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Olympia-Auslese mit Psychostress

Dortmund Olympia-Auslese mit Psychostress

Für den Lübecker Maximilian Munski geht es bei der Ruder-DM in Köln um den Platz im Deutschland-Achter. Arne Schwiethal (Ratzeburg) muss seinen Rio-Traum begraben.

Dortmund. Badeschlappen, Shirt und Trainingsanzug — mit kleinem Gepäck geht es für Maximilian Munski heute auf kurze Dienstreise von Dortmund nach Köln. Auf dem Fühlinger See stehen ab morgen die Deutschen Kleinbootmeisterschaften an. Für Munski & Co., das Team Deutschland-Achter, geht es im Zweier ohne dabei mehr als nur um Medaillen. Es geht um Rio, die Fahrkarte zu den Olympischen Spielen, die Besetzung der Boote. „Es ist das Wochenende der Wahrheit“, sagt Munski. Der Vorlauf morgen, Viertel- und Halbfinale am Samstag, Finale am Sonntag — der Lübecker sitzt mit dem Schweriner Hannes Ocik im Boot, mit dem er auch abseits der Strecke auf einer Wellenlänge ist. „Wir sind gute Freunde geworden“, sagt Ocik.

LN-Bild

Für den Lübecker Maximilian Munski geht es bei der Ruder-DM in Köln um den Platz im Deutschland-Achter. Arne Schwiethal (Ratzeburg) muss seinen Rio-Traum begraben.

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36 Zweier haben gemeldet. Doch für das Nord-Duo zählt nur das Podium. Dann hätten sie den Platz im Achter sicher. Dem Ziel haben beide alles untergeordnet, sind nach Dortmund an den Stützpunkt gezogen, haben Lehre (Ocik ist bei der Landespolizei) und Uni (Munski studiert Sonderpädagogik auf Lehramt) unterbrochen, ein hartes Trainingspensum mit bis zu drei Einheiten täglich durchgestanden.

Doch das Team Deutschland-Achter umfasst 20 Recken. Für Achter und Vierer plus Zweier, falls noch das Ticket gelöst wird, gibt es aber nur 16 Plätze. Und: Alle wollen ins Flaggschiff, den Mythos Achter erleben. „Zwölf haben die Chance, vier fliegen raus“, ahnt Munski. Er spürt den Konkurrenzdruck. „Alle sind jetzt sehr angespannt, reagieren sensibel, sind auf sich fokussiert.“ Auch Munski.

Im Training habe er sich zuletzt stets hinterfragt, ob das für den Achter reiche. „Die Leistungsdichte ist so hoch, da machst du dir selbst genug Druck.“ Die Auslese ist ein Psychostress, jeder Rollsitz kann dabei zum Schleudersitz werden.

Am 20. April, drei Tage nach Köln, will Bundestrainer Ralf Holtmeyer seinen Jungs die Besetzung der Rio-Boote mitteilen. Die Trainingslager, die Chemie im Boot, die Ergebnisse in den ersten Tests plus die Kleinboot-DM — das Trainerteam will den Gesamteindruck bewerten. „Klar“, gibt Holtmeyer zu, „die, die schon länger dabei sind, haben einen Vorteil, doch einen Persilschein hat keiner.“

Munski ist seit dem Vorjahr, seit WM-Silber, fest drin. „Bis jetzt läuft es gut. Hannes und ich sind gut drauf.“

Köln, die Kleinboot-DM, Arne Schwiethal wird die von Hamburg aus beobachten. Der Ratzeburger, der im Herbst an den Achter-Stützpunkt berufen wurde, hat seine Olympia-Träume begraben. „Nach dem Trainingslager in Sevilla habe ich mich beim Ergometer-Test übernommen. Ich bin trotz Infekt gerudert, und das ging nach hinten los.“ Denn er brauchte zwei Wochen, um wieder auf die Beine zu kommen, verpasste so auch die erste Testregatta. „Für Köln hat der Arzt jetzt das Stopp gesetzt, das Risiko ist zu groß. Und damit ist Rio weg. Das ist bitter“, gibt der gebürtige Möllner zu. Der 24-Jährige, der in Hamburg Maschinenbau studiert, immer dienstags nach Dortmund zum Training und sonntags zurück gependelt ist, will auf jeden Fall weiterrudern. Die Studenten-WM im September in Posen, auch die 2017 in Florida, hat er im Visier. „Aber bis Olympia 2020, das weiß ich nicht.“ In der nächsten Woche will er darüber mit Holtmeyer reden.

Der Weg nach Rio

28. April: Präsentation des Rio-Achters

6. - 8. Mai: EM in Brandenburg

27. - 29. Mai: Weltcup in Luzern

17.- 19. Juli: Weltcup in Posen

20. Juni - 10. Juli: Trainingslager, Völkermarkt/Österreich

14. - 26. Juli: Trainingslager, Ratzeburg

28. Juli (Do.): Abflug nach Rio de Janeiro

8. August (Mo.): Achter-Vorlauf

13. August (Sa.): Achter-Finale

Von Jens Kürbis

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