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Zwei Tore sind zweimal zu wenig

SV Schackendorf – Oldenburger SV 2:3 Zwei Tore sind zweimal zu wenig

Schackendorf und Kisdorf verlieren Heimspiele – VfB II setzt Durchmarsch fort.

SV Schackendorf – Oldenburger SV 2:3. Ein kurioses und spannendes Spiel, bei dem sich Schiedsrichter Marcel Colmorgen (Lübeck) veranlasst sah, achtmal Gelb und eine Rote Karte zu zücken. Die Oldenburger waren spielbestimmend gegen sehr defensiv (re-)agierende Schackendorfer und hatten jede Menge Torchancen. Die Führung erzielte aber der Gastgeber , der quasi mit seiner ersten Offensivaktion zum 1:0 durch Merlen Soost (30.) kam – und eine Minute vor der Pause gar auf 2:0 erhöhte, als Maurice Uhlenbrook einen Patzer von OSV-Keeper Torben Schröder nutzte. Zwar gelang Marcel Schröder im Gegenzug noch der erste Treffer für die Gäste, OSV-Trainer Andreas Brunner wusste beim Gang in die Kabine dennoch: „Meine Jungs sind fast frustriert, weil wir die Dinger vorne nicht reingemacht und hinten auf einmal zwei bekommen haben.“

Und doch spielten sie überzeugend weiter, waren deutlich überlegen – mussten aber bis zur 75. Minute auf den Ausgleich warten, als Daniel Junge seinen 17. Saisontreffer erzielte. Danach gingen den Schackendorfern die Nerven durch. Denn als Junge den Ball aus dem Tor holen wollte, wurde er von den SVS-Spielern bedrängt, ja attakiert. Kapitän Fabian Plewka sah daraufhin die Rote Karte. In Überzahl wurde das Spiel noch einseitiger, und in der ersten Minute der Nachspielzeit traf erneut Schröder zum OSV-Sieg. „Wir hatten bestimmt 80, 85 Prozent Ballbesitz, kaum zu glauben, wie tief Schackendorf stand. Es war ein überaus verdienter Sieg – aber auch eine sehr schwere Geburt“, so Brunner.

SVS: Steputat - Steinberg (73. Schultz), T. Blunk, Plewka, Groß (90. Wenzel), Bossert, Birgül, Uhlenbrook, Braun, Soost, S. Blunk.

OSV: T. Schröder - M. Schröder, J. Müller (65. L. Brunner), Brauer (90.+4 Gutsch), Junge, Irmler, Janner, Kowski, Klukas, Boehme (56. Dumke).

SSC Phoenix Kisdorf – TSV Travemünde 2:4. „Der Platz hat keinen guten Fußball zugelassen, dennoch bin ich glücklich, dass wir das Spiel so annehmen konnten“, bilanzierte TSV-Trainer Axel Junker nach dem dritten Sieg in Folge. Travemünde startete beim Tabellenschlusslicht fulminant, führte durch Tore von Joel Denker (6.) und Michael Beckmann nach neun Minuten mit 2:0.

Die vermeintliche Vorentscheidung durch Christian Staackmann (42.) widerrief Tobias Wittke mit seinem 1:3 noch vor der Halbzeitpause (44.). Auch nach Wiederbeginn blieb Travemünde die bessere Mannschaft, Florian Kornberger traf per Strafstoß zum 1:4 (60.), der zweite SSC-Treffer durch Sebastian Priess (82.) blieb Ergebniskosmetik.

SSC: Martens - Boie, Werner, Straube (34. Priess), Schalk, Wittke, Jung (76. Straube), Schauer, Caro, Stoppel (46. Brehm), Boldt.

TSV: Müller - Kornberger, Staackmann, Kurth (72. Mielke), Beckmann, Kamke, Witt (62. Rohrbach), Gramckau, Hinz (74. Jäkel), Zeh, Denker.

BSC Brunsbüttel – VfB Lübeck 0:2. Nach dem 13 Saisonerfolg fehlen dem VfB noch zwei Siege, um eine komplette Hinrunde ohne Punktverlust absolviert zu haben. Auch beim Tabellenvorletzten war die Ausgangssituation klar. Doch der BSC hielt gegen den Ligaprimus erstaunlich gut mit, und es dauerte bis zur 44. Minute, ehe Tim Queckenstedt aus 18 Metern zum 1:0 für die VfB-Reserve traf. Erst als Furkan Kalfa in der 63. Minute den zweiten Treffer nachlegte, war die Partie entschieden – und Trainer Serkan Rinal zufrieden: „Wir haben heute über 90 Minuten immer versucht, Fußball zu spielen. Und auch wenn der letzte Pass nicht immer ankam, waren wir immer bemüht, unser Spiel durchzusetzen.“

VfB: Langer - Shalom, Akcasu, Kalfa (66. Gottschalk), Dagli, Parduhn, Weidemann (64. Burhan), Demircan, Toschka, Todt, Queckenstedt (78. Busali).

SV Eichede II – Reher-Puls 3:2. Die zuvor dreimal in Folge sieglosen Eicheder waren nach dem 1:0 von Jan Plate (11.) das bessere Team. Selbst als Andreas Tank überraschend der Ausgleich gelang (33.), blieb das Team von Paul Kujawski bei seiner Marschroute und wurde schnell belohnt, als Tom Wittig (35.) elfmeterreif gefoult wurde und den Strafstoß selbst verwandelte. Noch vor der Halbzeit erhöhte Adrian Matysik sogar zum 3:1 (44.), doch damit waren die Gäste noch nicht besiegt. Reher steigerte sich, Eichede leistete sich erneut kollektive Aussetzer.

Einen davon nutzte Lasse Dau (62.). Danach sei sein Team nervös geworden, „schließlich wollten wir nicht schon wieder Punkte abgeben“, so Kujawski, der von einem „Lernprozess“ für sein junges Team sprach „mit Rückschlägen umzugehen“.

SVE: Kersbaum - Plate, Leu, Havemann (75. Havemann), Hackbarth, Wittig, Matysik, M. Hansen (66. Brügmann), Fiedler (86. Reimers), J.-O.Hansen, Marschner.

ml/ing

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