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Reinfeld patzt, Oldesloe punktet

Reinfeld patzt, Oldesloe punktet

In der SH-Liga verpassen die Preußen-Handballerinnen den Sprung an die Spitze, in der Landesliga wirft sich das Rumpfteam des SC Union mit neuen Spielern auf Platz 2.

Kiel. Der Knoten schien endgültig geplatzt, denn zur Halbzeit sah es gut aus: Mit einer 13:11-Führung gingen die Handballerinnen des SV Preußen Reinfeld im SH-Liga-Spiel bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen in die Pause, das Preußen-Team schien den Schlüssel zum erfolg gefunden zu haben im Spitzenspiel des Wochenendes. Doch dann lief nach Wiederbeginn nicht mehr viel zusammen, am Ende verlor das Team von Detfred Dörling und Thomas Kruse mit 19:27 und der Aufwärtstrend nach zuvor drei Siegen in Folge war jäh gestoppt.

Die Vorzeichen hatten nicht gut gestanden. Mit Rika Tonding, Ninja Krause (beide privat verhindert) und Blerta Smail (Sehnenscheidenentzündung) fehlten drei Spielerinnen, „so hatten wir nur vier Auswechselspielerinnen dabei“, klagte Preußen-Betreuer Arno Möller. Mit Annalena Tetzlaff, Sina Rostek, Lina Tonding, Kerstin Albrecht, Svea Manthe, Lena Powierski und Torfrau Annika Rahf in der Startsieben, landete der erste Siebenmeter nach nur 30 Sekunden zwar neben dem gegnerischen Tor (Lena Powierski), und im zweiten Angriff warf Svea Manthe den Ball frei vom Kreis der Torhüterin auf den Fuß. Dann aber schienen sich Tetzlaff & Co. zu fangen, überzeugten mit einer überragenden Abwehr, einer glänzend aufgelegten Rahf (insgesamt 23 Paraden) sowie Lina Tonding, die mit viel Übersicht Regie führte. So lag Reinfeld zwischenzeitlich mit 11:6 (20.) vorn, beim Pausenpfiff noch 13:11.

„Dennoch hatte ich kein gutes Bauchgefühl, als unser Team in die Kabine ging“, schwante Möller Böses. Und tatsächlich: Die zweiten 30 Minuten begannen wie die ersten, diesmal verwarf Sina Rostek den ersten Siebenmeter. Anschließend machten sich Erschöpfungserschienungen bei der Startsieben bemerkbar. „Unserer Deckung fehlte die Aggressivität, unserem Angriff Übersicht und Cleverness“, musste Möller miterleben, wie sich die Kieler „auf unsere Schwächen eingestellt“ hatten. Als das Trainerduo das erste Mal wechselte, lag Reinfeld vorentscheidend mit 16:21 (48.) hinten.

„Ich dachte, wir wären schon weiter“, zeigte sich Detfred Dörling besonders enttäuscht, hätte ein Erfolg doch die Tabellenführung bedeutet. So rutschte Reinfeld auf Platz 6 ab. Doch immer noch ist nichts verloren, da die SH-Liga derzeit so ausgeglichen ist, dass noch die ersten acht Teams die Spitze im Blick haben. „Für uns gilt es nun, Fehler zu beseitigen und nach vorn zu schauen“, betont Dörling. Vor dem nächsten Punktspiel steht nun erst einmal das Pokalviertelfinale am 15. Dezember (20 Uhr) gegen Drittligist Henstedt-Ulzburg an.

Tore Reinfeld: Sina Rostek (7/2), Lina Tonding (4), Kerstin Albrecht (3), Lena Powierski (3/1) und Annalena Tetzlaff (2).

Mit derzeit neun Spielern, darunter zwei Keepern, passt die aktuelle Landesliga-Mannschaft des SC Union Oldesloe auf ein Selfie. Dennoch lässt sie sich nicht unterkriegen, gewann auch die Partie bei Henstedt-Ulzburg II mit 29:23 (16:13) und katapultierte sich so auf Tabellenplatz 2. Dabei überzeugte die Abwehr mit einem glänzend aufgelegten Marek Malzahn im Tor. Union lag schnell 6:0 (10.) vorn, der gegnerische Spielertrainer Stanislav Demovic wechselte sich als Folge daraus früh ein, zog das Tempo an, die Partie wurde ausgeglichener (10:13, 23.). Doch Oldesloe hielt bis zur Pause das Drei-Tore-Polster, um sich nach dem Seitenwechsel kontinuierlich abzusetzen. „Schlüssel zum Erfolg war definitiv unsere Abwehr", brachte es Ersatzcoach Sönken Eggert auf den Punkt — und betont noch immer: „Aufstieg ist für uns kein Thema!"

„In Boostedt gewinnt man nur, wenn alles passt“, sah sich Coach Joachim Restorff nach dem 24:30 (10:17) seiner SG Glinde/Reinbek bei der SG Boostedt/Großenaspe bestätigt. Zwar überzeugte der Angriff, doch die Abwehr agierte zu zaghaft. Erst Mitte der zweiten Halbzeit schien es, als könne Glinde die Partie noch kippen — nutzte dann aber viele schön herausgespielte Chancen nicht.

Die Frauen der GHG Hahnheide hatten in Sülfeld mit 20:30 (6:15) das Nachsehen. Gleich sieben Spielerinnen und Coach Thies Nowacki fehlten in der Woche aus verschiedensten Gründen beim von Manuela Tennenbaum geleiteten Training. „Mit nur sechs Spielerinnen kann man keine Taktiken und Angriffszüge erarbeiten“, weiß Nowacki und hatte sich deshalb gegen die heimstarken Sülfelderinnen keine allzu großen Chancen ausgerechnet. Zur Partie selbst hatte der Trainer zwar wieder einen Kader von acht Feldspielerinnen und zwei Torfrauen, doch konnten seine Schützlinge nur bis zum 3:4 mithalten. Nach 20 Minuten lagen die Gastgeberinnen dann schon 10:5 vorn. „Tatsächlich war Sülfeld uns in allen Belangen überlegen, hatte mehr Power, mehr Tempo, mehr Biss“, gab der GHG-Coach neidlos zu und gratulierte später zum verdienten Sieg. Was ihm sauer aufstieß, war nicht die deutliche Niederlage, sondern das Sülfelder Publikum: „Von der ersten Minute an wurden wir und auch die Unparteiischen durchgehend und oftmals mit Kommentaren, die unter die Gürtellinie gingen, bepöbelt. Das war schlimmer als bei jedem Fußballspiel!“EP

Edith Preuß

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