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Lübeck Wandtke hoch hinaus

Power-Wandern, Waldlauf, per Rad auf den Großglockner – der Lübecker Judoka Igor Wandtke trainierte für Olympia in den Bergen. Sein Ziel in Rio: eine Medaille.

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Mit dem Mountainbike auf den Großglockner: Igor Wandtke (2.v.r.) hat es nur bedingt Spaß gemacht.

Lübeck. Der Blick fällt auf Berge. Richtige. Keine Hügel wie den Bungsberg. Auch auf imposante Wasserfälle, rauschende Bäche, alles eingebettet in sattes Grün. Eine Idylle. Für drei Wochen war sie das Zuhause für Igor Wandtke, der morgendliche Gruß, wenn Lübecks Vorzeige-Judoka im österreichischen Rauris, einer 3000-Seelen-Gemeinde nahe Salzburg, das Fenster öffnete. Eine trügerische Idylle. „Wir haben hier auf 1000 Metern Höhe Kondition gekloppt, bis zum Anschlag“, berichtet der 25-Jährige. Auf der Matte? Von wegen. Per pedes auf Feld- und Wanderwegen, per „pedales“ auf der Straße.

LN-Bild

Power-Wandern, Waldlauf, per Rad auf den Großglockner – der Lübecker Judoka Igor Wandtke trainierte für Olympia in den Bergen. Sein Ziel in Rio: eine Medaille.

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Für das deutsche Judo-Nationalteam ging es dabei hoch hinaus –– mit dem Mountainbike bis auf den Großglockner, auf 2504 Meter. 90 Kilometer, sechseinhalb Stunden. „Das war kein Spaß“, berichtete Wandtke, „unser Trainer hat aus dem Auto heraus gemeint, dass das letzte Stück gemütlich werden würde. Da haben wir wohl unterschiedliche Definitionen für gemütlich.“ Neben Ausdauerläufen stand noch Wandern auf dem Plan. „Das hatte aber auch nichts mit dem Wandern zu tun, was man so kennt. Da ging es im Affenzahn auf die Zweitausender hoch und wieder runter, und am Ende nur darum, wer als Erster ankommt. Aber: Es hat richtig Spaß gemacht.“

Fit für eine Alpenüberquerung geht es für Wandtke nun von der Höhe zurück auf die Matte. Heute fliegt der 25-Jährige mit dem Nationalteam nach Budapest zum Grand Prix. Es ist der letzte Wettkampf auf dem „Road to Rio“. Das Ergebnis sei dabei nicht wichtig. „Wir starten aus dem vollen Training heraus, es geht nur noch einmal um die Abläufe, den Nervenkitzel, die Anspannung. Und ums „Abkochen“. So nennen die Judokas das Abnehmen, um auf ihr Wettkampfgewicht zu kommen. Das von Wandtke beträgt 73 Kilo. Zurück aus Österreich hatte er 79. Wenn er heute via Stuttgart in Ungarns Hauptstadt fliegt, sind es noch zwei. „Die werden zäh.“ Mit Nahrungsentzug will er 500 Gramm abnehmen, „den Rest mach ich vorm Wiegen über Wasser“.

Zurück aus Budapest geht es Schlag auf Schlag weiter. Ab nach Düsseldorf zur Feldwebel-Tauglichkeitsprüfung. Denn für ihn steht fest: Er will Sportsoldat bleiben, bis Tokio 2020 weitermachen. Ab Freitag steht dann in Castelldefels, nahe Barcelona, ein siebentägiges Randori, ein Trainingslager mit anderen Olympia-Startern, an. „Da geht es nochmal richtig zur Sache“, weiß Wandtke. Danach folgt die Olympia-Kleidung in Hannover, anschließend sieben Tage ins Trainingslager nach Kienbaum bei Berlin. Und dann kommt der 30. Juni – Abflug nach Rio. Im olympischen Fieber ist der Wahl-Hannoveraner schon jetzt. Was links und rechts passiert, das bekommt Wandtke schon lange nicht mehr richtig mit, hat es bewusst ausgeblendet. Auch wie es nach Rio mit dem Studium (Sport und Mathe auf Lehramt) weitergeht. „Das würde nur ablenken. Ich bin längst im Tunnel.“ Auf seinem Weg nach Rio schaut der „Budokaner“ auch noch zweimal in Lübeck vorbei – Kraft tanken im Familien-Umfeld, Ostsee-Spaziergang inklusive. Denn erst in Rio will er wieder hoch hinaus: „Ich will eine Medaille. Das ist eine Aufgabe, mein Ziel.“

Letzter Test vor Rio

Es ist der letzte Test vor den Olympischen Sommerspielen in Rio (Judo- Wettkämpfe vom 6. bis 12. August): Der Deutsche Judo Bund schickt zum Grand-Prix in die ungarische Hauptstadt Budapest acht seiner 13 nominierten Olympia-Kandidaten auf die Matte. Jedem Sieger winkt ein Preisgeld in Höhe von 2400 US-Dollar. Für den Grand-Prix sind insgesamt 107 Frauen und 188 Männer aus 58

Nationen gemeldet.

Jens Kürbis

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