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34:20 - VfL-Power überrollt Wilhelmshaven

VfL Lübeck-Schwartau 34:20 - VfL-Power überrollt Wilhelmshaven

Schwartaus Handballer sind eine der Gewinner des Doppelspieltages der 2. Bundesliga. Nur 45 Stunden nach dem bärenstarken 26:26 in Nordhorn, bezwang der VfL Lübeck-Schwartau vor 1987 begeisterten Zuschauern den Wilhelmshavener HV mit 34:20 (13:8), übertraf dabei mit Offensiv-Power erstmals die 30-Tore-Marke und bleibt Tabellenvierter.

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Tim Claasen (Nr. 28, VfL Bad Schwartau) gegen Evgeny Vorontsov (Nr. 17, Wilhelmshavener HV) und Janik Koehler (Nr. 23, Wilhelmshavener HV). 

Quelle: 54°

Lübeck. „Das war ein deutliches Zeichen an die Fans, dass das Rimpar-Spiel ein Ausrutscher war. Wiedergutmachung gelungen“, freute sich Keeper Dennis Klockmann.

Doch der VfL begann nervös. Wilhelmshaven, beflügelt vom guten Spiel gegen den Liga-Primus Bergischer HC (26:27), legte ein 4:0 (6.) vor. Als Tim Claasen auch noch per Siebenmeter am guten WHV-Keeper Dennis Doden scheiterte, fühlten sich viele Fans an das Rimpar-Spiel, an die Nichts-geht-mehr-Schlussphase erinnert. Doch die Schwartauer, die in der Startsieben im Rückraum auf das Trio Jan Schult, Tim Claasen und Rickard Akerman setzten, legten die Verunsicherung wie einen alten Mantel ab. Als Schult (trotz Erkältung und Bandanriss im Fuß) nach 6:34 Minuten zum 1:4 traf, war es das Signal zur Attacke. „In den ersten Minuten waren wir geistig noch nicht ganz da, vielleicht auch etwas nervös, weil wir es besonders gut machen wollten“, erklärte der erkältete Schult, der nach 20 Minuten auf der Bank Platz nahm: „Die Luft hat gerade so gereicht.“

Der VfL startete eine furiose Aufholjagd. Der Trumpf: die Abwehr mit einem erneut überragenden Rückhalt Dennis Klockmann zwischen den Pfosten (13 Paraden). Komplett in schwarz gewandet, krallte sich der 2,10-Meter-Riese wie ein Panther Ball um Ball. Das Erfolgsrezept: simpel wie erfolgreich. Ballgewinn in der Abwehr, Tempogegenstoß, wahlweise auch zweite Welle. Wilhelmshaven wurde regelrecht überrollt. Als Sebastian Damm den Ball zum 5:4 (11.), der ersten Führung im Netz versenkte, spielte Hallen-DJ Volker Nagel „Wieder alles im Griff“.

Es wurde noch besser: Offensiv drehte der VfL weiter auf. Auffällig: Schweden-Import Akerman. Gegen Nordhorn von Trainer Torge Greve geschont, sprühte der Linkshänder vor Spiel- und Torlaune, ging auf die Nahtstellen, traf aus dem Rückraum. Eine Belebung. Gepaart mit der Klasse von Spielmacher Claasen, der das Spiel flott machte, der unheimlichen Wucht von Schult und später auch der von „Wurfmaschine“ Oliver Milde (ab 20. Minute/10 Würfe/7 Tore) diktierte, dominierte der VfL.

Das Prunkstück blieb aber die Defensive. An der VfL-Wand, an Panther Klockmann kam Wilhelmshaven 13 Minuten nicht vorbei. Die WHV-Angriffe prallten wie an einer Gummiwand ab. „Wir haben uns in der Abwehr die Sicherheit für den Angriff geholt, wie in Nordhorn“, befand Fynn Ranke.

 

Die Statistik

VfL Lübeck-Schwartau: Klockmann (1. - 52./13 Paraden), Mallwitz (ab 52./1) – Glabisch 3, Milde 7, Lauenroth 1/1, Podpolinski, Akerman 5, Hansen 2, Ranke 2, Schult 3, Damm 5/4, Köhler 4, Claasen, Schlichting, Bruhn, Metzner 2.

Wilhelmshavener HV: Doden (1. - 51./12) , Lüpke (ab 51./1) - Velde, Maas 1, Lehmann, Smits 2, Postel 3, Vorontsov 5, J. Köhler 1, Kozul 2, Schwolow 6/2.

Siebenmeter: 7/5 (Claasen und Glabisch scheitern an Doden) - 5/2 (Smits und Vorontsov scheitern an Klockmann, Schwolow trifft die Latte).

Zweiminuten: 1 - 4.

SR.: Fedtke/Wienrich

Z.: 1987

Beste Spieler: Klockmann, Akerman (1.HZ), St. Köhler, Milde – Doden, Vorontsov.

Spielfilm: 0:4 (6.), 8:4 (17.), 9:5 (21.), 12:7 (28.), 13:8 (Pause) – 14:10 (35.), 18:10 (40.), 22:14 (47.), 25:15 (50.), 27:15 (53.), 34:20 (Ende).

Schwartau zog so mit acht Treffern in Folge auf 8:4 (17.), auf 12:7 (28.) weg. Zur Pause lag der VfL 13:8 vorn. Die Statistik dahinter: Schult & Co. hatten fast 50 Prozent Wurfeffektivität im Angriff, Wilhelmshaven unterirdische 34 Prozent. Auch ein Verdienst von Klockmann, der zur Halbzeit bereits 12 Bälle pariert hatte, darunter zwei Siebenmeter und etliche „Hundertprozentige“.

Weiter, immer weiter. Das war das Motto nach Wiederanpfiff. Mit frischen Kräften im Rückraum, Markus Hansen (für Claasen) und Antonio Metzner (für Akerman), drückte der VfL auf die Tempotube. „Die Abwehr war zwar nicht so aufmerksam, aber offensiv waren wir diesmal nicht zu halten“, freute sich Klockmann, dass erstmals die 30-Tore-Marke übertroffen wurde.

Nach 40 Minuten, nach Sebastian Damms Siebenmeter, war Schwartau erstmals mit acht Treffern enteilt (20:12), nach 50 Minuten, nach Thees Glabischs Doppelschlag ins verwaiste WHV-Tor mit zehn Treffern (25:15). Als der gute Steffen Köhler, der nicht nur ob seiner vier Treffer das Duell mit seinem Zwilling Janik gewonnen hatte, und erneut Glabisch auf 30:17 (56.) erhöhten, wurde es ein Schaulaufen. Die Partie war längst entschieden. Es wurde der höchste Sieg über Wilhelmshaven in der 2. Liga.

Schlusswort Schult: „Man hat gemerkt, dass Wilhelmshaven nur mit elf Spielern da war, wir dagegen mit frischen Kräften gespielt haben. Sie waren Mitte der zweiten Halbzeit platt. Die Abwehr und Klocki waren aber auch Bombe. So macht es Spaß.“ Und der soll weitergehen - am kommenden Samstag (18. November) in Emsdetten.

Jens Kürbis

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