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Partynacht Balsam für die Nerven der geretteten SG-Fußballer

Bornhöved Partynacht Balsam für die Nerven der geretteten SG-Fußballer

Trainer Ulf Heinrich fühlt sich nach Klassenerhalt von Bornhöved wie ein ungläubiger Olympiasieger. Todesfelde II feiert dänische Poolparty.

Bornhöved. Sie wollten „bis zur letzten Patrone kämpfen“, haben klargestellt „voll auf Sieg zu spielen“ und sogar angekündigt „jetzt müssen wir beten“ – die Verbandsliga- Fußballer der SG Bornhöved/Schmalensee haben in den vergangenen Wochen alle Register gezogen, um den Klassenerhalt auf den letzten Metern zu schaffen. Und das gelang quasi auf dem allerletzten Zentimeter. Nach dem 3:2 (3:0)-Sieg zum Saisonfinale beim SV Todesfelde II und der gleichzeitigen 0:4-Pleite von Fetihspor Kaltenkirchen gegen Meister TSV Lägerdorf war die Mannschaft von Trainer Dr.

Ulf Heinrich am Ziel (die LN berichteten). Die Klasse wurde direkt gehalten, kein zittern mehr, kein banger Blick zum SV Eichede in der Regionalliga-Aufstiegsrunde – man konnte ausgiebig, ausgelassen feiern.

Zuvor ließ die SG-Elf nach klarer 3:0-Führung die SVT-Reserve wieder auf 2:3 herankommen. Nichts für schwache Nerven und einen labilen Kreislauf. Vor allem die Endphase der Partie kostete in jeder Beziehung Kraft. Erst nach gut 93 Minuten pfiff Schiri Dominik Hassanzadeh (Heide) das Spiel ab. Der therapeutische Wert bei den SG-Kickern war enorm: Befreit von einer Riesenlast, kannte der Jubel keine Grenzen. Auch der zwei Halbzeiten lang extrem angespannte Heinrich ballte die Fäuste und ließ der Freude freien Lauf. Er hatte die richtigen Patronen ins Magazin gelegt und drei Volltreffer durch Julian (20., 42.) und Fabian Makus (45.) verbucht. Ob dabei auch beten geholfen hat, ist nicht überliefert. Fakt ist aber: Es durfte gefeiert werden.

Heinrich, der sein letztes Spiel als Coach absolvierte und in der kommenden Saison durch Carsten Baumann ersetzt wird, konnte die Ereignisse auch Stunden nach dem Spiel noch nicht so recht fassen. „Jetzt kann ich die Aussagen von Olympiasiegern und anderen Spitzensportlern verstehen. Es ging mir genau wie ihnen, wenn sie große Erfolge zunächst nicht realisieren können“, erklärte der 62-Jährige. Er habe am Abend mit einem Bier auf der Terrasse gesessen und bestimmt eine Stunde lang nur den Kopf geschüttelt. „Das ist jetzt ein Traum“, betonte Heinrich. Rückblickend sagte er:

„Todesfelde hat uns nichts geschenkt. Mir war klar, dass meine Jungs das Tempo der ersten Halbzeit nicht bis zum Ende durchhalten können. Ab der 70. Minute hatten wir kaum noch den Ball.“

In der Nachspielzeit hatte Todesfelde dann nochmal einen Freistoß an der Strafraumgrenze, doch der Ball wurde geklärt. Dazu Heinrich: „In einem Moment hätte alles vorbei sein können.“ Doch nun freue er sich, dass er die Mannschaft als Verbandsligist übergeben könne. „Wir hatten im Winter eine Krise, haben in der Rückrunde aber 22 Punkte geholt. Am Ende haben wir alles richtig gemacht“, sagte er.

Nach dem Spiel ging’s nach Trappenkamp zur Party. Am Sonntag hatte Heinrich vormittags zu sich nach Hause eingeladen. „Einige Jungs kamen direkt aus der Disko“, lachte der scheidende Coach, der als Abschiedsgeschenk von der Mannschaft eine Uhr mit persönlicher Gravur bekam. In Zukunft drückt er dem Team als Fan die Daumen. Zu Nachfolger Baumann sagt er: „Carsten kennt sich aus und ist sehr gut vernetzt. Ich traue ihm diese Aufgabe voll zu!“

Und die SVT-Reserve? Zwar konnte die Mannschaft die angepeilte 50-Punkte-Marke nicht knacken, schloss die Saison jedoch auf dem starken vierten Tabellenplatz ab. Wie Heinrich – hört als Trainer ganz auf – war es auch für Jan „Faxe“ Jakobsen das letzte Spiel als Todesfelde-Coach. Der Däne wird Chef-Trainer beim SV Henstedt-Ulzburg. „Wir haben trotz der Niederlage eine super Saison gespielt. Ich bin voll zufrieden – zumal wir zuletzt personell wirklich auf dem Zahnfleisch gegangen sind“, sagte er. Am Sonntag düsten der Coach und zwölf seiner Spieler für eine Woche im Rahmen der Saison-Abschlussfahrt in dessen Heimatland. Dort hatte Jakobsen ein Ferienhaus angemietet – und weiteres organisiert. Los gingen die Feierlichkeiten mit einer Poolparty. „Das war toll, auch ich habe das ein oder andere Kaltgetränk bei Ballermann-Musik genossen“, ließ Jakobsen durchblicken . . .

jz/mare

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