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Ruder-Mikado auf dem Lagoa Rodrigo de Freitas

Rio de Janeiro Ruder-Mikado auf dem Lagoa Rodrigo de Freitas

Doppelvierer um Schoof kommt mit den Wellen nicht zurecht und muss nachsitzen.

Philipp Wende, Lauritz Schoof, Karl Schulze und Hans Gruhne müssen morgen eine Ehrenrunde drehen.

Quelle: Getty

Rio de Janeiro. Als die ersten Ruderer gestern um 7 Uhr an der olympischen Regattastrecke ankamen, kündigte sich ein wunderschöner Tag an. 90 Minuten später trafen die Touristen ein – und den meisten stand der Mund offen: Wunderschön, unglaublich, idyllisch – die Lobeshymnen überboten sich. In dem Moment zeigte sich der Lagoa Rodrigo de Freitas als ruhiger Geselle, von Wellengang keine Spur. Die sollte sich ändern – und zwar von jetzt auf gleich.

Die ersten Einer-Vorläufe fanden noch auf glattem See statt, dann pfiff der Wind unerbittlich in die Ruder-Arena. Selbst gestandene Ruder-Profis aus Serbien oder Kanada kenterten beziehungsweise verloren ihr Ruder aus der Hand. Im Pressezentrum wurde über einen Abbruch spekuliert, was aber zu weit gegriffen war. Zumal laut Wetter-App der richtige Sturm erst ab Mittwoch pünktlich zu den Finals kommen soll.

„Draußen auf dem See herrscht Krieg“, lautete der Kommentar der norwegischen Einer-Legende Olaf Tufte (40) zum Wellengang. „Es war fair, aber grenzwertig – zum Teil fühlte es sich wie eine andere Sportart an“, sagte der deutsche Cheftrainer Marcus Schwarzrock zu den Bedingungen.

Nur der Doppelvierer der Frauen überzeugte mit dem Vorlaufsieg und direkten Finaleinzug. Doch das Weltmeister-Boot der Männer mit Lauritz Schoof hatte vor allem im mittleren Abschnitt riesige Probleme. Das Quartett um den Rendsburger rutschte ab der Hälfte vom zweiten auf den vierten Platz ab, berappelte sich dann noch einmal auf den letzten 500 Metern.

Doch Platz drei hinter Estland und knapp hinter der Ukraine reichte noch nicht fürs Finale – die Männer müssen morgen in den Hoffnungslauf. Dieser Lauf verspricht extreme Spannung, von sechs Weltklasse-Booten kommen nur noch zwei weiter. „Wenn wir das nicht schaffen, dann gehören wir auch nicht ins Finale“, sagte Schoof.

Doch der 25-Jährige ist fest davon überzeugt, dass sein Team den Sprung unter die besten sechs Boote schaffen wird: „Wir sind physisch unheimlich stark, haben aber technische Probleme, die sich bei den heutigen Bedingungen besonders ausgewirkt haben. Als die Wellen extremer wurden, hat sich das sofort auf unsere Frequenz ausgewirkt. Ein bisschen ist das dann wie Mikado, man bekommt die Ruder nur noch schwer unter Kontrolle.“

Frank Schober

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