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Trainer Rietentiet: Manchmal passieren ja auch Wunder

Schönberg Trainer Rietentiet: Manchmal passieren ja auch Wunder

FC Schönberg bestreitet morgen ab 14.30 Uhr im Parkstadion Neustrelitz sein neuntes Landespokalfinale, ist aber krasser Außenseiter gegen Hansa Rostock.

Schönberg. Für Axel Rietentiet ist das morgige Landespokalendspiel zwischen dem FC Schönberg und Drittligist Hansa Rostock das Highlight der Saison. Der 46-jährige Trainer des Regionalligisten aus Nordwestmecklenburg lebt in Rostock, sein Herz schlägt Blau-Weiß für Hansa, was nicht verwundert. Schließlich war der gebürtige Rostocker 18 Jahre in Diensten der Kogge. Elf Jahre als Spieler , später sieben Jahre als Trainer der Amateure. Wenn morgen um 14.30 Uhr das Finale im Neustrelitzer Parkstadion angepfiffen wird, werden zahlreiche Freundschaften aber erst einmal ruhen. Dann zählen für Rietentiet nur die Grün-Weißen aus Schönberg. Seit er den FC 95 vor gut zweieinhalb Jahren übernommen hat, geht es aufwärts. Im vergangenen Jahr stieg der Verein erstmals in die Regionalliga auf. In dieser Saison hatte seine Mannschaft bereits drei Spieltage vor Schluss den Klassenerhalt geschafft. Und am Sonnabend steht der FC Schönberg bereits zum neunten Male in einem Landespokalfinale. Auf den Weg dorthin taten sich die Maurinekicker vor allem im Halbfinale sehr schwer. Im ersten Pokal-Heimspiel nach fast 1300 Tagen gegen den Verbandsligisten MSV Pampow brauchte der Regionalligist sogar die Verlängerung, um sich am Ende mit 3:1 durchzusetzen.

Um den Traum vom Landespokalsieg wahr werden zu lassen, fordert Axel Rietentiet morgen , eine deutliche Steigerung gegenüber den vergangenen Wochen: „Wir müssen mutig nach vorne spielen, wollen uns vernünftig verkaufen.“ Dass seine Schützlinge „heiß“ sind, daran hat Schönbergs Trainer keine Zweifel. Schließlich haben zwölf Spieler der Grün-Weißen schon mal für Hansa Rostock gespielt, sind dementsprechend motiviert. Der Dittligist aus Rostock ist natürlich Favorit. „Wenn alles normal läuft“, so Rietentiet, „gewinnt Hansa das Spiel. Aber klar ist auch: Es ist nur ein Spiel, da kann viel passieren. Und manchmal passieren ja auch Wunder“, weiß Rietentiet aber auch: „Bei uns muss alles klappen. Und Hansa darf nichts hinkriegen. Nur dann haben wir eine Chance“ auf den 8. Titel. Mit sieben Cup-Siegen zählt der FC Schönberg 95 zu den erfolgreichsten Vereinen in Mecklenburg-Vorpommern. Am 13. Mai 1999 gewann der damalige Oberligist vor 1723 Zuschauern auf dem Grevesmühlener Tannenberg gegen Ligakonkurrent FC Eintracht Schwerin zum ersten Mal den DFB-Landespokal. Was danach folgte, ist eine in Deutschland einmalige Erfolgsgeschichte. Schönberg siegte im Pokal 33 Mal in Folge, holte sich den Landespokal sechs Mal hintereinander. Bis heute Rekord. Schönbergs erster Gegner im DFB-Pokal (7. August 1999) war Waldhof Mannheim (0:3), damals Zweit. heute ebenfalls Viertligist. Am 26. August 2000 war der FC Bayern München (0:4) zu Gast. Dieses Spiel stellte alles bisher Dagewesene in den Schatten. Die Kapazität des Jahnstadions wurde auf mehr als 15000 Zuschauer erweitert. Neben Einnahmen von rund 750 000 Euro brachte das „Jahrhundert-Erlebnis für die Region“ vor allem eins für den FC Schönberg 95: einen unbezahlbaren Imagegewinn, den Palmberg-Geschäftsführer und Hauptsponsor Uwe Blaumann auf Millionen beziffert.

Mit dem VfB Stuttgart (2:4), dem Hamburger SV (0:6), Borussia Mönchengladbach (0:3) und dem 1. FC Kaiserslautern (0:15) kamen weitere Bundesligisten ins Jahnstadion. Den letzten Pokalsieg feierte Schönberg 2012. Gegner in der ersten Hauptrunde war der VfL Wolfsburg (0:5). Ein Sieg morgen wäre für den FC Schönberg nicht nur aus sportlicher Sicht wichtig, sondern auch aus finanzieller. „Das würde ein Sechser im Lotto bedeuten“, sagt Rietentiet. Vor allem im Hinblick auf einen konkurrenzfähigen Kader für die nächste Saison. Für den Einzug in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals gibt es 140000 Euro plus Zuschauereinnahmen. „Das Geld würde uns natürlich insgesamt mehr Spielraum geben, auch für Neuverpflichtungen“, macht Vereinschef Wilfried Rohloff die Bedeutung des Endspiels für den nicht gerade auf Rosen gebetteten FC Schönberg 95 deutlich.

Steffen Oldörp

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