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Schönberg scheitert mit 2:4 an Pastow

Wismar/Warin/Schönberg Schönberg scheitert mit 2:4 an Pastow

Landesligist FC Seenland Warin sorgt mit 1:0-Erfolg gegen den Verbandsligisten FC FK René Schneider für Überraschung / PSV Wismar unterliegt MSV Pampow 1:8.

Wismar/Warin/Schönberg. Landesligist FC Schönberg ist in der zweiten Runde des DFB-Landespokals ausgeschieden. Vor 235 Zuschauern im Palmberg-Stadion verlor die Mannschaft von Trainer Tom Körner gegen den Verbandsligisten SV Pastow mit 2:4. Mann des Tages war David Laudan, der drei Tore für die Gäste erzielte. Schönberg traf zweimal per Strafstoß.

„Bei uns fehlte oft der entscheidende Pass, Pastow dagegen macht aus dem Nichts zwei Tore bis zur Halbzeit. Die sind einfach cleverer, das hat heute den Unterschied ausgemacht“, sagte der FC-Vorsitzende Wilfried Rohloff. Dabei war optisch kaum zu erkennen, dass der SV Pastow eine Klasse höher spielt. Die Zuschauer sahen ein ausgeglichenes Spiel. Schönberg kam in der 13. Minute erstmals gefährlich vors Tor, als sich Florian Köpke gut über links durchsetzte, sein Pass von der Grundlinie aber in der Pastower Abwehr hängen blieb. Acht Minuten später dribbelte sich Niklas Kahle über rechts durch, doch auch seine Hereingabe konnten die Gäste gerade noch klären.

Erstmals geschlagen geben musste sich Schönbergs Torwart Sven Boddin in der 30. Minute. Pastows Torjäger David Laudan, der in der Verbandsliga drei von sechs Treffern für die Randrostocker erzielt hat, stand goldrichtig. Nach einem Zuspiel in den Strafraum über Schönbergs rechter Abwehrseite brauchte er nur noch den Fuß hinhalten, um zur Führung für den Favoriten einzuschieben. Kurz vor der Pause hatten die Pastower ein zweites Mal Grund zum Jubeln. Wieder war es Laudan. Der Angreifer bekam den Ball im Strafraum, setzte sich im Duell mit FC-Spielertrainer Tom Körner durch und drosch den Ball mit der Pike ins Netz zum 0:2 (43).

„Die sind einfach abgezockter vor dem Tor“, stellte Wilfried Rohloff zur Halbzeitpause fest. Hoffnung auf eine Überraschung keimte für die Gastgeber kurz nach dem Wiederanpfiff auf. Thomas Aldermann wurde im Strafraum von Philip Mansour von den Beinen geholt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Nick Heymann in der 52. Minute zum 1:2. Die Riesenchance zum Ausgleich hatte anschließend Florian Köpke, der frei vorm Tor stand, jedoch scheiterte. „Den muss er machen“, ärgerte sich Trainer Tom Körner.

Die schwache Chancenverwertung sollte sich rächen. Nur vier Minuten nach dem Anschlusstreffer trafen die Gäste durch Laudan, den die Grün-Weißen einfach nicht in den Griff bekamen, zum 1:3 (57.).

Endgültig alles klar machte Jan Rudlaff dann in der 60. Minute. Anschließend schaltete der Verbandsligist einen Gang runter. Die Gastgeber gaben nie auf, für sie reichte es aber nur noch zum 2:4.

Hannes Komoss erzielte per Foulelfmeter den Endstand. „Pastow hat verdient gewonnen. Wir haben hinten zu viele individuelle Fehler gemacht“, urteilte Körner.

Für eine Überraschung sorgte dagegen der FC Seenland Warin. Der Landesligist warf mit dem FC Förderkader René Schneider Rostock immerhin einen Verbandsligisten aus dem Pokalwettbewerb. Die Schützlinge vom Trainerduo Norman Ziemens und Björn Gierahn siegten in der Wolfsystem-Arena am Glammsee in Warin mit 1:0. Das Tor des Tages erzielte Marcio Rogerio Nogueira De Oliveira Junior kurz vor dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Mike Rauch (Zarnewanz) erst in der Nachspielzeit. „Die Mannschaft hat die geforderte Taktik hervorragend umgesetzt. Defensiv haben wir die Räume geschickt eng gemacht und sind dann aggressiv in die Offensive gegangen. Wir haben den Rostockern nur zwei halbe Chancen gelassen. Das komplette Team hat sehr mutig gespielt, weil wir früh gemerkt haben, dass eine Überraschung möglich ist“, so Trainer Björn Gierahn.

Der PSV Wismar konnte am Sonnabend den letztjährigen Pokalfinalisten MSV Pampow nicht ärgern. Die Schützlinge von Trainer Danny Pommerenke unterlagen auf dem heimischen Kunstrasenplatz gegen die Rand-Schweriner mit 1:8 Toren. Den Ehrentreffer für die Gastgeber erzielte Marc Moslehner durch einen Foulelfmeter. Ansonsten war das PSV-Team gegen den Verbandsligisten chancenlos, obwohl es in der ersten Halbzeit den Rückstand mit 1:3 noch freundlich gestaltete. Doch in der zweiten Halbzeit konnte der Favorit gegen den Landesligisten, der ohne seinen Torjäger Aram Jeghiazarjan auskommen musste, seine spielerische Überlegenheit voll auskosten.

Überragender Spieler beim MSV Pampow war Johannes Ernst, der erst zu Saisonbeginn aus Grabow nach Pampow wechselte. Er erzielte allein vier Treffer. Trotzdem gingen die Wismarer erhobenen Hauptes vom Platz. „Schade, dass der Treffer zum 1:3 noch vor dem Seitenwechsel gefallen ist. Ein 1:2 hätte noch mehr Mut für die zweite Hälfte gemacht, aber am Ende war Pampow zu stark für uns“, so PSV-Torschütze Moslehner.

Bereits am vergangenen Mittwoch hat Oberligist FC Anker Wismar beim Hagenower SV mit 5:0 Toren gewonnen. Damit sind nur noch zwei Teams aus der Wismarer Region im Landespokal vertreten. Heute Abend findet die Auslosung für die dritte Runde statt. Dann sind noch 32 Teams im Lostopf, darunter auch Drittligist FC Hansa Rostock, der in Eldena souverän mit 8:0 gewann.

Steffen Oldörp, Peter Preuß und Andreas Kirsch

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