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Olympia-Erfolge sorgen bei Talenten für neue Ruder-Lust

Ratzeburg Olympia-Erfolge sorgen bei Talenten für neue Ruder-Lust

Schleswig-Holsteins Nachwuchs steht in Ratzeburg auf dem Prüfstand. Acht Trainer testen gleich 110 junge Sportler.

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Kurze Ruder-Pause auf dem Küchensee: Hanna Winter/Marle Karwasz (v.l.), Katharina Stamer/Antonia Michaels und Emma Appel/Silja Runge.

Ratzeburg. Beim Blick auf das Gewusel am Bootssteg hellt sich die Miene von Björn Lötsch trotz nasskalten sieben Grad und dunklen Wolken auf: „Letztes Jahr konnten wir bei den B-Junioren keinen Achter stellen. Jetzt könnten wir gleich zwei bestücken“, freut sich der Landestrainer des Ruderverbandes Schleswig-Holstein über die vielen Talente, die an der Ratzeburger Akademie ihre Boote vorbereiten, ins Wasser lassen und in Richtung Küchensee manövrieren.

LN-Bild

Schleswig-Holsteins Nachwuchs steht in Ratzeburg auf dem Prüfstand. Acht Trainer testen gleich 110 junge Sportler.

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„Das liegt natürlich auch an den Erfolgen der Vorbilder: Olympia-Starter ziehen“, freut sich Lötsch über die steigenden Teilnehmerzahlen bei der Förderwoche des Landesverbandes. 110 Talente aus dem Land zwischen den Meeren werden zurzeit in Ratzeburg von acht Trainern „gecastet.“

Vorbilder sind natürlich der Lübecker Maximilian Munski, der in Rio Silber im Achter gewonnen hatte, und vor allem der Rendsburger Lauritz Schoof, mittlerweile zweifacher Olympasieger im Doppelvierer. Auch sie kennen den Ratzeburger und den Küchensee von Förderwochen noch bestens, Schoof hatte das Rudern sogar im Ratzeburger Internat erlernt.

Schon potenzielle Olympioniken gesichtet? „Da sind schon einige hochinteressante Leute dabei. Einige wissen es nur noch nicht, andere sollten es vielleicht auch gar nicht wissen“, will Lötsch keine Namen nennen.

Internats-Trainer Marc Swienty hat derweil mit seiner Gruppe den Küchensee erreicht, steuert im Motorboot den Zweier mit Antonia Michaels und Katharina Stahmer an. Letztere hat Top-Werte auf dem Ergometer, nach erst einem Jahr im Internat aber noch leichte technische Defizite. „Die Kunst ist es, die Kraft richtig ins Wasser zu ringen“, erläutert Swienty, streut ein paar Balance-Übungen ein und korrigiert Arm- wie Sitzhaltung. Auch bei der Internatlerin Emma Appel und der Hamburgerin Silja Runge stoppt das Motorboot, Swienty optimiert die Haltung der Skulls. Beim anschließenden Start zieht das Duo dem Feld davon.

Bei der Förderwoche werden mehrere Kombinationen getestet. Swienty ermittelt im „Seat-Race“ die Zweierbesetzungen, die am 13. November bei der Langstrecke in Mölln auf dem Prüfstand stehen. Auch in den anderen Booten erhoffen sich die Trainer erste Erkenntnisse in Bezug auf die Zusammenstellungen des Landeskaders.

Während die U19- und U17-Nachwuchskräfte auf dem Wasser arbeiten (täglich zwischen 30 und 36 Kilometern), schwitzen Marieluise Witting und Paula Vosgerau im Kraftraum der Akademie. Die U19-Europameisterinnen bereiten sich aufs erste U23-Jahr vor, starten zunächst zusammen im Zweier. Das Abitur hat für das Duo in diesem Schuljahr Priorität, ihr Ziel ist dennoch die Teilnahme an der WM im bulgarischen Plovdiv.

Neben den jungen Damen stemmt Samuel Emrich Gewichte. Der 16-Jährige ist der einzige männliche Internatler neben elf Mitstreiterinnen – und kein Schleswig-Holsteiner: Ihn zog es vor vier Wochen aus Baden-Württemberg vom Boden- an den Küchensee. „Ich hatte mir auch das Internat in Essen angeguckt, habe mich aber für Ratzeburg entschieden. Die Leute hier sind sehr sympathisch, und das Paket mit der Ruderakademie in Verbindung mit der Lauenburgischen Gelehrtenschule stimmt.“ Zwar fiel es ihm schwer, seine Freunde in Überlingen zu verlassen, dafür halfen ihm Marieluise und Paula bei der Eingewöhnung im Lauenburgischen. Bei seinem Einstand belegte Samuel beim internationalen Baltic-Cup in Hamburg gleich den dritten Platz. Sein Ziel ist die U19-WM in Litauen.

Björn Lötsch hat derweil die dicke Jacke angezogen, stapft in Richtung Motorboot zu den U17-Jungs: „Mal gucken, wen wir in welchen Achter setzen“, freut sich der Landestrainer über sein kleines Luxusproblem.

Christoph Staffen

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