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Triple-Ultra-Triathlon – der Kampf von Kopf und Körper

Lensahn Triple-Ultra-Triathlon – der Kampf von Kopf und Körper

Der Aufbau läuft auf vollen Touren. Die Großsporthalle ist längst hergerichtet für die Pasta- Party, bei der heute Abend schon traditionell die Athleten einzeln vorgestellt werden.

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Zum Auftakt stehen heute ab 7 Uhr im Waldschwimmbad 228 Bahnen im 50-m-Becken an. Anschließend geht’s . . .

Lensahn. Der Aufbau läuft auf vollen Touren. Die Großsporthalle ist längst hergerichtet für die Pasta- Party, bei der heute Abend schon traditionell die Athleten einzeln vorgestellt werden. Cheforganisator Wolfgang Kulow kann derweil bereits um 11 Uhr beruhigt zur Wettkampfbesprechung bitten. Schließlich weiß er ein eingespieltes Helferteam von insgesamt 300 Personen um sich, das am Schützenplatz das Rondell herrichtet, das Zeitmesssystem installiert, allein 150 Meter Kabel quer über den Sportplatz legt, um einen Internet-Zugang zu sichern.

LN-Bild

Der Aufbau läuft auf vollen Touren. Die Großsporthalle ist längst hergerichtet für die Pasta- Party, bei der heute Abend schon traditionell die Athleten einzeln vorgestellt werden.

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Das entlang der Lübecker Straße unzählige Lichterketten und LED-Lampen für die nächtlichen Wettkampfstunden aufhängt oder die Pavillons aufbaut, in denen die Teams ihre Versorgungsstationen für die Athleten einrichten.

Es sind die untrüglichen Zeichen, dass im ostholsteinischen Lensahn wieder die „Triple-Ultras“ unterwegs sind. Bei der 26. Auflage sind es 34 Triathleten, die sich morgen ab 7 Uhr (Start im Waldschimmbad) im Weltcup-Rennen einem dreifachen Ironman-Triathlon stellen. Also 11,4 Kilometer schwimmen (228 Bahnen à 50 m), danach auf einem Rundkurs zwischen Lensahn und Beschendorf 540 Kilometer auf dem Rad zurücklegen (67 Runden à 8 km) und abschließend noch die dreifache Marathon-Distanz (126,6 km) laufen.

Einer von ihnen ist Sarath Manchala. Für den 26-jährigen Inder wird es die Premiere – in Lensahn und beim Triple-Ultra überhaupt. Gestern reiste er an. Mit seinem fünfköpfigen Team – und einer bemerkenswerten sportlichen Vorgeschichte: Als er 2013 nach Deutschland kam, um an der Technischen Hochschule in Karlsruhe sein Studium zu beenden, spielte er Badminton und Squash. Als Student entdeckte er das Skifahren und Stand-up-Paddling für sich. Doch schwimmen konnte er nicht.

Erst vor zwei Jahren nahm er Unterricht. Parallel begann er mit dem Rad- und Lauftraining. Noch 2015 absolvierte Manchala seinen ersten Marathon. 2016 folgte sein erster Ultra-Marathon. Im Juni startete er beim Double-Ultra-Triathlon in Emsdetten, jetzt folgt sein erster „Triple“ in Lensahn.

„Bis zu zehn Stunden in der Woche“ sind es inzwischen, die er neben seinem Job bei einem Unternehmen für Kfz-Ersatzteile in Bietigheim für seinen Sport aufbringt. „Ich habe keinen Trainer, habe mir alles selbst beigebracht und mache meine Trainingspläne selbst“, erzählt er. In Lensahn ist Manchala mit einem rein indischen Team am Start, das seine Versorgung während des für ihn voraussichtlich dreitägigen Rennens bis zum Sonntag gewährleistet. „Alles Leute, mit denen ich damals zum Studium nach Deutschland gekommen bin.“

Ankommen ist das Ziel. Fünfeinhalb Stunden plant er für die 228 Bahnen im Waldschwimmbad, hofft danach auf gutes Wetter, wenn es aufs Rad geht und er die 540 Kilometer „in 15 bis 20 Stunden schaffen“

will. Und dann kommen noch drei Marathons . . .

Wolfgang Kulow, einer der bekanntesten und erfahrendsten Extremsportler weltweit, weiß um die spezielle Herausforderung für Körper und Geist und die Unsicherheit bis zum Schluss, ob man es ins Ziel schafft: „Die Erfahrung zeigt, dass bei vielen das Schwimmen und Radfahren gut läuft, man das Gefühl hat, einen guten Tag erwischt zu haben, und dann wird’s beim laufen doch schwierig“, sagt der „Erfinder“ und Cheforganisator des Lensahner „Triple-Ultra-Triathlons“.

Spätestens ab Laufkilometer 80 müsse man dann richtig „beißen“. Der Kopf sei dann entscheidend: „Er muss es schaffen, die Anstrengung zu ignorieren“. Doch die Gefahr von Verletzungen bleibt, steigt sogar: „Der Kopf kann den Körper ins Verderben treiben“, formuliert Kulow.

Erst recht, wenn neben dem bloßen Erreichen des Ziels auch eine Platzierung oder angepeilte Zeit eine Rolle spielt. „Schon häufig waren Athleten auf dem Weg zu Topzeiten, doch dann zeigte sich, dass sie sich übernommen hatten“, erinnert Kulow an viele Versuche, den seit 2003 gültigen Weltrekord anzugreifen. Den stellte damals der Österreicher Luis Wildpanner in Lensahn auf, finishte nach 31:47:57 Stunden. In Abwesenheit von Vorjahressieger Richard Widmer (33:14:33) gilt der schnelle Este Rait Ratasepp, Vorjahreszweiter in   33:40:53 Stunden, als heißer Anwärter auf den Sieg – und vielleicht sogar den Rekord. Manchala Sarath hingegen wird trotz seiner rapiden sportlichen Entwicklung bei der Vergabe der Podiumsplätze wohl (noch) keine Rolle spielen.

 Christian Schlichting

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