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EHC Timmendorf Scorpions-Stachel sitzt tief
Sportbuzzer EHC Timmendorf Scorpions-Stachel sitzt tief
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22:25 26.10.2013
Schmerzhafte Angelegenheit: Pontus Levaniemi nach der Prügelei mit den Janzen-Brüdern. Quelle: König
Timmendorfer Strand

„Ärgern können wir sie bestimmt“, war sich Kapitän Marcus Klupp schon vor dem Start der Eishockey-Oberliga sicher. Und auch sein Stellvertreter Patrick Saggau ging davon aus, „dass wir mit den Großen mithalten können“. Unterm Strich stehen indes ein 3:9 zum Auftakt gegen Rostocks Piranhas und — nach zwischenzeitlich fünf Siegen — ein 3:6 bei den Hannover Scorpions. „Ich hoffe, dass es das nächste Mal etwas spannender wird“, sagte EHCT-Trainer Sven Gösch mit gequälter Miene. Denn das Spitzenspiel des Zweiten beim Liga-Primus in Hannover am Freitagabend war spätestens nach 15 Minuten entschieden.

Nach Staus bei der Anfahrt kamen die Beach Boys erst mit Verspätung bei den Scorpions an — und wurden gleich eiskalt erwischt. Nach einem Doppelschlag von Jarabek in Überzahl (5.) und Morczinietz (6.) sowie einem weiteren Treffer von Gerbig (15.) lagen die Timmendorfer schnell mit 0:3 in Rückstand. „Die späte Ankunft in der Halle war sicherlich nicht förderlich. So sind wir zwei Drittel lang mit dem hohen Tempo nicht klargekommen“, meinte Gösch später. Der Stachel saß doch tief, auch wenn er sagte: „Das Ergebnis geht in Ordnung. Von ihrer individuellen Klasse gehören die Scorpions aber nicht in diese Liga.“

0:5 hieß es nach Toren von Gerbig (25.) und Jarabek (34.), als sich Timmendorfs Pontus Levaniemi nach einem Check gegen Alexander Janzen eine Prügelei mit den Janzen-Brüdern lieferte, bei der er einen Schläger gegen den Kopf bekam und blutüberströmt mit einer Platzwunde an der Stirn vom Eis musste. Sergej Janzen erhielt dafür eine Spieldauer-Disziplinarstrafe und fehlt Hannover heute im Top-Duell in Rostock.

Immerhin gewannen die Timmendorfer das letzte Drittel: Patrick Saggau in Überzahl nach Zuspiel von seinen Brüdern Thorben Saggau und Kenneth Schnabel (50.), erneut Patrick Saggau per Penalty (53.) und André Geratz (55.) sorgten bei einem Gegentreffer von Alexander Janzen (54.) für ein 3:1 aus Timmendorfer Sicht.

Im Kampf um eine Platzierung unter den besten vier Mannschaften der Nord-Staffel, die mit den beiden besten Klubs aus dem Osten und den vier stärksten aus dem Westen die Teilnehmer der Qualifikationsrunde für die neue DEL II ermitteln, geht es heute in der Eishalle am Kurpark mit dem Heimspiel gegen den Hamburger SV weiter (18 Uhr). „Der HSV hat keine schlechte Mannschaft und erzielte bislang respektable Ergebnisse“, warnt Patrick Saggau vor den Hamburgern, gegen die es in der Vorbereitung beim Ostsee-Cup eine 4:5-Niederlage nach Penaltyschießen gegeben hatte. Die Mannschaft des ehemaligen Timmendorfer Trainers Andris Bartkevich hatte die ersten fünf Saisonspiele allesamt verloren, feierte am Freitag beim glatten 8:2 gegen die Hamburg Crocodiles ihren ersten Sieg.

„Wir sind zwei Drittel lang mit dem hohen Tempo nicht klargekommen.“
Trainer Sven Gösch

sta

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