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EHC Timmendorf Drei Niederlagen in Folge: Murmeltiertage in Timmendorf
Sportbuzzer EHC Timmendorf Drei Niederlagen in Folge: Murmeltiertage in Timmendorf
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18:05 31.10.2012
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Ostholstein

Die Fans sind maulig, die Spieler frustriert: Drei Niederlagen in Folge hat es beim Eishockey-Oberligisten EHC Timmendorfer Strand 06 seit Jahren nicht mehr gegeben. „In der Saison 2000/2001 haben wir zehnmal am Stück verloren“, musste Verteidiger Marcus Klupp lange zurückblicken. Nach dem 6:9 in Rostock vor einer Woche gaben die Beach Boys gleich beide Heimspiele gegen den Hamburger SV (4:6) und Adendorf (3:5) ab.

Trainer Michael Mai blieb am Sonntag nur die Erkenntnis vom Freitag: „Wenn du die Chancen vorne nicht reinmachst und hinten dumme Gegentore kriegst, kannst du nicht gewinnen“, klagte der 44-Jährige nach der Pleite gegen Adendorf. Denn das Murmeltier grüßt in Timmendorf täglich wie in einem schlechten Film: Wie gegen den HSV war der EHCT keineswegs schlechter, führte vor 638 Fans nach zwei Treffern von Patrick Saggau und einem von Christian Herrmann nach 34 Minuten mit 3:2. Zuvor hatten sie in einer einminütigen doppelten Überzahl 18 Schüsse abgegeben. „Scheiße“, wie ein Fan das Powerplay fand, war es für Mai nicht: „Viel mehr Schüsse kann man da nicht abfeuern. Die Chancenverwertung war halt wieder Mist“, meinte der Coach. Die Murmeltiertage fanden im Schlussdrittel ihre Fortsetzung: Hatte Hamburgs Czernohous nach einer 5:4-Führung 16 Sekunden vor der Schlusssirene ins leere Timmendorfer Tor zur Entscheidung getroffen, war es am Sonntag zwölf Sekunden vor dem Ende Adendorfs Böttger.

„Es kommt zurzeit alles zusammen. Durch die Grippewelle können wir kaum richtig trainieren und uns einspielen. Da die Vorbereitung sowieso schon sehr kurz war, fangen einige Spieler fast wieder bei Null an“, klagte Mai, der ebenfalls – nicht nur wegen der Leistungen – verschnupft ist. „Jetzt muss sich jeder an die eigene Nase fassen und eine Schippe drauflegen“, fordert der Coach vor der nächsten Partie am Sonntag beim Hamburger SV (18.30 Uhr).

Im Team scheint die Ansage angekommen zu sein: „So wie zuletzt kann es nicht weitergehen. Wir sind nicht die Einheit, die uns in den vergangenen Jahren immer stark gemacht hat. Wir haben eine Verpflichtung gegenüber unseren Fans, Freunden und Sponsoren“, schlägt Verteidiger Klupp in Abwesenheit des ebenfalls erkrankten Kapitäns Marcus Krützfeldt Alarm.

Erste Konsequenz: Vor dem heutigen Training ist eine interne Mannschaftssitzung angesetzt, bei der Tacheles geredet werden soll. Nicht ausgeschlossen ist auch eine größere Runde mit den Trainern und dem Vorstand. „Wir haben nominell die wohl beste Mannschaft der Liga, verlieren aber drei Spiele in Folge gegen nicht bessere Gegner. Das kann nicht sein“, ist „Kluppi“ richtig angefressen. sta

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