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Rasantes Finale in Neumünster

Neumünster Rasantes Finale in Neumünster

Christian Ahlmann gewinnt Großen Preis - Dressur-Königin Isabell Werth feiert siebten Weltcupsieg bei den VR Classics - Rekord-Spektakel mit 38000 Zuschauern an vier Tagen.

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Zwei Nullrunden auf Codex One mit einem rasanten Schlussritt bescherten Christian Ahlmann den Sieg beim Großen Preis.

Quelle: Lühn

Neumünster. Die 66. VR Classics sind Geschichte. Aber die Geschichte des Reitsports wird immer wieder neu geschrieben. Am Finaltag in den Holstenhallen sorgten dafür Dressurkönigin Isabell Werth (Rheinberg), die mit Weihegold ihren siebten Sieg in der FEI- World-Cup-Kür feierte und Springreiter Christian Ahlmann (Marl).

„Egal, wer hier aus der Welt mitgeritten wäre, er hätte es gegen diese Spitze schwer gehabt.“

Veranstalter Paul Schockemöhle

Spannender hätte das Drehbuch für den Großen Preis nicht geschrieben werden können. Als letzter Starter flog Ahlmann noch zum Sieg. Mit Codex One war er in 33,99 Sekunde fünf Hundertstel schneller im Stechen als der Niederländer Gert-Jan Bruggink auf Vampire. Eine Woche nach dem Sieg im Großen Preis von Braunschweig siegte Ahlmann wieder bei einem Springen mit Weltranglistenpunkten, kassierte dafür 12500 Euro Preisgeld. „Aber kommende Woche machen wir Pause“, sagte Ahlmann. Schon dessen Vater Georg ritt in Neumünster und erzählte seinem Sohn immer, dass früher alle Prüfungen viel schwerer waren. Nach dem Sieg des 41-Jährigen dürfte das Piesacken nun ein Ende haben. Auch Veranstalter Paul Schockemöhle war angetan: „Egal, wer hier aus der Welt mitgeritten wäre, er hätte es gegen diese Spitze schwer gehabt.“

Auf sich aufmerksam machte noch Denis Nielsen, der Deutsche Meister der Springreiter. Für den 26-Jährigen, der Rang drei erreichte, war die Ehrung seines Trainers Tjark Nagel (64, Friedrichskoog) ein ganz besonderer Moment. „Ohne ihn wäre das so nicht möglich gewesen“, sagte der Profi aus Löningen Zu den 13 fehlerfreien Reitern zählte wie schon am Sonnabend in der Qualifikation zum Großen Preis der Boostedter Christian Hess. Nach rasantem Beginn kostete ihn ein Patzer im Stechen eine bessere Platzierung. Neumünster war auch etwas für Exoten. Der Brasilianer Yuri Mansur Guerios fiel nicht nur mit dem gelben Reitrock auf, sondern holte mit Platz acht im Stechen 1500 Euro Prämie ab. Dagegen ging Zhiwen Zhao — Sieger der Weltcup-Saison der China League — leer aus. Dabei hatte er das Toppferd des Belgiers Niels Bruynseels, Pommeau du Heup, am Start, kassierte aber 17 Strafpunkte.

Das Internationale Reitturnier von Neumünster entwickelt sich weiter zu einer Veranstaltung der Rekorde. 38000 Zuschauer strömten an vier Tagen in die Holstenhallen — 500 mehr als im Vorjahr.

„Danke an meine Frau, sie ist meine Regierung und hält die Zügel in der Hand“, sagte Veranstalter Paul Schockemöhle lächelnd. Lächeln musste er auch, als die Niederländerin Adelinde Cornelissen mit Parzival den Turnierchef kurz nach der Siegerehrung nach einem Sprung zur Seite kurz in den Sand beförderte. Der 70-Jährige klopfte den Dreck ab, als wäre nichts gewesen.

Zu diesem Zeitpunkt diskutierten viele Zuschauer bereits die Leistung von Dressurreiterin Isabell Werth. Die 46-Jährige fügte nach ihrer Erfolgsstory in den Holstenhallen ein siebtes Kapitel hinzu und eroberte mit jetzt 77 Punkten die Spitze der laufenden Weltcup-Kür-Wertung. Im Finale von Göteborg (Schweden) wird sie allerdings einen Pferdewechsel vornehmen. „Ich habe mit Emilio, Bella Rose und nicht zuletzt mit Don Johnson für die kommenden Monate sehr gute Pferde zur Verfügung. Für mich hat ein Pferd keine Rasse, keine Farbe und kein Geschlecht. Es ist einfach ein gutes Pferd.“ Ihre Bereiterin Beatrice Buchwald wird im Sattel von Weihegold Platz nehmen. Die Stute ließ sich zum Finale nicht aus dem Kurs bringen, als ein Lichtstrahl aus dem Publikum direkt auf sie gerichtet war.

Nur der zornige Blick von Isabell Werth sprach Bände . . .

Jörg Lühn

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