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Großer Handball-Tag für Mini-Mix

Eutin Großer Handball-Tag für Mini-Mix

Bei der HSG Holsteinische Schweiz erlebten die jüngsten Talente ein Training mit den VfLern Marino Mallwitz und Marius Fuchs.

Eutin. „Moin. Ihr wisst ja, heute ist ein besonderer Tag. Ich halte mich ganz zurück, passt gut auf. Und viel Spaß.“ Mehr muss Steffen Schulz nicht sagen.

Schließlich wissen alle längst Bescheid, fiebern seit Tagen diesem Nachmittag entgegen. Und nicht nur Mads Marquardt ist „schon den ganzen Tag super aufgeregt“, wie seine Mutter Kerstin verrät. Er war mit seiner Bewerbung bei der LN-Weihnachtsaktion „Das besondere Geschenk“ ausgelost worden und hatte so allen Mini-Mix- Handballern der HSG Holsteinische Schweiz diesen Nachmittag beschert.

Für Reporterfragen hat der siebenjährige Wirbelwind jetzt aber keine Zeit, schließlich will auch er jeden Moment miterleben mit Marino Mallwitz und Marius Fuchs, den Zweitliga-Handballern vom VfL Bad Schwartau. Damit Mads‘ Wunschspieler dabei sein können, beginnt das Training später als üblich. „Marino konnte nicht früher, er schreibt nächste Woche Abi, kommt jetzt direkt von der Schule“, verrät Fuchs, Fern-Student mit einer „freien Zeiteinteilung“.

Eine kurze Ansprache, und los geht‘s. Schon bei den Koordinationsübungen in zwei Gruppen wird deutlich, wie groß die Bandbreite unter den heute 30 Kindern ist, die in Mini-Mix I und II spielen. „Der Zulauf in den letzten Monaten ist riesig. Die EM, der Titelgewinn und die Verbandskampagne mit HVSH-Stundenplan und dem Slogan ,Der Europameister lädt dich zum Training ein‘ hat einen weiteren Zulauf gebracht“, berichtet Schulz (20), seit vier Jahren Trainer in Eutin.

Die Kids sind inzwischen bei Übungen mit Torabschluss. Fuchs, seit seiner Zeit als FSJler beim TV Großwallstadt auch C-Lizenz-Trainer, steht in der Mitte seiner Spielfeldhälfte, je acht Kids an beiden Spielfeldecken, gut 15 Meter entfernt. Und obwohl der VfL-Kreisläufer die nächste Übung nur leicht über Zimmerlautstärke ansagt, hören alle aufmerksam zu. „Das wünscht man sich so bei jedem Training“, stellt HSG-Trainer Schulz ein wenig neidisch fest, der mittwochs regelmäßig mit mehr als 20 Kindern trainiert und dann „froh über Hilfe einiger Eltern“ ist.

Das Freitagstraining in Malente leitet Martin Fürst, selbst Spieler der HSG-Männer in der Landesliga und Vater von Nick (9), der auf der anderen Spielfeldhälfte in der Gruppe von Marino Mallwitz beweist, dass Handball-Gene vererbbar sind. Einfache Abläufe wie in der Aufwärmphase der Großen, Doppelpass mit Torwart und Trainer — auch die übrigen Sechs- bis Neunjährigen sind konzentriert bei der Sache. Und ihr Ehrgeiz steigert sich noch, als plötzlich „der Marino“ im Tor steht und die Chance da ist, gegen einen Zweitliga-Torwart zu treffen. Da rutscht Paolo (8) nach einer missglückten Aktion schon mal ein „Scheiße“ heraus. Bei Ruven (9) — der erst seit Dezember dabei ist und vor kurzem keinen größeren Geburtstagswunsch hatte als ein „Bad-Boys-Trikot“ der EM-Helden — schmerzen indes die Knie nach einem Sturz auf den Hallenboden viel weniger als an anderen Tagen.

Ein Abschlussspiel, danach eine Fragerunde im Mittelkreis, bei der sich die VfLer gegenseitig aus der Bredouille helfen, wenn Fuchs gefragt wird, ob er schon mal einen Siebenmeter verworfen hat, und Mallwitz beantworten soll, wer der beste Torwart in seiner Mannschaft ist. Und die auch zugeben, dass es „natürlich auch mal vorkommt, dass man sich streitet, wenn man jeden Tag miteinander trainiert“. Dann nehmen sich die beiden nach 90 Minuten Training auch noch die Zeit für Autogramme: auf Trikots und Hosen, aber auch Schuhe, Sporttaschen, Rucksäcke werden aus der Umkleidekabine geholt.

Und schließlich findet auch Mads Zeit, kurz über „Das besondere Geschenk“ zu sprechen: „Es war alles richtig gut, aber am besten war das Abschlusspiel. Und Marino und Marius sind echt richtig nett.“

Die so Gelobten machen sich schließlich doch auf den Weg zurück nach Lübeck — vom HSG-Training direkt zum VfL-Training. „Das hat riesig Spaß gemacht mit den Kids“, sagt Fuchs, und Mallwitz ergänzt ohne jede Eile und bemerkenswert entspannt: „Fürs Abi lernen muss ich dann eben heute Abend.“

Von Christian Schlichting

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