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Titeljubel, Taktikrennen und Sprungkraft

Hannover Titeljubel, Taktikrennen und Sprungkraft

Leichtathleten aus dem LN-Gebiet stürmen bei norddeutscher Medaillenjagd in Hannover das Podest.

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Gold-Duo des SC Rönnau 74: Ariane Ballner (l.) und Johanna Schulz triumphieren erstmals gemeinsam auf Nord-Ebene.

Quelle: Wolf-Rüdiger Boyens

Hannover. Bei den Norddeutschen Hallen-Leichtathletikmeisterschaften in Hannover holten die Teilnehmer aus Schleswig-Holstein sieben Gold-, zwei Silber- und sechs Bronzemedaillen. Drei Titel und fünf dritte Plätze erkämpften sich Sportler aus dem LN-Gebiet. Sehr erfolgreich waren die Läufer des SC Rönnau, die dreimal Meister wurden.

„Die Finalteilnahme in Leipzig bei den ,Deutschen‘ ist das erklärte Mindestziel.“

Sören Kuhn, Trainer von

Johanna Christine Schulz

Zunächst spekulierte Lasse Prüß (U20) auf einen vorderen Platz über 400 m — allerdings: Da die Stellplatzkarte nicht rechtzeitig abgegeben worden war, bekam der Negernböteler die ungünstige Bahn 1 in einem langsamen Rennen zugeteilt. Die Hoffnungen auf den Sieg schwanden. Mit Wut im Bauch lief der Gymnasiast besonders engagiert und legte mit etwa 23,1 Sekunden in der Führungsposition eine schnelle erste Runde hin. Anschließend brachte er das Rennen siegreich zu Ende. Prüß war selbst erstaunt über seine 49,75 Sekunden, da er aufgrund der Bahnverteilung mit einer hohen 50er-Zeit rechnete. „Dass ich mich unter diesen Umständen gegen die Konkurrenz so durchsetze, war nicht zu erwarten“, sagte er.

Neuzugang Ariane Ballner wollte ebenfalls für den SCR auf den Thron. Ein kniffliges Unterfangen, nur drei Tage zuvor war die Ex-Elmshornerin beim PSD Bank Meeting über 800 m in Düsseldorf mit 2:08.78 Minuten Saisonbestzeit gelaufen. Sie erklärte: „Mir geht es heute primär um den Titel.“ An Position drei laufend, stürmte sie in der letzten Runde nach vorn und gewann die 1500 m (4:32,93 Min.) der Frauen. „Meine Taktik ging perfekt auf. Ich bin besonders mit meiner 31er-Schlussrunde super zufrieden“, sagte die 19-Jährige.

Das dritte SCR-Gold angelte sich Johanna Christine Schulz. Die Studentin lief bei den Frauen in 2:08,89 Minuten zum 800-m-Sieg. „Es war ein sehr guter Lauf, obwohl ich zu langsam angegangen bin“, erläuterte Schulz. Sie musste auf den letzten 400 m das Tempo ordentlich anziehen. „Ich habe gemerkt, dass noch mehr in mir steckt und freue mich jetzt auf die Deutschen Meisterschaften. Dort will ich mich weiter verbessern.“ Coach Sören Kuhn ergänzte: „Nach einer Erkältung mit mehreren Rückfällen und einem insofern mangelhaften Trainingsrhythmus ist ihre Zeit hoch einzuschätzen. Die Finalteilnahme in Leipzig bei den ,Deutschen‘ ist das erklärte Mindestziel.“

Eine vierte SCR-Läuferin wollte zumindest aufs Treppchen: Anna-Sophie Bellerich über 400 m. Mit 56,17 Sekunden war sie zwar vier Hundertstel schneller als bei den Landesmeisterschaften, dennoch habe ihr der letzte Biss gefehlt, analysierte Kuhn: „Anna-Sophie war dann auch ziemlich enttäuscht über ihren vierten Platz.“

Drei Plaketten heimsten Athleten des Ratzeburger SV ein: Nelly Schmidt (U20) holte 400-m-Bronze in 56,70 Sekunden, ebenso Teamkamerad Marlon Vieth (U20/50,38). 60-m-Hürdensprinterin Anneken Sult (RSV) zeigte sich ebenfalls in Form. Ihren neuen Hallenrekord im Vorlauf (9,03 Sek.) bestätigte sie im Frauen-Finale mit 9,05 als Dritte. Trainer Marcus Becker befand zufrieden: „Auch das war ein Lauf nach meinem Geschmack.“

Und noch einmal gab‘s Bronze für Lübecks besten Dreispringer Georg Gavrilov (LBV Phönix) mit 14,05 m. Damit war der ehrgeizige „Adlerträger“ jedoch eher nicht zufrieden, zumal er gleich drei Fehlversuche aufwies und zuvor in der Starterliste mit starken 14,54 m zu finden war. Die Weite des Männer-Siegers Louis Knüpling (14,41 m) vom TSV Asendorf lag für Gavrilov also durchaus im Bereich des Möglichen. Silber ging an Marcus May (Hamburger SV), der seine „Vorab-Meldeweite“ von 14,14 m in Hannover immerhin um vier Zentimeter übertraf.

Als schnelle Lübecker MTV- Frau sprintete Katharina Kemp (Jg. 1990) über 60 m Hürden in 9,53 Sekunden ins Finale, wo sie sich in 9,44 Sekunden allerdings mit dem siebten Rang begnügen musste.

Den U20-Kugelstoßtitel verpasste Leoni de Graaf vom VfL Oldesloe. Sie stieß außer Konkurrenz, was meist die Folge von nicht rechtzeitig abgegeben Stellplatzkarten ist. 11,65 m hätten gereicht, um Siegerin Paulina Frankenberg (Georgsmarienhütte/11,51 m) zu knacken. VfL-Kameradin Laura Westermann holte Frauen-Bronze (12,03 m).

bo

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