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Oldesloer Läuferabende vor dem Aus?

Bad Oldesloe Oldesloer Läuferabende vor dem Aus?

Stark rückläufige Teilnehmerzahlen, erschwerte Rahmenbedingungen – und Veranstaltungsleiter Woelki hört auf.

Bad Oldesloe. Bei der Leichtathletik-EM in Amsterdam hatte sich Isabell Teegen noch mit der europäischen Elite auf der Halbmarathon- Distanz gemessen, war im Feld der 90 Läuferinnen zweitbeste Deutsche geworden. Als die 22-Jährige vom SC Rönnau 74 nur einen Monat danach jetzt im Travestadion des VfL Oldesloe in ihrem Rennen über 3000 m nach 9:29,3 Minuten als Vierte ins Ziel lief, waren nur drei männliche Konkurrenten schneller als sie. Drei weitere kamen nach ihr, und als schließlich auch Jannik Schütt von der LG Nordheide (gut eine halbe Minute später) finishte, war er gelaufen, der 3. Läuferabend des VfL Oldesloe. Es war der letzte in dieser Saison, und es ist nicht absehbar, ob es 2017 eine Neuauflage geben wird. Die Zukunft der Serie ist ungewiss. Und das hat mehrere Gründe.

Zwar ist die Anziehungskraft der Läuferabende nach wie vor groß. Das zeigen die Starts von Athleten, die aus ganz Schleswig-Holstein, aus Niedersachsen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und sogar Berlin anreisten. Doch insgesamt sind immer weniger Sportler entsprechend gepolt. Die Zeiten, in denen der VfL in der Summe seiner drei Läuferabende bis zu 800 Teilnehmer zählte, sind lange vorbei.

In der Saison 2016, in der die Laufserie des VfL mit seiner 40. Auflage ein kleines Jubiläum feierte, standen insgesamt nur 112 Teilnehmer auf den Starterlisten. 64 Meldungen waren es beim zweiten Läuferabend, 48 beim dritten, der erste musste ausfallen – kurzfristig.

„Damit haben wir uns natürlich teilweise auch die Athleten verprellt“, weiß Hubert Woelki, der am Rande des letzten Läuferabends (vielleicht gerade noch rechtzeitig) Klaus Zeising ehrte. Der hatte seine Idee einer solchen Laufserie in Bad Oldesloe 1972 erstmals umgesetzt. Nach einer „Durststrecke zu Beginn der 2000er Jahre“ reanimierte Woelki sie 2008 nach fünfjähriger Pause. Der einstige Abteilungschef ist aktuell Veranstaltungsleiter bei den VfL- Leichtathleten. Doch er hat bereits vor Monaten angekündigt, das Amt noch in diesem Jahr abzugeben. „Aus gesundheitlichen Gründen“ und „zum Selbstschutz“, wie der 73-jährige pensionierte Polizist betont, um seine „impulsive Art“ wissen, wenn es gilt, seine Anliegen zu vertreten. Ein Nachfolger sei derzeit nicht in Sicht, so Woelki.

Gründe, impulsiver zu reagieren als es der Gesundheit zuträglich ist, hatten er und seine Mitstreiter in dieser Saison reichlich. Denn gleich mehrfach wurden ihnen Knüppel zwischen die Beine geworfen: Der Werfertag im April musste ausfallen, weil das Fangnetz der Wurfanlage von der Stadt nicht rechtzeitig repariert worden war. Beim „Sprint und Sprung im Spring“ Anfang Mai musste der Ablauf angepasst werden, weil an der Tartanbahn des Travestadions Reparaturarbeiten durchgeführt wurden. Und schließlich die „Panne“ mit der elektronischen Zeitmessung, die dazu führte, dass der erste Läuferabend drei Tage vor seinem Termin abgesagt werden musste.

„Da hat der zuständige Koordinator für die insgesamt fünf Anlagen, die der SHLV vorhält, uns erstmals nach all den Jahren nicht berücksichtigt und ich habe davon nur zufällig erfahren“, schüttelt Woelki noch heute ungläubig den Kopf. Nur aufgrund des großen Zuspruchs der verschiedensten Landestrainer wurden die zwei folgenden Läuferabende dann doch durchgeführt. Allerdings ohne die Sprintstrecken, „weil da eine Handstoppung nicht mehr den Anforderungen entspricht“.

Auch das hat Athleten gekostet. Dass beim jüngsten Läuferabend zwar der angeschlossene Stabhochsprung mit 20 Teilnehmern „das Maximum des Machbaren“ bedeutete, konnte Woelki und sein Team nicht besänftigen: „Die Stimmung bei den Helfern ist schlecht, und die Motivation insbesondere bei den älteren Kampfrichtern lässt bei derart kleinen Lauf-Feldern natürlich nach“, weiß Woelki, und ergänzt:

„Das Ganze verstärkt sich dann noch, wenn vom eigenen Verein wenige, beim letzten Läuferabend schließlich sogar kein einziger Athlet des VfL am Start ist.“

Alles andere als rosige Aussichten also, dass Isabell Teegen & Co. auch im nächsten Jahr bei einem Läuferabend des VfL Oldesloe wieder im Travestadion durchs Ziel laufen . . .

Christian Schlichting

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