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31:28 — denkwürdiger VfL-Sieg

Aschaffenburg 31:28 — denkwürdiger VfL-Sieg

Einem Blackout folgte ein Sturmlauf: Schwartaus Handballer lagen in Großwallstadt schon mit 2:11 zurück und gewannen doch noch.

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Aschaffenburg. Was für ein Spiel. Was für zwei Halbzeiten. Was für eine Schwartauer Auferstehung. Experten, die 40 Jahre den Großwallstädter Handball verfolgen, hatten so etwas noch nicht erlebt. Auch nicht die nur 1000 Zuschauer in der spärlich gefüllten Unterfrankenhalle. Sie schauten paralysiert, wie sich die Schwartauer in die Arme fielen, abklatschten und tanzten. Sie hatten eine Partie gedreht, die nach 15 Minuten eigentlich schon verloren war und sind jetzt Tabellenzweiter. „Das ist so geil, das ist kaum zu glauben. Wir genießen jetzt einfach den Augenblick“, freute sich Kapitän Martin Waschul. Selbst Trainer Torge Greve war baff: „Wow, die Jungs haben eine unglaubliche Moral gezeigt.“

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Mit neun Toren erneut bester Schwartauer Werfer beim Sieg in Aschaffenburg: Dennis Tretow.

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Der Reihe nach: 80 Sekunden waren gespielt, als Dennis Tretow den Aschaffenburger Torreigen an diesem denkwürdigen Abend eröffnete. Nur: Was danach folgte, fällt in die Rubrik unerklärlich. Vorn bissen sich Schult, Podpolinski, Schliedermann und Tretow an Großwallstadts Keeper Lenz (elf abgewehrte Bälle bis zur Pause) den Zahn aus. 5:1-Abwehr, Torwartwechsel, Auszeit — nichts half.

Großwallstadt enteilte mit einem 9:0-Lauf. Es dauerte bis zur 14. Minute, bis Tretow die Torflaute beendete. 2:9, kurz danach 2:11 — die Partie war abgehakt. „Wir haben vorn überhastet abgeschlossen, sind in die Konterfalle gelaufen“, erklärte Greve, glaubte aber an die Wende: „Wir waren nicht schlechter, nur inkonsequent. Wir hatten ja Chancen.“

Die Schwartauer spielten nun mit, packten in der Abwehr zu, trafen vorn. Doch es hieß zur Pause: 9:15. Was sollte da noch passieren? Das dachten wohl auch die Wallstädter. Greve nicht: „Ich habe den Jungs gesagt, dass wir jetzt im Spiel sind, der TVG nicht mehr dominiert, wir noch 30 Minuten Zeit haben, dass sie ruhig bleiben sollten.“ Es half. Tretow & Co. kamen wie verwandelt aus der Kabine. So als ob ihnen Miraculix einen Zaubertrank verabreicht hätte. Plötzlich traf Schult aus allen Lagen, war die auf 6:0 umgestellte Abwehr uneinnehmbar wie Fort Knox, avancierte Noel zum Riesen-Rückhalt (10 abgewehrte Bälle nach der Pause), hatte Tretow weiter einen Super-Lauf. Und: Greve zog einen Joker aus dem Ärmel, brachte auf der rechten Außenbahn Finn Kretschmer. Und der 19-Jährige drehte im Bruder-Fernduell (Nils stand auf dem Spielprotokoll, saß aber verletzt hinter der Bande) richtig auf, erzielte fünf Tore, wichtige Tore. Den Ausgleich zum 22:22 (48.), die erste Zwei-Tore-Führung (24:22/ 50.). Großwallstadt ging im Schwartauer Sturmlauf mit 22 Toren nach der Pause unter. Bezeichnend: Keeper Lenz bekam keinen Ball mehr zu fassen. Der VfL steckte sogar eine Rote Karte gegen Schult (54./Schlag gegen Lopez) weg.

Die letzten Hoffnungen des Erstliga-Absteigers machte Christian Schwarz zunichte. Erst sorgte er für das 29:27, 32 Sekunden vor dem Ende für das 30:28. Und als der Kreisläufer aus 15 Metern den Ball schließlich in den Winkel hämmerte, war es der würdige Abschluss eines denkwürdigen Spiels. Schlusswort Waschul: „Nach den hängenden Köpfen haben wir uns reingebissen. Dieser Kampfgeist zeichnet diese Truppe aus.“

Die Statistik zum Spiel
TV Großwallstadt: Lenz, Putera — Spatz 10/5, Fridgeirsson, Henkel, Eisenträger 1, Romero 5, Holst 1, Jakobsson, Kajic, Stark, Arnaud, Pomeranz 6, Kohlbacher 5, N. Kretschmer.

VfL Bad Schwartau: Panzer, Noel (ab 8.) — Glabisch, Schwarz 6, Podpolinski 4, Reiter, Fritsch, Waschul, Schult 6, Tretow 9/4, F. Kretschmer 5, Schliedermann 1, Quade.

Siebenmeter: 6/5 - 4/4.

Zeitstrafen: 2 - 3 plus Rote Karte gegen Schult (54.),

Spielfilm Großwallstadt - Schwartau: 0:1 (2.), 5:1 (7.), 9:1 (13.), 11:2 (17.), 12:5 (21.), 14:6 (25.), 15:8 (29.) 15:9 (HZ) — 16:10 (34.), 19:14 (40.), 20:16 (42.), 20:19 (46.), 22:20 (48.), 22:22 (49.), 22:23 (50.), 24:26 (54.), 26:28 (56.), 28:31 (Ende).

peppi/jek

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