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Tolles Finale mit sechs Medaillen

Amsterdam Tolles Finale mit sechs Medaillen

Goldener Hattrick für Kugelstoßer David Storl, erster EM-Titel für Hindernisflitzerin Gesa Felicitas Krause - und dann auch noch Bronzeglanz.

Amsterdam. Die Ehrenrunde mit der deutschen Fahne hebt sich David Storl für die Olympischen Spiele in Rio auf. „Ich kann jetzt keine Krämpfe gebrauchen“, sagte der 25-Jährige mit einem Lachen. Zum dritten Mal gewann der Leipziger Gold bei einer EM, als erster Kugelstoßer überhaupt - doch in dieser Saison gibt es für ihn nur ein Ziel: den Olympiasieg. „Was denn sonst?“, sagte er. Die Saisonbestleistung bei der EM lässt jedoch schon einmal hoffen, zumal er selbst am besten weiß, dass es beim Saisonhöhepunkt weiter gehen wird – und muss.

Nach Bronze bei der EM 2012 und der WM 2015 in Peking schnappte sich Gesa Felicitas Krause diesmal in persönlicher Bestzeit von 9:18,85 Minuten ihren ersten ganz großen Titel. Von Gold lässt sie sich jedoch nicht blenden. „Selbst mit 9:18 bin ich noch ein Stück von der Weltspitze weg. Andere sind in Rio an der Reihe, das Rennen zu bestimmen.“ Im EM-Finale war das ihr Part. Die Sportsoldatin marschierte. Fast zehn Sekunden lag Verfolgerin Luiza Gega im Ziel zurück.

Für Medaillen-Glanz, Bronze am letzten Tag, sorgten noch zwei flotte Staffeln, Hochspringer Eike Onnen und 5000-Meter-Mann Richard Ringer. Im Endspurt haben die deutschen Leichtathleten mit sechs Medaillen noch einmal kräftig abgesahnt. Das 100-köpfige EM-Team – Durchschnittsalter 25,2 – heimste in 44 Entscheidungen 16 Medaillen ein - fünfmal Gold, viermal Silber und siebenmal Bronze. „Es hat sehr viel sehr gut funktioniert. Das war ein richtig toller emotionaler Abschluss für das ganze Team in Richtung Rio“, sagte DLV-Cheftrainer Idriss Gonschinska.

Das deutsche Sprintquartett mit Tatjana Pinto (Paderborn), Lisa Mayer (Langgöns), Gina Lückenkemper (Dortmund) und Rebekka Haase (LV Erzgebirge) musste sich nur Gastgeber Niederlande und den Britinnen geschlagen geben. „Medaille ist Medaille. Wir freuen uns alle riesig. Mal sehen, wie es in Rio ausgeht“, meinte Haase. Die Männer zogen 20 Minuten später nach: Rekordhalter Julian Reus (Wattenscheid), Sven Knipphals (Wolfsburg), Robert Hering (Leipzig) und Lucas Jakubczyk (Berlin).

Eike Onnen (Hannover) teilte sich Bronze mit dem Briten Chris Baker – beide meisterten 2,29 Meter. Es ist die erste deutsche Hochsprung-Medaille bei einer EM seit 30 Jahren, seit EM-Bronze 1986 durch Carlo Thränhardt. „Es fühlt sich super an - im fortgeschrittenen Sportleralter meine erste Medaille. Ich bin echt happy“, sagte Onnen.

Rehberg disqualifiziert

Maya Rehberg ging bei der EM das Finale über die 3000 m Hindernis mutig an, doch auf der Schlussrunde ging der 22-jährigen Segebergerin die Luft aus. Sie quälte sich in 9:52 Minuten als 13. des 15er Feldes ins Ziel.

Dann das böse Erwachen. Disqualifikation. Was sie selbst nicht überraschte: „Ich bin den Wassergraben mit viel Speed angelaufen. Zwischendrin war mein Tempo so hoch, dass ich in der Luft gemerkt habe, dass ich einer Kontrahentin in die Hacken getreten wäre. Da wollte ich nach außen ausweichen, doch da war der Wassergraben leider zu Ende.“ So wurde Rehberg wegen Nichtüberqueren des Hindernisses disqualifiziert. „Dennoch wollte ich zu Ende laufen. So richtig befreit läuft man dann nicht weiter.“ Die ehemalige Läuferin des SC Rönnau war nicht unzufrieden: „Ich habe im Finale viel gelernt.“ Heute hofft sie auf ihr Olympia-Ticket. Zwei gibt es noch. Im Dreikampf mit Jana Sussmann (schied im Vorlauf aus) und Sanaa Koubaa (lief in Kortrijk in 9:38,11 Minuten die Olympia-Norm) sollte es ihr als DM-Zweite und drittschnellste Deutsche nach Gesa Krause und Koouba sicher sein.

Isabell Teegen (SC Rönnau) beendete ihre EM-Premiere mit einem Lächeln. Im Feld der 90 Halbmarathon-Läuferinnen hatte sich die 22-Jährige aus Mözen nach Platz 63 bei der ersten Zwischenzeit nach vorn gearbeitet und kam nach 76:32 Minuten als 51. und zweitbeste Deutsche ins Ziel. Dass es in der Teamwertung nur zu Rang 14 reichte, lag so nicht an der Norddeutschen.

fs

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