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Von Titeln und Stellplatzkarten

Hannover Von Titeln und Stellplatzkarten

Bei den Norddeutschen Meisterschaften der Leichtathleten in Hannover stand das Bundesligaspiel der „96“-Fußballer einem Erfolg von Leonie de Graaf im Weg.

Hannover. Bei den Norddeutschen Hallen-Leichtathletikmeisterschaften in Hannover holten die Teilnehmer aus Schleswig-Holstein an den beiden Wettkampftagen insgesamt sieben Gold-, zwei Silber- und sechs Bronzemedaillen im Feld der 571 Aktiven. Drei Titel und fünf dritte Plätze erkämpften dabei Sportler aus dem LN-Gebiet.

Besonders erfolgreich waren die Läufer des SC Rönnau 74, die dreimal Meister wurden. Zunächst spekulierte Lasse Prüß (U20) auf einen vorderen Platz über 400 m, musste aber mit einem Handicap klarkommen. Da die Stellplatzkarte nicht rechtzeitig abgegeben worden war, bekam der Negernböteler die ungünstige Bahn 1 in einem langsamen Rennen zugeteilt. Die Hoffnungen auf den Sieg schwanden.

„Das wird mich wahrscheinlich eine Sekunde kosten“, dachte sich der 1,96 m große Langsprinter: „Bahn 1 für mich geht gar nicht.“ Mit Wut im Bauch und der Einstellung „jetzt erst recht“, lief der Gymnasiast aber besonders engagiert und war letztlich erstaunt über die guten 49,75 Sekunden. Gerechnet hatte er aufgrund der Bahnverteilung mit einer hohen 50er-Zeit.

Die Neu-Rönnauerin Ariane Ballner wollte nur drei Tage, nachdem sie beim PSD Bank Meeting über 800 m in Düsseldorf mit 2:08.78 Minuten Saisonbestzeit gelaufen war, einen weiteren Erfolg für ihren neuen Klub holen. Lange an Position drei laufend, stürmte sie in der letzten Runde nach vorn und holte den 1500-m-Sieg (4:32,93 Min.) bei den Frauen.

Das dritte Rönnauer Gold angelte sich Johanna Christine Schulz. Die Studentin lief bei den Frauen in 2:08,89 Minuten zum 800-m-Titel. Dabei musste sie auf den letzten 400 Metern das Tempo ordentlich anziehen. Coach Sören Kuhn ergänzte: „Nach einer Erkältung mit mehreren Rückfällen und einem insofern mangelhaften Trainingsrhythmus ist ihre Zeit hoch einzuschätzen. Die Finalteilnahme in Leipzig bei den Deutschen ist das erklärte Mindestziel.“

Und die Stormarner? Nachdem Bennet Vinken von der LG Reinbek/Ohe mit 1,90 m im U20-Hochsprung am ersten Tag knapp am Podest vorbei geschrammt war und Marieke Vagt (VfL Oldesloe) sich bei den Frauen über 400 m zwar um über eine Sekunde auf 63,05 Sekunden gesteigert hatte, aber doch nur Elfte wurde, ging am zweiten Tag dank Laura Westermann doch noch einmal Bronze nach Stormarn. Die 26-Jährige, die erst zu Jahresbeginn vom Hamburger SV zum VfL Oldesloe gewechselt war, sicherte sich Platz 3 bei den Frauen im Kugelstoßen mit einem besten Versuch von 12,03 m. Auf dem 6. Platz kam ihre ein Jahr jüngere VfL-Vereinskollegin Jennifer Fentroß, die mit 11,09 m hinter ihrer normalen Leistung und somit auch hinter ihren Erwartungen zurückblieb.

Sogar die beste Weite aller Konkurrentinnen im Kugelstoßen der weiblichen U20 lieferte Leonie de Graaf vom VfL Oldesloe ab. Die 19-jährige Tangstedterin konnte sich über ihre 11,64 m aber nur bedingt freuen. Zum einen „weil die Weite nicht wirklich das ist, was ich kann“. Zudem aber auch, weil sie nur außer Konkurrenz gewertet wurde. Der Grund: Sie hatte ihre Stellplatzkarte verspätet abgegeben, musste deshalb auf eine offizielle Teilnahme verzichten. „Das ist halt ein bisschen ärgerlich gelaufen, aber die Konkurrenz war eh nicht so stark, dass ich mich über einen Nord-Titel richtig gefreut hätte“, nahm‘s die Abiturientin am Norderstedter Lise-Meitner-Gymnasium gelassen — und wunderte sich auch nicht darüber, dass in anderen Fällen (wie dem von Lasse Prüß) anders verfahren worden war. Sie hatte mit ihrem Trainer Willi Studt verabredet, nicht allzu früh vor dem Wettkampf vor Ort sein zu wollen. Studt sollte die Startanmeldung rechtzeitig erledigen. Doch weil nahe des Sportleistungszentrums im Sportpark Hannover die HDI-Arena steht und dort fast zeitgleich Fußball-Bundesligist Hannover 96 gegen Mainz 05 spielte, dauerte die Parkplatzsuche bei Studt lange — zu lange. So gewann Paulina Frankenberg vom TV Georgsmarienhütte mit 11,51 m, obwohl de Graaf in ihrem vorletzten Versuch 14 Zentimeter weiter gestoßen hatte.

bo/ing

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