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EHC Timmendorf Beach Boys begeistern mit „Herz und Charakter“
Sportbuzzer EHC Timmendorf Beach Boys begeistern mit „Herz und Charakter“
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22:30 21.10.2017
Timmendorfs Goalie Jordi Buchholz war der Matchwinner. Mit 40 abgewehrten Schüssen hielt der 23-Jährige den ersten Heimsieg fest. Quelle: Foto: Garve/54°

Als in der Overtime gut 25 Sekunden gespielt waren, sich der erneut starke Petr Gulda die Hartgummischeibe schnappte, die Sachsen-Defensive vernaschte und den Puck in die Leipziger Maschen chippte, gab es im Timmendorfer „Eistempel“ kein Halten mehr. Nach fünf EHCT-Pleiten in Folge hatten die Beach Boys für die Sensation des Spieltages gesorgt, den Tabellenführer aus Leipzig gestürzt.

Den Spitzenreiter entthront, die eigene Negativserie gestoppt, die Fans mit dem ersten Heimsieg der Oberliga-Saison versöhnt – die Eishockey-Welt beim EHC Timmendorfer Strand ist nach dem überraschenden 4:3 (1:0, 1:1, 1:2, 1:0) nach Verlängerung über Leipzig wieder in Ordnung.

„Super Leistung!“, „Congrats“, „Geil“ – auf Facebook sind sogar Glückwünsche aus Holland, Thailand und Kanada zu lesen.

Auch Marcus Klupp strahlte. „Eine starke Leistung, sehr kämpferisch, charakterstark“, lobte der Sportdirektor. Gäste-Trainer Sven Gerike gratulierte: „Der Timmendorfer Sieg ist verdient.“

Offensichtlich: Die EHCT-Abwehr, die mit zuletzt 33 Gegentreffern in fünf Spielen die Schießbude der Liga war, verdiente sich diesmal ihren Namen. „Das war deutlich besser als zuvor“, meinte Klupp und ergänzte: „ Die Jungs haben kompakter gestanden. Und Jordi hat eine Riesenleistung gezeigt.“ Gemeint ist Jordi Buchholz. Der 23-jährige Goalie kochte fast im Alleingang den besten Sturm der Liga ab, hatten zudem dreimal in Latte und Pfosten seine besten Freunde. Satte 40 Paraden standen am Ende auf seiner Habenseite. „Bärenstark“, war auch Coach Steve Pepin begeistert, der sich auch über die Offensive freute. Zuletzt eher mit Ladehemmungen unterwegs (nur neun Treffer in fünf Partien), gefiel vor allem die umgestellte erste Reihe mit Patrick Saggau und den Kanadiern Cedric Montminy und Daniel Clairmont.

Wermutstropfen war die eher spärliche Kulisse von offiziell 346 Zuschauern. Klupp ist nicht überrascht: „Das ist in Timmendorf nach ein paar schlechten Spielen so. Ich hoffe, es geht jetzt wieder aufwärts. Das hätten sich die Jungs verdient. Sie spielen gutes Hockey, mit Herz und Charakter.“

Zunächst geht es heute aber nach Leipzig. Ab 17 Uhr gilt es vor den Toren der Messestadt in Taucha erneut gegen die Icefighters. Und das mit Käptn Saggau, der sich im Gesicht einen Cut zugezogen hat.

Klupp: „Er ist dabei, wir sind ja keine Fußballer.“ Der Sportchef ist sich sicher: „In Leipzig wird es eine Ecke schwieriger. Aber wenn die Jungs erneut so spielen, ist mit Sicherheit etwas drin.“

jek

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