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Nordderby in der„Hansehölle“

Lübeck Nordderby in der„Hansehölle“

Schwartaus Zweitliga-Handballer erwarten heute mehr als 2000 Fans zum Spiel gegen Rostock — Empor steckt im Abstiegskampf, zittert um Lizenz und Personal.

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HC Empor Rostock siegt gegen den Abstieg: 23:19 bei Bad Schwartau

War beim 30:23-Sieg in der vergangenen Saison einer der Matchwinner: Oliver Milde (5 Treffer).

Quelle: König

Lübeck. Rostock kommt. Bei Schwartau-Chef Michael Friedrichs sorgt der Satz für leuchtende Augen, garantiert er doch eine proppevolle Hansehalle, einen Rekord-Umsatz, ein packendes Spiel und zwei Punkte. 2270 Zuschauer feierten in der vergangenen Saison so ein 30:23, 2204 im Spieljahr davor einen 35:31-Sieg. „Empor liegt uns“, ist Jan Schult überzeugt. Wohlwissend, dass die Gäste im Ostsee-Duell seit dem VfL-Aufstieg 2008 erst einmal in Lübeck punkten konnten (34:33 im September 2009). Auch heute rechnen Schult und Friedrichs wieder mit deutlich mehr als 2000 Fans: „Rostock ist in der Saison immer der Knaller.“ Zwei Traditionsvereine, viele mitreisende Fans, Spieler, die in beiden Vereinen wirkten, der Kampf West gegen Ost und die nur eine Fahrstunde, die beide „Wohnzimmer“ trennt — diese Facetten machen den Reiz des Nordderbys seit den 1990ern aus, machen die schmucklose Halle zur „Hansehölle“.

Das wird heute nicht anders sein. VfL-Trainer Torge Greve hat im Training eine besondere Vorfreude ausgemacht. „Man spürt, alle haben Bock auf das Spiel. Freitagabend, eine volle Hütte, das ist doch geil.“ Wenn seine zwei Wackelkandidaten, Antonio Metzner und Daniel Pankofer (Grippe), fit sind, hat Greve erstmals in dieser Saison die Qual der Wahl aus 18 Spielern. Denn auch „Torfabrik“

Schult will die Arbeit wieder aufnehmen. Seine Wadenverletzung ist vier Wochen her. „Die Pause war nötig, aber jetzt geht alles. Für ein paar Minuten wird es reichen.“

Empor Rostock. Von den Glanzseiten als ehemaliger Europapokalsieger, die Co-Trainer Jürgen Rohde noch mitgeprägt hat, ist der Klub im 60. Jubiläumsjahr weit weg. Seitdem zwei Top-Sponsoren (OSPA und EEW) ihr Engagement drastisch nach unten gefahren haben, mangelt es an zahlungskräftigen Partnern. In der Liga um den Klassenerhalt kämpfend, nur drei Punkte vom ersten Abstiegsrang weg, sind die einst hochtrabenden Pläne von einer neuen 2500-Mann- Arena, einem Etat von zwei Millionen Euro und der Rückkehr in die 1. Liga der Ernüchterung gewichen. Die neue Lizenz steht auf der Kippe. Empor muss bis zum 4. Mai nachbessern. Dem Vernehmen nach fehlt eine Bürgschaft über 250000 Euro. Und es fehlt Personal: Mit Roman Becvar (DHfK Leipzig), Marc Pechstein (Aue), Kenij Hövels und Trainer Aaron Ziercke (TuS N-Lübbecke) stehen die ersten Abgänge fest. Griechen-Außen Vyron Papadopoulos kann nur bleiben, wenn er auf Gehalt verzichtet. Tschechen-Keeper Jan Kominek muss wohl gehen. Er ist zu teuer.

Rostock — ein dankbarer Gegner? „Im Gegenteil“, sagt Greve, „die sind unangenehm. Aufgrund ihrer unorthodoxen Spielweise sind sie unberechenbar.“ Schult machen diese Spiele aber stets Spaß. Außerdem ist der VfL mit einem Polster von sechs Punkten auch noch nicht am rettenden Ufer. „Vier Zähler brauchen wir aus den letzten sechs Spielen schon noch, um es klar zu machen. Es sollten bei der Konkurrenz aber schon ein paar mehr drin sein“, sagt Schult. Dass Rostock drin bleibt, wünscht er sich aber: „Kurze Reise, tolle Derbys, wenn das wegfiele wäre das sehr, sehr ärgerlich.“

VfL Bad Schwartau - HCE Rostock

Anwurf: Heute, 19.30 Uhr, Hansehalle Lübeck.

Tickets: 1800 bisher verkauft; Abendkasse: ab 18 Uhr.

Hinspiel: Rostock - VfL 20:24

Bisherige Begegnungen: 15 Pflichtspiele seit 2008; 9 VfL-Siege, 1 Remis, 5 Niederlagen; einzige VfL-Heimniederlage gegen Rostock 2009 (33:34)

Info Rostock: Platz 15; 27:43-Zähler; Auswärtsbilanz: 18 Spiele, 4 Siege in Essen, Saarlouis, Emsdetten, Nordhorn, 1 Remis in Dormagen; bester Werfer: Linksaußen Vyron Papadopoulos 174 Tore (Nr. 8 der 2. Liga);

Aktionen: Nordderby-Party nach dem Spiel im Foyer (bis 0 Uhr), O2-Gewinnspiel; Fotowand, Glücksrad, Einlage der TuS-Lübeck-Cheerleader in der Halbzeitpause

Einlaufteams: SV Fehmarn (männliche E), GHG Hahnheide (männliche E), TuS Lübeck Cheerleader

Von Jens Kürbis

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