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Oldenburg überrascht mit Bahr

Henstedt-Ulzburg Oldenburg überrascht mit Bahr

SH-Ligist reagiert auf aktuelle Personalnot in der Defensive — Beim 4:0-Sieg bei „HU“ wird ausgerechnet einen Ex-Henstedt-Ulzburger aus dem Hut gezaubert.

Henstedt-Ulzburg. Der Oldenburger SV hat seinen Negativtrend mit zuletzt zwei Niederlagen gestoppt und mit einem 4:0 (1:0)-Kantersieg beim direkten Konkurrenten SV Henstedt-Ulzburg einen ganz wichtigen Sieg im Abstiegskampf gefeiert. Dabei sorgte Trainer Andreas Brunner für eine große Überraschung. Aufgrund der Personalnot wurde der ehemalige Oldenburger Benjamin Bahr reaktiviert.

„Da wir durch die vielen Ausfälle keinen gelernten Verteidiger mehr haben und ich Chris Bita (war beim 3:4 gegen den SV Todesfelde überfordert, die Red.) schützen wollte, mussten wir reagieren“, erklärte Brunner den LN. Kapitän Björn Wölk brachte schließlich den Namen seines 35-jährigen Schwagers ins Gespräch, der vor dieser Saison seine aktive Laufbahn beim WSV Tangstedt beendet hatte. Nach gemeinsamer Abstimmung von Trainerteam und Mannschaftsrat um Rico Bork, Freddy Kaps und Wölk war der Weg zum Comeback für den 1,85 großen Verteidiger frei. „Benni hatte Bock gegen seinen Ex-Verein“, fügte der OSV-Coach hinzu. Auch Wölk kickte früher bei den Segebergern.

Pikanterweise wechselte Bahr nach acht Jahren bei den Oldenburgern (1998 bis 2006) ausgerechnet zum Gegner, für den er von 2006 bis 2012 insgesamt 54 Ober- und 42 SH-Liga-Spiele (siebe Tore) absolviert hat. Henstedts Trainer Jens Martens dürfte also nicht schlecht gestaunt haben, als sein Ex-Schützling mit Sporttasche an der Theodor-Storm-Straße erschien. „Ich habe zu beiden Vereinen ein Super-Verhältnis. Es war letztlich ein Freundschaftsdienst für Björn“, erzählte Bahr.

Seit „Benni“ als „Aktiver“ aufgehört hatte, kickte der Abwehrspieler nur noch einmal pro Woche mit der Henstedter Altliga um Ex-Profi Tobias Homp und wohnt nur zehn Minuten vom SVHU- Sportplatz entfernt. Doch von Beginn an zeigte er, dass er trotz des Kaltstarts nichts verlernt hat. Eine gemeinsame Trainingseinheit mit den Oldenburgern scheiterte wegen eines privaten Termins. „Benni hat ein klasse Spiel gemacht“, lobte Brunner. „Er war gleich präsent, hat meinen Sohn Lars neben sich dirigiert und hätte sogar fast das 3:0 gemacht.“

Die erste Halbzeit vor nur 80 Zuschauern war laut Bahr noch ausgeglichen. „Wir hätten uns auch nicht beschweren können, wenn es 3:3 gestanden hätte“, gestand er anschließend ein. So gingen die Oldenburger mit einer 1:0-Führung durch den überragenden Kamel Ejleh (30.) nach Vorarbeit von Kaps und Dennis Kowski in die Pause. Der Syrer war zumeist nur durch Fouls zu stoppen. Nach dem Seitenwechsel waren die Oldenburger dann in den entscheidenden Zweikämpfen bissiger. „Da wir uns zudem ein Chancenplus erarbeiten konnten und der Gegner zu ideenlos war, ist der Sieg verdient“, befand Bahr an alter Wirkungsstätte. Die weiteren Treffer erzielten Kaps per Strafstoß (55, nach einem Foul an Petersen), der eingewechselte Bennet Dumke (73., sein erster Treffer in der SH-Liga) und erneut der spielfreudige Ejleh (84.), der nach einer Flanke von Bork erfolgreich war. Brunner lobte eine geschlossene Mannschaftsleistung: „In der zweiten Halbzeit haben wir nichts mehr zugelassen.“

Sein Gegenüber Martens war enttäuscht: „Wir haben heute auch in der Höhe völlig verdient verloren.“

Ob es bei einem einmaligen Comeback von Bahr bleibt, ist offen. Fest steht, dass der Routinier am Sonnabend im Heimspiel gegen den Mitaufsteiger FC Kilia Kiel aus privaten Gründen nicht zur Verfügung steht. Dafür lässt Oldenburg Jan Haltermann einfliegen, der eigentlich bis Mitte April beruflich in Stuttgart weilt. Bei Timo Rosenthal wurde ein Innenbandriss im rechten Knie diagnostiziert. Eine Vollbelastung ist erst wieder nach drei Monaten möglich. „So ein Mist. Die Saison ist für mich gelaufen“, weiß der 37-Jährige. Das wäre bitter, weil er seine Karriere eigentlich er am Saisonende beenden will.

Von GIE

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