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Nächste Attacke auf die „Blacklist“

Lübeck Nächste Attacke auf die „Blacklist“

Der VfL Bad Schwartau spielt heute in Wilhelmshaven. Fünf Siege in Folge, beste Abwehr der Liga, drei schwarze Serien (in Emsdetten, Ferndorf und Aue) beendet – der VfL hat einen Lauf. Gelingt jetzt auch der erste Zweitliga-Sieg am Jadebusen nach sechs Jahren?

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Nicht zu stoppen: Abwehrchef Martin Waschul schaltet sich – wie im Spiel gegen Rostock – immer häufiger in den Angriff ein, erzielte bereits neun Tore. Heute will er erstmals mit dem VfL in Wilhelmshaven gewinnen. FOTO: FELIX KÖNIG

Lübeck. Ab in den Bus und los. In drei Gruppen aufgeteilt, wurde die ahnungslose Mannschaft irgendwo in der Einöde Frieslands ausgesetzt. Ohne Geld und Handy mussten die Gruppen anhand einer Karte Aufgaben lösen und so den gut 30 Kilometer langen Rückweg finden. Geocaching als Teambuilding. Das hatte sich Wilhelmshavens Coach Christian Köhrmann – die A-Lizenz zum Trainieren gerade frisch in der Tasche – in der Vorbereitung ausgedacht. „Damit die Jungs noch besser zusammenhalten.“

Da wusste er noch nicht, dass das Wir-Gefühl beim Wilhelmshavener HV jetzt besonders gefragt ist. Denn nach Platz fünf in der vergangenen Saison ist das zweite Jahr nach der Rückkehr in die 2. Liga für die Handballer vom Jadebusen alles andere als gut angelaufen. Fünf Heimpleiten in sechs Spielen, nur vier magere Pünktchen insgesamt, Tabellenvorletzter. Und heute kommt mit dem VfL Bad Schwartau eine der Mannschaften der Stunde der 2. Liga.

„Gewonnen habe ich mit Schwartau da noch nie." VfL-Käptn Martin Waschul über Spiele in Wilhelmshaven

Fünf Siege in Folge, beste Abwehr der Liga (22,83 Gegentore im Schnitt), drei schwarze Serien (in Emsdetten, Ferndorf und Aue) beendet – der VfL hat einen Lauf. „Die Stimmung im Team ist großartig“, sagt Käptn Martin Waschul, der mit seiner Truppe jetzt an der Nordsee den Erfolgshunger stillen will. Da, wo der 28-Jährige bis 2012 drei Jahre selbst gespielt und viele Freunde gefunden hat. Nur:

„Gewonnen habe ich mit Schwartau da noch nie.“ Der letzte Zweitligasieg in Wilhelmshaven, das 35:32, ist auch schon mehr als sechs Jahre her. „Es wird Zeit“, sagt Waschul und will sich mit seinen Jungs weiter an der „Blacklist“, der schwarzen Liste, abarbeiten. Jetzt soll die nächste Serie gestoppt werden.

Doch was macht es so schwierig, in der Nordfrost-Arena zu gewinnen? „Das ist eine eingespielte Truppe. Sie haben den fünftbesten Angriff“, weiß Waschul. 27 Mal trifft der WHV im Schnitt pro Partie (Schwartau: 25,66). Er weiß: „Wir dürfen sie nicht ins Laufen kommen lassen.“ Doch Waschul setzt dabei auf die eigenen Team-Qualitäten: das geduldige Angriffsspiel, die Beton-Abwehr mit Keeper-Krake Klockmann.

Darauf setzt auch Trainer Torge Greve, der seinem Team gestern frei gab, mit seinem Jungen vor der Haustür in Altenholz einen anderen sportlichen Blickwinkel suchte. „Wir haben uns Kreisliga-Fußball angeschaut.“ Mal raus aus der Dauerschleife Handball. Heute, wenn der VfL-Bus um 11 Uhr vom „Hof“ rollt, ist er wieder drin.

Auch Greve hat Respekt vor der Torfabrik Wilhelmshaven. „Die haben Jungs im Rückraum, die können Spiele allein entscheiden, treffen auch mal zweistellig.“ Damit meint er vor allem Tobias Schwolow (61 Treffer bisher) und Rene Drechsler (65), die zusammen bisher mehr als ein Drittel der WHV-Tore erzielten. Linkshand Drechsler ist der Star im Team, wurde in der vergangenen Saison von den Trainern und Managern der 21 Zweitligisten zum „Spieler der Saison“ gewählt.

Greve ist sich sicher: „Wilhelmshaven gehört in der Tabelle nicht da unten rein. Das wird ein ähnliches Spiel wie in Aue. Auch da müssen wir richtig gegenhalten.“ Und das in einer hitzigen Atmosphäre. Die mehr als 1000 Fans heizen die Nordfrost-Arena stets ordentlich an. Doch auch Greve setzt auf das gewachsene Selbstbewusstsein, das Wir-Gefühl seiner Jungs: „Wenn Milde, Hansen, einfach alle, da anknüpfen, wo sie zuletzt aufgehört haben, ist mir überhaupt nicht bange. Dann muss man uns erst einmal stoppen.“

 Jens Kürbis

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