Rudern der übelsten Sorte, wie Knüppel aus dem Sack“. Malte Jakschik, vor Munski sitzend, hätte zweimal fast den Riemen losgelassen. „Da gab es nur eins durchknüppeln.“

Es ist auch eine erste Kampfansage für Olympia. „Super. Wir dürfen uns jetzt aber nicht ausruhen. Abgerechnet wird in Rio“, sagte Bundestrainer Ralf Holtmeyer gerade mit Blick auf die Briten. Schon beim Weltcup in Luzern Ende Mai rechnet er wieder mit dem Weltmeister.

Der Achter sorgte für den Schlussakkord bei der Heim- EM, bei der in allen 14 olympischen Bootsklassen zweimal Gold (Achter, Frauen-Doppelvierer), fünf Silbermedaillen — darunter die der gebürtigen Lübeckerin Marie-Louise Dräger mit Fini Sturm (Brandenburg) im leichten Doppelzweier — und einmal Bronze heraussprangen.

Larina Hillemann (19) von der Lübecker RG steuerte den Frauen-Achter auf Platz fünf und war damit „recht zufrieden. Wir haben uns gut durchgebissen, deutliche Fortschritte gemacht, waren auch dichter an den Rumäninnen dran.“ Bis zur Olympia-Qualifikation in Luzern, wo unter sechs Teams noch zwei Tickets vergeben werden, bleiben noch gut zwei Wochen Zeit. Hillemann ist optimistisch: „Wir müssen auf der zweiten Streckenhälfte zulegen, auch beim Endspurt, denn der hat bisher noch nicht stattgefunden. Wir haben noch genügend Potential, um uns zu verbessern.“

Von Jens Kürbis

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