Hamburg. Man stehe zu seinen Verträgen, „deshalb können wir unsere Bewerbung ohne die Unterstützung des Partners nicht aufrechterhalten“, so Altenburg. Stattdessen will der DTB nun die Bemühungen des zweiten Bewerbers Stuttgart unterstützen.

Nach den bisherigen DTB-Plänen sollte die Rasen-Veranstaltung in der Hansestadt das traditionelle Sandplatzturnier auf der Anlage am Rothenbaum ersetzen. Allerdings war die Bewerbung bei der ATP unter einem Einigungsvorbehalt mit Stich abgegeben worden. Der ehemalige

Wimbledonsieger veranstaltet derzeit das Turnier in der Hansestadt. Und die Lizenz der ATP für Hamburg läuft noch bis zum Jahr 2018.

Auslöser der Bewerbung waren Änderungen im Tennis-Rahmenkalender. Das Grand-Slam-Turnier in Wimbledon soll von 2015 an eine Woche später stattfinden. Damit bleibt weniger Zeit bis zu den US Open, womit die Zukunft einiger Sandplatzturniere - darunter möglicherweise auch Hamburg - gefährdet sein könnte.

Deshalb sollen die nur noch zur zweiten Kategorie zählenden einstigen German Open künftig wie das Turnier in Halle/Westfallen noch vor Wimbledon stattfinden. Der DTB hatte sich von einem Rasenturnier in Hamburg im Juni statt Juli und damit vor den dortigen Sommerferien ein größeres Zuschauerinteresse erhofft. Möglicherweise lassen sich diese Vorstellungen nun in Stuttgart in die Tat umsetzen.

„Die Ankündigung, dass der DTB nach dem Rückzug von Hamburg nun die Stuttgarter Bewerbung voll unterstützen wird, haben wir erfreut zur Kenntnis genommen“, teilten Veranstalter Edwin Weindorfer und Gert Brandner, der Vorsitzende des TC Weissenhof, in einer gemeinsamen Stellungnahme mit. „Der Hamburger Rückzug ändert nichts daran, dass der MercedesCup die Bewerbung um die Austragung eines Rasenturniers ab 2015 weiterhin mit voller Energie und Professionalität vorantreiben wird.“

Die Entscheidung darüber, welche Standorte einen Zuschlag für die neuen ATP-Rasenturniere bekommen, soll Ende März in Miami fallen.

dpa