Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Fußball FIFA geht nach Kritik in Offensive
Sportbuzzer Fußball FIFA geht nach Kritik in Offensive
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:36 25.06.2013
Jérôme Valcke wehrt sich gegen die Kritik an der FIFA.Foto: Alessandro Della Bella
Anzeige
Rio de Janeiro

. Wir sind ein Unternehmen. Wir nehmen Geld ein. Aber wir haben viele soziale Projekte. Wir machen keinen Profit“, sprudelte es aus dem FIFA-Generalsekretär nur so heraus. Die Pressekonferenz zur Bilanz nach den zwölf Gruppenspielen beim Confed Cup im Land des Rekordweltmeisters war da schon zu einer Rechtfertigungsveranstaltung geworden.

Nach den Massenprotesten gegen Korruption, Misswirtschaft und die Milliardeninvestitionen für die Sport-Großereignisse in Brasilien fühlt sich die FIFA zu Unrecht an den Pranger gestellt. „Es besteht der Eindruck: 'Wir kommen ins Land, wir genießen das Land und verlassen es mit vollen Taschen'. Das ist nicht so“, sagte der Franzose in Rio de Janeiro. Man brause nach einer WM „nicht mit teuren Mercedes davon“. Als Beleg führte Valcke Beispiele aus mehreren Wirtschaftsbereichen an, durch die Tausende Jobs in Brasilien dank der Fußballturniere geschaffen würden.

Allein durch die von der FIFA für die WM reservierten Hotelbetten würde die Tourismusbranche fast eine halbe Milliarde Reais (etwa 160 Millionen Euro) einnehmen. „Wir organisieren die WM in Brasilien, aber wir organisieren sie auch mit Brasilien“, betonte Valcke. „Wir machen viele gute Dinge.“ Und: Die FIFA sei die transparenteste Sportorganisation bei der Offenlegung ihrer Finanzströme.

Organisatorische und erst recht sportliche Belange beim WM-Testlauf - mit denen FIFA und OK durchaus zufrieden sein können - gerieten wieder in den Hintergrund. „Ich muss sagen, es ist ein großartiges Turnier“, sagte Valcke angesichts der zweithöchsten Zuschauerzahlen der Turniergeschichte und einem Torrekord schon nach der Vorrunde.

Auch Brasiliens Sportminister Aldo Rebelo wollte keinen Zweifel an einer erfolgreichen WM-Organisation aufkommen lassen. „Wir wollen, dass die WM und die Olympischen Spiele 2016 die Lebensqualität im Land erhöhen.“ Eine Absage der WM habe trotz der Demonstrationen im ganzen Land nie zur Debatte gestanden. „Es gibt keinen Plan B. Wir haben auch nie eine Anfrage aus einem anderen Land erhalten, die WM auszurichten“, sagte Valcke.

Rebelo bezeichnete den Testlauf am Zuckerhut als einen Erfolg. „Es war eine Herausforderung, aber die Herausforderung ist geglückt.“ Brasilien habe diese Chance verdient, so wie andere WM-Gastgeber zuvor auch. „Deutschland konnte sein Trauma des Krieges durch die WM 2006 aufarbeiten und der Welt zeigen, was für ein großartiges Land mit großartigen Menschen es ist“, sagte Rebelo. Ja, Fußball sei ein Geschäft. „Aber die Menschen lieben den Fußball aufrichtig.“

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Flankiert von den stolzen Bossen Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge betrat Pep Guardiola nach seiner pompösen Präsentation erstmals den Rasen der Arena.Dort nahm der Startrainer des FC Bayern den neuen Dienstwagen in Empfang, die erste Sitzprobe auf der Bank wurde von über 50 Fotografen und Kameraleuten festgehalten - und trotz des großen Hypes um seine Person gab sich der Spanier bei der Vorstellung am Montag selbst sehr bescheiden.

25.06.2013

Josep „Pep“ Guardiola hat seine Aufgabe als neuer Trainer des FC Bayern München gezeigt als „Geschenk“ bezeichnet. Der Spanier sagte bei seiner Vorstellung in der Allianz Arena, er habe eine „neue Herausforderung“ nach der erfolgreichen Zeit beim FC Barcelona gebraucht.

24.06.2013

Fußballstar Lionel Messi soll nach Informationen der Zeitung „La Vanguardia“ dem spanischen Finanzamt Steuern in Höhe von zehn Millionen Euro nachgezahlt haben.

25.06.2013
Anzeige