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Schnelle Aale, flotter Barsch

Lübeck Schnelle Aale, flotter Barsch

Top-Bedingungen beim Langstreckenschwimmen des Tri-Sport Lübeck – Hamburger Dauerkrauler feiert beim 21. Wakenitzman fünften Sieg mit neuem persönlichen Rekord.

Los geht’s: Die Einzelschwimmer hatten 14 nasse Wakenitz-Kilometer vor sich, die Zweier- und Viererstaffeln konnten sich die Kraulerei aufteilen.

Lübeck. Etliches war anders beim traditionellen Langstreckenschwimmen von Rothenhusen zum Naturbad Falkenwiese: kein Piero, der lässig mit einer Tasse Kaffee vom Fährhaus aus den Start verfolgte, kein Signal aus der alten Bootshupe und keine Wasserschutzpolizei, die vor dem Schwimmerfeld vorneweg tuckerte. Nur eins war wie immer: Der „flotte Barsch“ war wie schon in den drei Vorjahren unschlagbar. Sebastian Barsch siegte nach 14 Kilometern souverän mit neuer persönlicher Bestzeit von 2:51:34 Stunden und hielt die Konkurrenz abermals auf Distanz.

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Top-Bedingungen beim Langstreckenschwimmen des Tri-Sport Lübeck – Hamburger Dauerkrauler feiert beim 21. Wakenitzman fünften Sieg mit neuem persönlichen Rekord.

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Der Hamburger Dauerkrauler von der SG HT16 hatte sich sofort an die Spitze gesetzt und schon nach 5,5 km am Kontrollpunkt Absalonshorst einen Vorsprung von acht Minuten. In der fünfköpfigen Verfolgergruppe waren neben Wakenitzman-Novize Nico Beuster (Hanse SV Rostock) auch zwei Wiederholungstäter: Markus Kampmeier aus Wiedenbrück wollte bei seinem achten Start unter drei Stunden bleiben, und Tobias Prüßner (Bad Salzuflen) peilte bei Top-Bedingungen (Wasser 22 Grad, Windstille) einen Podestplatz an . . .

Spannender war der Rennverlauf bei den Frauen: Hier war in Absalonshorst noch lange nichts entschieden. Es führte Marie Hielscher von „Sani 89“ zwei Minuten vor Julia Lampe (SG Elbe) und Nicole Kopp (ASV Köln), deren Besonnenheit sich später auszahlte.

Währen die Solisten schon das Gros der Strecke hinter sich hatten, gab’s bei den Teams nach zwei Kilometern einen Zwischenfall: Ein Teilnehmer einer Viererstaffel musste mit Kreislaufproblemen aus dem Rennen genommen und von der DRK-Wasserwacht sowie der DLRG versorgt werden. Später, bei der Siegerehrung ergriff ein Teamkollege spontan das Mikro und sagte: „Danke für die tolle Absicherung, unserem Mitschwimmer geht’s schon wieder besser.“

Ohne Komplikationen indes erreichte der „flotte Barsch“ schließlich bei seinem fünften Start das Ziel in der Naturbadeanstalt Falkenwiese zum fünften Mal als Erster und wurde dort vom stolzen Sohnemann Neelay (5) empfangen. Deutlich abgeschlagen kam als Zweiter Nico Beuster (Hanse SV Rostock) nach 3:11:27 Stunden ins Ziel. Und als Dritter schwärmte Tobias Prüßner (TG Lage/3:17:52) nach kurzem Verschnaufen: „Bin überglücklich! Endlich hat’s mit einem Podestplatz geklappt. Auch bei meinem dritten Start hat der Wakenitzman nichts von seinem Reiz verloren.“

Bei den Frauen war die Entscheidung ungleich knapper: Die Kölnerin Kopp übernahm erst spät die Führung und lag am Ende mit 3:44:17 Stunden nur gut 200 m vor Hielscher (3:46:40), die Lampe (3:49:26) lediglich Bronze überließ.

Bei den Zweier-Staffeln gab es ein Kopf-an-Kopf Rennen zwischen den Kieler „Aalen“ und den „Seegurken“ aus Elmshorn. Am Ende hatten Kieler Tobias Behr und Frank Ribcke mit 3:21:59 Stunden knapp die Flossen vorn.

Stark: Maike Bünning und Lea Boy lösten nur acht (!) Sekunden nach den „Aalen“ das rote Blinklicht an der elektronischen Zeitnahme aus. Dritter wurde ein lübsches Tri-Sport-Duo: Franziska Nicklas finishte in 3:32:17 Stunden, nachdem Maike Syassen auf der ersten Teilstrecke von Rothenhusen bis zum Wechsel in Müggenbusch geführt und mit einer unorthodoxen Verpflegungsmethode aufgewartet hatte.

Sie berichtete: „Das Wakenitz-Wasser war auf den ersten Kilometern so sauber und klar, dass ich während des Schwimmens immer mal wieder einen kleinen Schluck genommen und mir so fast die Verpflegung gespart habe.“

Bei den Viererstaffeln fiel die Entscheidung auch erst auf der Schlussetappe: „Lokomotive Troja“ hatte mit Ina Ziegler, Angela Delissen, Rainer Fritsche und Michael Prüfert mit 3:08:58 Std. am Ende nur 100 m Vorsprung vor dem Feuerwehrsportclub Lübeck (3:10:32) mit Torge Selle, Vanessa Martens, Fabian Kemeny und David Ellebrecht. Dritter wurde „Ping Julien“ (3:18:45) mit Larissa Wassmann, Frank Rauchfuß, Linda Pump und Vincent Gabalda.

Als sich um 15 Uhr das Naturbad nach der Siegerehrung so allmählich leerte, kam auch Orga-Chef Frank Schröder etwas zur Ruhe und befand: „177 Finisher, da können wir sehr zufrieden sein. Besonders bei den Rettungskräften und vielen Helfern möchte ich mich bedanken.“ Und dass auf den Urkunden noch die Jahreszahl 2015 prangte, rief bei dieser rundum gelungenen Veranstaltung lediglich kollektives Schmunzeln hervor.

LN

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