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Trittaus Wiedersehen mit seinem „Mythos“

Trittau Trittaus Wiedersehen mit seinem „Mythos“

Zweiter Spieltag mit dem zweiten Teil der Neuzugänge: Nach den Debüts von Bernardo Atilano und Paul Reynolds beim 3:4 gegen Bischmisheim sind heute gegen Aufsteiger 1. BC Wipperfeld zwei weitere Neue bei Badminton-Bundesligist TSV Trittau zu sehen. Wobei einer eigentlich ein Altbekannter ist . . .

Trittau. Die vergangenen zwei Wochen hatte er Freunde in Dubai besucht. Und weil er das Flugticket schon gebucht hatte, bevor er sich mit seiner Mutter Sabina, Abteilungsleiterin und Teammanagerin beim TSV, über seine „Rückkehr nach Hause“ einigte, musste Joachim Persson am vergangenen Sonntag gegen Bischmisheim passen. Er fieberte aus 6500 Kilometern Entfernung mit – und seinem ersten Auftritt in der Heimat eine Woche länger entgegen.

LN-Bild

Zweiter Spieltag mit dem zweiten Teil der Neuzugänge: Nach den Debüts von Bernardo Atilano und Paul Reynolds beim 3:4 gegen Bischmisheim sind heute gegen Aufsteiger 1. BC Wipperfeld zwei weitere Neue bei Badminton-Bundesligist TSV Trittau zu sehen. Wobei einer eigentlich ein Altbekannter ist . . .

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Eine Rückkehr, die schon für Aufsehen sorgte in der Badminton- Bundesliga, nachdem die LN erstmals über die Pläne berichtet hatten. Nicht wenige hielten sie zunächst für einen PR-Gag. Doch heute ist es soweit: Im Vergleich mit Aufsteiger 1. BC Wipperfeld (ab 15 Uhr) schlägt Joachim Persson erstmals wieder für den TSV Trittau auf.

Nach 17 Jahren. Nach einer großen Karriere, die einst im kleinen Trittau ihren Anfang nahm. Der inzwischen 34-Jährige erinnert sich an die Anfänge in der Gymnasiumsporthalle, in der die Trittauer bis heute ihre Punktspiele austragen. „Mein Vater hatte mit Christian Barthel und dem späteren Olympiastarter und polnischen Nationaltrainer Jacek Hankiewicz zwei Zweitligaspieler aus Hamburg organisiert, bei denen ich ein- bis zweimal pro Woche zusätzlich zum Training bei Mads Kare Hansen an den Stützpunkten in Hamburg und Lübeck geschult wurde. Beinahe täglich bin ich als Knirps direkt nach der Schule laufen gegangen, habe später auch Krafttraining gemacht – und bin abends vier- bis fünfmal pro Woche zum Hallentraining, an den Wochen zu vielen Turnieren.“

Es war die Grundlage für eine beeindruckende internationale Karriere: In der U15 war der Linkshänder gemeinsam mit Marc Zwiebler das Beste, was Badminton- Deutschland zu bieten hatte. Im Jahr 2000 die Nummer eins unter Europas U17-Spielern, steuerte er am 30. August in der Lübecker Hansehalle – als gebürtiger Däne – einen Punkt zum 4:2-Sieg der deutschen U19 gegen Dänemark bei. Als U19-Einzelmeister spielte er eine Saison bei BW Wittorf, führte den Klub zum U19-DM- Titel und entschied sich danach, im Sommer 2002, für den Umzug nach Dänemark. Nationalspieler, Team- Europameister, EM-„Vize“ im Einzel, doch es gab auch Zeiten „mit vielen Aufs und Abs“. 2006, als 23-Jähriger, wurde er Vize-Weltmeister mit dem Team, spielte sich bis zum Oktober 2008 auf Position sechs der Weltrangliste und blieb zwei Jahre in den Top-Ten, ehe dauerhafte Knieprobleme ihn im Oktober 2010 zu einer OP zwangen. Und das Ausklingen seiner Karriere einläuteten.

Vor einem Jahr stieg er als Nationalcoach beim schwedischen Verband ein, ist seit August nun Honorartrainer – und muss morgen bereits wieder in Kopenhagen sein, wo er für zwei schwedische Talente ein Trainingslager organisiert hat („Dort gibt es die meisten guten Trainingspartner für sie“). So wird Persson – anders als der zweite „Neue“, der 19-jährige Engländer David Jones – beim zweiten Wochenendspiel der Trittauer am Sonntag in Mülheim nicht dabei sein.

Heute aber schlägt er in Trittau auf. Ob deshalb mehr als die zuletzt 250 Zuschauer kommen, vermag er nicht vorauszusagen. „Ich hatte meine Erfolge ja erst, als ich schon ein paar Jahre weg war, bin insofern ja eher ein Mythos in Trittau“, sagt er. Nachdem er fast ein Jahr lang kaum noch trainiert hat, erhöhte er das Pensum in den letzten Wochen deutlich – und hat doch „die Sorge, dass ich mich blamiere“. Die Bewegungsabläufe seien halt nicht mehr so selbstverständlich, sagt er. Aber: „Ich weiß, dass ich ein Wettkämpfer bin und extrem gut spielen kann, wenn meine Psycho stimuliert wird.“

Oder anders ausgedrückt: „Ohne die Angst, mich zu blamieren, würde ich mich blamieren.“

Christian Schlichting

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