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Poeler Pferdesporttage beginnen heute

Timmendorf/Poel Poeler Pferdesporttage beginnen heute

Melderekord: 190 Reiter werden in Timmendorf erwartet.

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Mit vier Pferden im gestreckten Galopp durch die Halle – so kennen die Besucher den 66-jährigen Georg Plath. Da muss sich die Poeler Bürgermeisterin Gabriele Richter als Beifahrerin gut festhalten.

Quelle: Foto: Jutta Wego

Timmendorf/Poel. Der Reit-, Fahr- und Sportverein (RFSV) Insel Poel ruft zum letzten großen Hallen-Reitturnier vor der „Grünen Saison“. Ab heute in aller Frühe rollen die Pferdetransporter auf die Insel. Bereits um 8.30 Uhr steigt die erste Prüfung. Mit mehr als 830 Nennungen von 190 Reitern gibt es einen neuen Melderekord. Das Vorjahresergebnis wurde um 90 Meldungen übertroffen. „Das ist gewaltig. Für uns ist das die Herausforderung, den Reitern gute Bedingungen zu bieten“, so Turnierleiter André Plath.

Bei so viel Nennungen muss die Organisation klappen, um alles im geplanten Zeitrahmen von 29 Wettkampfstunden abzuwickeln. Allein das Punktespringen Klasse M am Sonnabend hat 126 Nennungen und muss in drei Abteilungen geteilt werden. Acht der 18 ausgeschriebenen Prüfungen haben mehr als 50 Nennungen und müssen deshalb geteilt werden.

Namhafte Reiter haben ihr Kommen signalisiert und lassen hochklassigen Sport erwarten. Thomas Kleis (Gadebusch), Freund des Hauses Plath, will versuchen den Großen Preis zum dritten Mal in Folge zu gewinnen. Sein Schwager Philipp Makowei (Gadebusch), durch seine Lebensgefährtin eng mit der Insel verbunden, war ihm im Vorjahr dicht auf den Fersen. Im letzten Moment hat auch der aktuelle Landesmeister Benjamin Wulschner vom RC Passin noch gemeldet. Silvio Wascher (Papenhagen bei Grimmen), Vize-Hallenlandesmeister, will sein gestiegenes Leistungsvermögen erneut unter Beweis stellen.

Natürlich werden auch die einheimischen Reiter Christoph Lanske, Rashad Samadov (Bronzemedaillengewinner der Hallen-LM) und Turnierleiter André Plath selbst etwas vom „Kuchen“ abbekommen. Die 14-jährige Lilli Plath möchte an ihren Gesamtsieg im lukrativen NWM-Springcup aus dem Vorjahr anknüpfen, für den es mit dem M-Punktespringen morgen die erste Wertungsprüfung gibt.

Der Zeitplan ist prall gefüllt. Vierjährige Pferde beginnen am Freitag ab 8.30 Uhr mit einer Springpferdeprüfung, der fünf weitere Abteilungen bis hin zur Springpferde-M (Beginn 13 Uhr) folgen. Um 13.45 Uhr beginnt bereits die erste von insgesamt sieben Konkurrenzen der mittelschweren Klasse. Tagesabschluss bildet ein Stilspringen der Klasse A ab 16.45 Uhr.

Am Sonnabend geht es ab 8 Uhr mit zwei Abteilungen A-Springen los, denen ab 10.30 Uhr drei Konkurrenzen L-Springen folgen. Ab 14.45 Uhr steigt das Mammut-Punktespringen der Klasse M mit drei Abteilungen. Es beginnen die Nachwuchsreiter bis 21 Jahre. Tageshöhepunkt ist ein Zeitspringen der schweren Klasse ab 18 Uhr mit mehr als 40 Meldungen. Am Abend steigt dann der gemütliche Teil mit einem Reiterball in der Anlagengaststätte, die den Namen „Liesa“ trägt. Das ist das Pferd, mit dem Hausherr André Plath seine sportliche Karriere begann.

Sehr abwechslungsreich wird der Sonntag, an dem es ebenfalls um 8 Uhr losgeht. Zwei Abteilungen L-Springen folgt ab 9.45 Uhr mit einem Zwei-Sterne Zeitspringen Klasse M, ein weiteres Springen der Großen Tour. Danach treten ab 11.30 Uhr zwölf Zweispänner in Aktion, um in zwei Umläufen eines Hindernisfahrens mit Geländehindernissen der Klasse M ihren Sieger zu ermitteln. Mit dabei das Poeler Fahrsportidol Georg Plath, der es auch mit 66 Jahren immer noch versteht, die Besucher von den Sitzen zu reißen. Danach wird der Parcours wieder für zwei S-Springen aufgebaut. Es beginnt um 13.30 Uhr mit der Qualifikation für die Future-Tour der ostdeutschen Reiter bis 25 Jahre. Der Große Zwei-Sterne-Preis, mit Stechen ausgeschrieben, ist für 14.45 Uhr vorgesehen. Zum Turnierabschluss dann noch die „Königsdisziplin“ des Fahrsports, die Vierspänner.

Eintritt wird nur am Sonntag in Höhe von fünf Euro erhoben.

Franz Wego

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