Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Fußball FC Barcelona im freien Fall - Messis trauriges Jubiläum
Sportbuzzer Fußball FC Barcelona im freien Fall - Messis trauriges Jubiläum
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:36 19.04.2016
Anzeige
Barcelona

Auf den glorreichen Höhenflug folgte der jähe Absturz in die Tiefe: Beim FC Barcelona macht sich Panikstimmung breit. Nach dem Ausscheiden des Titelverteidigers in der Champions League ist nun auch die - schon sicher geglaubte - Meisterschaft in der spanischen Liga akut in Gefahr.

Das Team um den Weltfußballer Lionel Messi, das in dieser Saison eine stolze Bilanz von 39 Spielen ohne Niederlage hingelegt hatte, kann nicht einmal mehr gegen einen FC Valencia gewinnen, den die Katalanen vor gut zwei Monaten im Pokal-Halbfinale noch locker mit 7:0 abgefertigt hatten. „Die Verfolger haben Barça eingeholt“, titelte die Sportzeitung „As“ am Montag nach der 1:2-Heimniederlage von Messi & Co gegen die Elf um Weltmeister Shkodran Mustafi. Das Konkurrenzblatt „Marca“ ergänzte: „Die Liga ist so spannend wie nie zuvor.“

Mit seiner dritten Punktspielschlappe in Serie verspielte der FC Barcelona binnen weniger Wochen seinen Vorsprung von neun Punkten, der vor kurzem noch als uneinholbar gegolten hatte. Der Tabellenführer liegt nun mit 76 Zählern gleichauf mit Atlético und nur einen Punkt vor Real Madrid (75). „Der Kredit ist aufgebraucht“, räumte Trainer Luis Enrique ein. Allerdings schneidet Barça im direkten Vergleich, der bei Punktgleichheit den Ausschlag gibt, besser ab als die beiden Rivalen aus Madrid.

Ein besonders trauriges Jubiläum feierte Messi. Der Argentinier schoss am Sonntagabend gegen Valencia endlich das 500. Tor in seiner Profi-Karriere, das ihm in den vorigen fünf Spielen einfach nicht hatte glücken wollen. Der Schütze wird den Treffer jedoch in schlechter Erinnerung behalten, denn das Tor nützte dem Team rein gar nichts. Messi verkürzte damit nur den 0:2-Rückstand, der Ausgleich gelang den Katalanen nicht mehr.

„Was ist nur mit dem FC Barcelona los?“, fragte sich das Publikum im Camp-Nou-Stadion. Dabei zeigten die Blau-Roten gegen den FC Valencia im Vergleich zur Champions-League-Pleite bei Atlético eine deutliche Steigerung. Sie kombinierten flüssig und spielten mehrere Chancen heraus. Auch Messi schien wieder an bessere Zeiten anknüpfen zu können. Ein kleines Missgeschick reichte jedoch aus, dem kurzzeitigen Glanz ein Ende zu setzen. Ivan Rakitic (25. Minute) fälschte eine Flanke ins eigene Tor ab. Danach verkrampfte das Barça-Team. Die Angst vor der Niederlage setzte dem Meister fast stärker zu als die Abwehr der Valencianer.

Eine Ursache des Absturzes könnte darin bestehen, dass es in der Elf an Alternativen fehlt, weil Barça praktisch ohne eine zweite Garnitur ist. Luis Enrique traut den Ersatzspielern so wenig zu, dass er keine Auswechselungen vornahm und nicht einmal einen Reservisten zum Aufwärmen schickte. Als der Trainer von einem Reporter namens Víctor Malo nach der Fitness seiner Elf befragt wurde, bewies er schlechte Manieren und machte sich über den Nachnamen des Fragestellers lustig, der auf Deutsch „Böse“ bedeutet. „Wie war noch mal der Name?“, fragte der Trainer und ließ die Frage unbeantwortet.

In besonders schwacher Form präsentierte sich der Brasilianer Neymar. Dem Angreifer gelang kein Torschuss, keine Vorlage und kein Dribbling. Luis Enrique vertraut jedoch darauf, dass das Team wieder die Wende schaffen kann. „Wenn wir die ausstehenden fünf Spiele gewinnen, sind wir Meister“, sagte der Coach. „Wir haben es selbst in der Hand.“ Barça hat im Vergleich zu Real und Atlético Madrid das leichtere Restprogramm und muss auch keine Champions-League-Spiele mehr bestreiten.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Freunde werden der Schalke Sportvorstand Horst Heldt und sein designierte Nachfolger Christian Heidel nicht mehr. Der Mainzer Manager wies Mutmaßungen von Heldt zurück, das Kommando auf Schalke schon am 16. Mai übernehmen zu wollen.

19.04.2016

Ihre Ziele sind unterschiedlich, doch eines haben sechs Bundesligateams gemeinsam: Im Ligaendspurt scheint ihnen die Puste auszugehen. Düster sieht es in Frankfurt aus. In Wolfsburg wird gar von einer „Katastrophe“ gesprochen.

18.04.2016

Dieses Mal will Claudio Pizarro nicht nur ein tatenloser Zuschauer in der Münchner Fußball-Arena sein.

18.04.2016
Anzeige