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Blatter empört Ronaldo, Real und Portugal

Madrid Blatter empört Ronaldo, Real und Portugal

Mit seiner nun enthüllten Vorliebe für Lionel Messi und herablassende Äußerungen über Messis „Rivalen“ Cristiano Ronaldo hat Joseph Blatter eine Welle der Empörung ausgelöst.

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Der FIFA-Präsident ist eher Fan von Lionel Messi (l) als von Real-Star Cristiano Ronaldo. Foto: Toni Albir

Madrid. Mit seiner nun enthüllten Vorliebe für Lionel Messi und herablassende Äußerungen über Messis „Rivalen“ Cristiano Ronaldo hat Joseph Blatter eine Welle der Empörung ausgelöst.

Sowohl Ronaldos Verein Real Madrid als auch der Nationalverband des Portugiesen protestierten gegen die Worte des FIFA-Präsidenten, der sich unter anderem über die Friseurbesuche Ronaldos lustig gemacht hatte.

Der 28-jährige Stürmer reagierte unterdessen mit Ironie. Er wünsche Blatter „Gesundheit und ein langes Leben“, meinte Ronaldo auf Twitter. Er postete auch ein Video mit der umstrittenen Rede Blatters und meinte: „Dieses Video zeigt den Respekt und die Achtung, die die FIFA mir, meinem Club und meinem Land entgegenbringt. Nun wird einiges klarer.“ Er sei davon überzeugt, so Ronaldo, dass Blatter weiterhin die Erfolge seiner Lieblingsmannschaften und -Spieler werde genießen können.

Blatter machte inzwischen nach Informationen der spanischen Nachrichtenagentur efe einen Rückzieher und entschuldigte sich bei Real Madrid und Ronaldo. Der Portugiese sei auf gleichem Niveau wie Messi, er sei seit seiner Jugend ein Anhänger von Real Madrid.

Zuvor hatte der Präsident von Real, Florentino Pérez, Blatter in einem Brief dazu aufgefordert, sich bei Ronaldo zu entschuldigen und die Worte zurückzunehmen. Der Trainer des spanischen Rekordmeisters, Carlo Ancelotti, erzählte am Dienstag in Madrid vom Brief seines Clubpräsidenten und kritisierte die Aussagen Blatters als „respektlos“. In einer Mitteilung des portugiesischen Verband FPF heißt es, der FIFA-Boss habe es nicht nur gegenüber Ronaldo, sondern gegenüber ganz Portugal an Achtung fehlen lassen.

In einer Rede vor der Oxford Union Society hatte Blatter jüngst gesagt, Messi sei ein „guter Junge“, den jeder Vater und jede Mutter gern bei sich zu Hause hätten. Der 26-jährige vierfache Weltfußballer aus Argentinien spiele zudem sehr gut, „so als würde er tanzen“, sei schnell, schieße Tore und sei zudem bescheiden. Daher bekomme er bei der Wahl des Weltfußballers stets sehr viele Stimmen. Einer der beiden Megastars gebe mehr Geld beim Friseur aus, so der Schweizer in deutlicher Anspielung auf Ronaldo, der nach Meinung des FIFA-Bosses auf dem Feld „wie ein Kommandant“ auftritt. „Ich mag beide, ziehe aber Messi vor“, räumte Blatter ein.

Ancelotti machte seinem Ärger über diese Worte am Dienstag Luft und sagte, er sei total anderer Meinung. Ronaldo sei ein großer, seriöser und professioneller Spieler. Das stelle der 28-Jährige bei jedem Spiel unter Beweis, sagte der Italiener. Mit Ronaldo habe er noch nicht übel Blatts Äußerungen gesprochen. Der Weltfußballer von 2008 habe aber am Dienstag sehr gut trainiert.

dpa

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