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„Gespielt wie die Urmenschen“

VfL Bad Schwartau „Gespielt wie die Urmenschen“

Schwartaus Handballer verlieren Nordderby gegen Rostock 19:23 – vor der Rekordkulisse von 2274 Zuschauern – schwache Offensive: nur 4 Tore in 24 Minuten nach der Pause

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Endstation Kominek: Der Tschechen-Keeper im Empor-Tor kaufte den VfL-Werfern (im Bild Martin Waschul) 18 Bälle ab.

Quelle: Felix König

Lübeck. Da war nur noch Leere. Jan Schult sackte zusammen, Thees Glabisch verbarg seine Enttäuschung unterm Trikot. Und Dennis Klockmann stand eine Mischung aus Frust und Wut ins Gesicht geschrieben. „19 Tore, zu Hause, vor der Riesenkulisse. Ich bin so unfassbar sauer, vor allem über das Wie“, gestand der Keeper. Auch Käptn Martin Waschul war richtig angefressen, ging mit den Seinen hart ins Gericht: „Wir haben gespielt wie die Urmenschen, katastrophal, kein Aufbäumen, nichts.“ Schwartaus Handballer mussten nach 2431 Tagen, dem 2. September 2009, gegen den HC Empor Rostock wieder eine Heimniederlage hinnehmen – 19:23 (12:12). Und das vor der Rekordkulisse in dieser Saison – 2274 Zuschauern. Ausverkauft!

„Freitagabend, Derby, volles Haus, geil“, hatte sich Trainer Torge Greve auf das Ostsee-Duell gefreut. Doch er hatte nach dem 2:1 (4.), der einzigen Führung, nicht mehr viel zu lachen. Denn Rostock stellte sein Team mit einer variablen, sehr offensiven Deckung immer wieder vor Rätsel. Mal 5:1, 4:2, sogar 3:3 deckend, Hansen & Co. sogar schon an der Mittellinie erwartend, verzettelte sich Schwartaus Offensive. Ohne zündende Ideen, ohne Druck, ohne Bewegung. Schwartaus Angriff fand kein probates Mittel, um die Empor-Wand zur durchbrechen. Die Folge: Ballverluste, Zeitspiel, Notwürfe. Ins Bild passten auch zwei verworfene Siebenmeter (Glabisch, Wischniewski), auch ein vergebener Hansen-Tempogegenstoß. In Zahlen: 5:9 nach 17 Minuten. „Was für ein Gewürge, Standhandball“, stellte Waschul fest.

Greve nahm früh Auszeit, zeigte auf der Bank Oliver Milde und Daniel Pankofer immer wieder, wie und wo sie in die Lücken stoßen sollten. Rickard Akerman, der oft gescholtene Schwede, machte es vor, traf dreimal. Da auch „Torfabrik“Jan Schult seine Urgewalt ins Spiel brachte (trockener Stemmer zum 8:10, Sprungwürfe) und die Abwehr besser stand, robbte sich der VfL ran. 12:12 zur Pause – das war die gute Nachricht.

Und blieb es auch. Denn was in den zweiten 30 Minuten offensiv folgte, war ein Offenbarungseid. Vier Tore in 24 Minuten. „Wir haben gegen die komische Abwehr, gegen die Manndeckung über 60 Minuten keine Lösungen gefunden“, stellte Schult ernüchtert fest. Milde, Pankofer, Akerman, die Namen waren austauschbar, keiner gewann Zweikämpfe. Rostock, frischer, beweglicher, traf sogar in Unterzahl, und das mehrfach (Gruszka zum 16:13/39.). Schwartau konnte die Bremse im Kopf nicht lösen, warf Bälle weg oder scheiterte am überragenden Empor-Tschechen im Tor, Jan Kominek (18 Paraden). Als Schult und Wischniewski frei verwarfen, Empor-Riese Pechstein zum 21:16 (55.) traf, war das VfL-Feuer in der „Hansehölle“ erloschen, stimmten die 100 mitgereisten Empor-Fans ein „Auswärts-sieg“ an.

Von Jens Kürbis

Die Statistik zum Spiel

VfL Bad Schwartau:   Klockmann (1. - 60./9 Paraden), Mallwitz – Glabisch 6/5, Milde 3, Franke, Akerman 4, Hansen, Ranke, Waschul 1, Schult 3, Pankofer 2, Fuchs, Wischniewski, Schlichting, Hanisch.

Empor Rostock: Kominek 1 Tor (1.- 60./18 Paraden), Malitz (ein Siebenmeter) – Becvar 4, Meuser, Dethloff, Heil, Gruszka 3/1, Flödl 5, Papadopoulos 4/2, Lux 1, Zemlin 1, Trupp, Pechtsein 4, J. Porath.

Siebenmeter: (Glabisch, Wischniewski scheitern an Kominek) - 3/3. Zeitstrafen: 4 - 3.Spielfilm: 2:1 (4.), 3:7 (12.), 5:9 (17.), 8:11 (24.), 11:12 (29.), 12:12 (HZ) – 12:14 (32.), 13:16 (39.), 14:18 (44.), 15:20 (49.), 18:21 (58.), 19:23 (Ende).Schlusswort Waschul: „Rostock war galliger, wollte den Sieg mehr. So geht Abstiegskampf. Wir denken wohl, dass wir den Klassenerhalt schon im Sack haben.“

 

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