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Ruderer zwischen Rio und Rotterdam

Ratzeburg Ruderer zwischen Rio und Rotterdam

Für U19 und U23 beginnt die heiße Phase der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in den Niederlanden.

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Die Ratzeburger Schwestern Calina (l.) und Annemieke Schanze (r.) hatten mit Bea Bliemel und Ida Kruse bei den Deutschen Meisterschaften im U23-Vierer Platz zwei belegt. Gestern fiel die Entscheidung: Annemieke sitzt bei der WM im deutschen Boot, Calina ist Ersatzfrau. *

Quelle: Sportinternat

Ratzeburg/Lübeck. „Sensationell, einfach der Wahnsinn! So etwas werden wir wohl nie wieder erleben“, jubelte Ruder-Landestrainer Björn Lötsch vor elf Monaten nach der U19-Weltmeisterschaft der Ruderer in Rio de Janeiro. Jetzt liegt der Fokus der Top-Talente ganz auf der U19- und U23-WM, die vom 21. bis 28. August auf der Willem-Alexander-Regattastrecke in Rotterdam stattfindet.

LN-Bild

Für U19 und U23 beginnt die heiße Phase der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in den Niederlanden.

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„Traditionell haben die Großboote bei Junioren- Weltmeisterschaften Medaillenchancen.“ Marc Swienty, Internatstrainer

Während die deutsche U19-Nationalmannschaft an diesem Wochenende in Berlin in die „Unmittelbare Wettkampfvorbereitung“ (UWV) einsteigt, trifft sich die U23 ab kommenden Donnerstag in Ratzeburg und löst direkt das A-Nationalteam ab, das in Rio um olympische Medaillen kämpft.

Nach Berlin fahren die drei Ratzeburger Sportinternatlerinnen Marieluise Witting (Ratzeburger RC), Paula Vosgerau und Klara Grube (beide Lübecker RG). Witting hatte vor einem Jahr in Rio bereits Gold im Achter gewonnen, Vosgerau holte Silber im Vierer ohne Steuerfrau. Während die Ratzeburgerin zusammen mit „Achter-Neuling“ Grube erneut eine Medaille anpeilt, ist Vosgerau in den Doppelvierer umgstiegen.

„Traditionell haben die Großboote bei Junioren-Weltmeisterschaften Medaillenchancen“, ist Internatstrainer Marc Swienty zuversichtlich, schränkt aber ein: „Der Nachwuchsbereich ist manchmal eine Wundertüte, da die Bootsbesetzungen oft wechseln.“ England, die USA, Australien, Neuseeland und China müsse man immer auf der Rechnung haben, mahnte Paula Vosgerau schon direkt nach dem Gewinn der Europameisterschaft: „Eine WM ist eine noch andere Hausnummer.“ Vor einem Jahr hatte Katharina Börms für den Lübecker FRK in Rio Doppelvierer-Gold gewonnen.

Nach dem WM-Titel im U19-Doppelzweier mit Annemieke Schanze (Ratzeburger RC) rudert die Ex-Internatlerin Frieda Hämmerling (RGG Kiel) mittlerweile auch im U23-Doppelzweier mit der Rostockerin Julia Leiding. Weitere hoffnungsvolle U23-Teilnehmer aus der LN-Region sind der Segeberger Timm Kraus von der Lübecker RG im Achter, dessen LRG-Kameradin Larina Hillemann (die Ex-Internatlerin steuert den weiblichen Achter) und Jonas Weller vom Ratzeburger RC, der im leichten Doppelvierer skullt.

Gestern wurden in Rostock die letzten Tickets zur U23-WM vergeben. Aus sechs Kandidatinnen wurden vier für den Vierer und eine Ersatzfrau ermittelt. Annemieke Schanze hatte als Zweite bei den Deutschen Meisterschaften im Zweier ohne ebenso gute Karten wie Schwester Calina, mit der sie auch im Vierer Vizemeister geworden war. Am frühen Abend teilten die Trainer nach drei Tagen Sichtung ihre Entscheidung mit: Annemieke sitzt fest im Boot, Calina ist als Ersatzfrau vorgesehen.

Jan Ole Muchow als U19-Weltmeister im Vierer mit Steuermann und Lars Höpken (Bronze im U19-Achter) aus der „goldenen Generation“ des Vorjahres hatten sich in ihrem ersten U23-Jahr noch nicht wieder für die Nationalmannschaft qualifizieren können.

Derweil wird in der Ratzeburger Ruderakademie bereits die neue Saison geplant. Leiter Reinhart Grahn hat am Bundesstützpunkt für die nach den Sommerferien startende Trainingsgruppe bereits 14 Jugendliche ab 15 Jahren aufgenommen, die von Swienty trainiert werden. „Wir werden mittlerweile auch überregional wahrgenommmen, haben Anfragen von Interesenten aus mehreren Bundesländern. Vorrangig liegt unser Augenmerk aber auf Sportlern aus Schleswig-Holstein“, erläutert „Goldfinger“ Swienty.

Die Quote spricht für die Ruderakademie: Von drei Schülern schafft es je einer in die internationale und einer in die nationale Spitze. Erfolgsreichster Absolvent ist der Rendsburger Lauritz Schoof, der 2012 in London Olympiasieger im Doppelvierer wurde und aktuell auch in Rio wieder angreift.

Christoph Staffen

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