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Pokal-Kracher auf der Lohmühle und riesen Polizeieinsatz

Lübeck Pokal-Kracher auf der Lohmühle und riesen Polizeieinsatz

In der ersten Runde des DFB-Pokals gewinnt der FC St. Pauli am Freitagabend gegen den VfB Lübeck mit 3:0. Im Anschluss an das Spiel war die Bundespolizei mit dem Hubschrauber im Einsatz. Viele Bürger waren besorgt. In der Stadt waren viele Sirenen zu hören.

Heute Abend zählt's: Gegen St. Pauli soll der Sprung in die zweite Runde des DFB-Pokals gelingen. Die Paulifans kamen aus dem Hinterausgang des Bahnhofs.

Quelle: Holger Kröger

Lübeck. Die beiden Mannschaften lieferten sich ein spannendes Spiel, das trotzdem oft nur Nebensache war. Bereits pünktlich zum Anpfiff zündeten die Lübecker Fans Pyrotechnik. Das Stadion war in eine Rauchwolke getaucht. Im gesamten Spiel wechselten sich dann die Lager ab. Es flogen Böller und die Tribünen rauchten. Nachdem bereits um kurz nach 21 Uhr das 1:0 für St. Pauli fiel, kochten beim 2:0 für die Gäste eine Stunde später die Gemüter im Lübeck-Block über: Die Fans zündeten Pyrotechnik und warfen Böller auch aufs Feld. Das Spiel wurde vorerst nicht wieder angepfiffen. Der Schiedsrichter schien abwarten zu wollen. Für das Benehmen der Fans könnte eine Strafe folgen.
Kurz vor Schluss fiel dann das 3:0. Damit zieht St. Pauli in die nächste Runde ein. Hier können Sie den Ticker zum Spiel noch einmal nachlesen

Im Lübeck-Block wurde Pyrotechnik gezündet.

Im Lübeck-Block wurde Pyrotechnik gezündet.

Quelle: Fetköter

Foto: Fetköter

13.000 Zuschauer verfolgten das mit Spannung erwartete Fußballspiel auf der Lübecker Lohmühle, unter ihnen zirka 2500 Fans der Gästemannschaft. Aus polizeilicher Sicht galt es, die Fangruppierungen der beiden Vereine zu trennen – sowohl vor, während, als auch nach dem Spiel, sagt Polizeisprecher Dierk Dürbrook. Der Polizei ist bekannt, dass zwischen den Problemfans beider Vereine ein feindschaftliches Verhältnis besteht. Bei einem unkontrollierten Aufeinandertreffen der Problemfans aus Lübeck und denen von St. Pauli wären gewalttätige Auseinandersetzungen daher nicht auszuschließen. Den aus Hamburg angereisten Fans wurde unter polizeilicher Begleitung die Möglichkeit gegeben, den Weg vom Hauptbahnhof zur Lohmühle als Gruppe und zu Fuß zu beschreiten. Nach 30 Minuten Fußweg hatten die zirka 1400 St.-Pauli-Fans das Stadion erreicht und konnten vor Ort ihre im Stadion vorgesehenen Plätze aufsuchen. Vier VfB-Fans mussten vor und während des Spieles in das Lübecker Polizeigewahrsam überführt werden, und in einigen Fällen wurden aus beiden Fangruppierungen heraus Bengalos, Signalraketen und Pyrotechnik gezündet. Nach Spielende mussten die St. Pauli-Fans noch 20 Minuten im Stadion verharren, um etwaige Auseinandersetzungen mit den Lübecker Fans zu vermeiden. Die Hamburger Fans wurden schließlich von den Polizeikräften zurück zum Bahnhof geleitet, von wo aus sie mit Bahn und Bussen ihre Rückreise antreten konnten.

Insgesamt waren bei dem Einsatz 431 Polizeibeamtinnen und –beamte eingesetzt. Ein Beamter wurde bei dem Einsatz leicht verletzt.

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