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Silber, EM-Ticket & Schokolade

Kassel Silber, EM-Ticket & Schokolade

Den bunten Haarreif in der Hand drehend, schaute Maya Rehberg im Kasseler Stadion bei trübem Wetter auf die Anzeigetafel und strahlte. 9:46,58 Minuten. Platz zwei.

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Lief dank einer starken Schlussrunde über die 3000 m Hindernis zu DM-Silber: Maya Rehberg.

Quelle: Wolfgang Birkenstock

Kassel. Den bunten Haarreif in der Hand drehend, schaute Maya Rehberg im Kasseler Stadion bei trübem Wetter auf die Anzeigetafel und strahlte. 9:46,58 Minuten. Platz zwei. Zehn Tage, nachdem die Segebergerin in Prag ihre Bestzeit über die 3000 m Hindernis um mehr als zehn Sekunden pulverisiert, EM- und Olympia-Norm geknackt hatte, lief die 22-Jährige bei den Deutschen Meisterschaften zu Silber.

„Ich bin super zufrieden, auch mit der Zeit, ich habe die EM-Norm bestätigt“, freute sich die für die SG Kronshagen/Kieler TV laufende Ex-Rönnauerin. Beim Sololauf der WM-Dritten Gesa Felicitas Krause, die das 16-köpfige Feld vom Start weg sprengte und in 9:31,00 Minuten siegte, lief Rehberg dank einer starken Schlussrunde aufs Podest. „Am Anfang habe ich mich etwas zurückgehalten, 300 Meter vor Schluss dann angegriffen.“ Die deutsche Crossmeisterin kann nun definitiv für die EM in Amsterdam (6. bis 10. Juli) planen. „Da will ich ins Finale, muss dafür aber unter 9:40 laufen.“

Krause will mehr: „Ich will EM-Gold.“Mit dem DM-Titel und erfüllter Olympia-Norm hat die Frankfurterin zudem das Rio-Ticket gebucht. Und Rehberg? Über Kassel nach Rio gilt für sie noch nicht. „Am 12.

Juli, nach der EM, wird für den Rest erst nominiert.“ Bis dahin rechnet sie noch mit einem Angriff der DM- Dritten Sanaa Koubaa (9:48,07), die EM- und Olympia-Norm in Kassel verpasst hat. Rehberg ist aber optimistisch, dass sie eine der zwei restlichen Olympia-Fahrkarten lösen wird: „Es sieht sehr gut aus.“ Bis zur EM schiebt sie jetzt in Kiel einen Trainingsblock ein, mit nur einem Wettkampf. Am 1. Juli will sie in Kiel die 1500 Meter laufen. Doch gestern Abend gab es für DM-Silber erst einmal eine kleine Belohnung. „Sekt? Nein, danke, eher eine Tafel Schokolade.“

Auf eine Medaille hatte auch Stabhochspringerin Anjuli Knäsche gehofft. Doch für die Kielerin, die Ende Mai die Olympia-Norm von 4,55 Meter überquert hatte, waren diesmal 4,50 Meter zu hoch – Platz vier. Den Titel holte sich die Schwerinerin Martina Strutz mit einem blitzsauberen Sprung über 4,70 Meter. „Das bin ich zuletzt 2011 gesprungen. Wir sind noch da! Und: Damit habe ich Rio klar gemacht“, freute sich die Vize-Weltmeisterin von 2011. „Das heißt, die EM springe ich nun aus dem Training heraus. Darin bin ich erprobt. Wenn man in Rio eine Medaille will, muss man jenseits der 80 springen. Da will ich hin.“

DLV-Cheftrainer Idriss Gonschinska war mit Blick auf die EM und Rio zufrieden: „Wir haben ein Luxusproblem bei der Nominierung – mehr Kandidaten als Startplätze.“ Besonders spannend war die Situation vor den Diskus-Entscheidungen: Gleich sechs Frauen mit erfüllter Olympia-Norm kämpften um den Titel – die WM-Dritte Nadine Müller gewann mit Saisonbestleistung von 65,79 Metern vor Julia Fischer (63,94). Die Berlinerin kann ihrem Freund Robert Harting heute die Daumen drücken. Der Olympiasieger will sich den 2015 kampflos verlorenen Titel von seinem jüngeren Bruder Christoph zurückholen.

Zwölf Meister dürfen nun für Rio de Janeiro planen

Insgesamt 13 Einzeltitel wurden gestern in Kassel vergeben, in zwölf dieser Disziplinen darf der Deutsche Meister oder die Deutsche Meisterin mit erfüllter Olympia-Norm nun fest für Rio planen. In den Sprints sind dies Julian Reus (Wattenscheid; DM-Gold in 10,30 Sek.) und Tatjana Pinto (Paderborn; DM-Gold in 11,22 Sek.), über die Hürden ist neben Matthias Bühler auch Cindy Roleder (Leipzig) fest dabei, über die Hindernisse die Frankfurterin Gesa Felicitas Krause. In den technischen Wettbewerben können Eike Onnen (Hannover; Hochsprung), Max Heß (Chemnitz; Dreisprung), David Storl (Leipzig; Kugelstoßen; siegte mit 20,75 m), Thomas Röhler (LC Jena; Speerwurf), Martina Strutz (Schwerin; Stab) und Nadine Müller (Halle; Diskus) mit den Reisevorbereitungen an die Copacabana beginnen.

Jens Kürbis

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