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Fußball Kein Fußball-Wunder: Bayer scheitert in Europa League
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07:34 18.03.2016
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Leverkusen

Bayer Leverkusen hat das erhoffte Wunder verpasst und sich glanzlos aus der Europa League verabschiedet. Nach einem torlosen Remis im Rückspiel scheiterte die Werkself wie vor fünf Jahren im Achtelfinale am FC Villarreal und muss sich nun ganz auf die Bundesliga konzentrieren.

„Wir müssen das jetzt so schnell wie möglich verarbeiten“, sagte Nationalspieler Karim Bellarabi nach dem Aus. Wie schon beim 0:2 im Hinspiel konnte die ersatzgeschwächte Elf von Trainer Roger Schmidt das Abwehrbollwerk der Spanier auch vor heimischer Kulisse nicht knacken und ergab sich am Ende in ihr sportliches Schicksal. Leverkusen muss damit weiter auf den ersten Viertelfinaleinzug in diesem Wettbewerb seit 2008 warten. „Es sollte einfach nicht sein“, stellte Abwehrspieler Jonathan Tah fest. „Jetzt müssen wir in der Bundesliga alles reinwerfen.“

Vor 23 409 Zuschauern musste Bayer kurzfristig auch noch auf den verletzten Stürmer Stefan Kießling verzichten, so dass sich die Ausfallliste auf acht Spieler verlängerte. Aufgrund der Personalknappheit vor allem im Defensivbereich ließ Schmidt überraschend Flügelflitzer Bellarabi als Rechtsverteidiger spielen. „Für das erste Mal war es okay“, befand der 25-Jährige.

Immerhin konnte Hakan Calhanoglu mitwirken, dem wegen möglicher Vertragsverletzungen im Jahr 2011 eine Sperre durch den Weltverband FIFA droht. Der im Vorfeld der Partie erkältete Mittelfeldregisseur blieb jedoch blass, auch wenn er an den einzigen gefährlichen Aktionen seines Teams vor der Pause beteiligt war.

In der 19. Minute schnappte ihm Gäste-Torwart Sergio Asenjo, der nach einem Kreuzbandriss sein erstes Saisonspiel absolvierte, den Ball vom Fuß. Kurz vor der Pause landete ein Eckball von Calhanoglu direkt vor den Füßen von Marlon Frey, doch der 19 Jahre alte Youngster zielte zu hoch.

Ansonsten fiel den bemühten Leverkusenern kaum etwas ein, um die kompakte Abwehr der Spanier ins Wanken zu bringen. Immer wieder liefen sich die Hausherren fest, so dass Asenjo weitgehend einen ruhigen Abend verlebte.

Die größte Möglichkeit in der ersten Halbzeit bot sich den Gästen. Nach einem schnellen Konter tauchte Denis Suarez frei vor dem Bayer-Tor auf, wurde im letzten Moment aber noch von Kyriakos Papadopoulos gestoppt.

Der Innenverteidiger war nach dem Wechsel auch maßgeblich an der größten Bayer-Chance beteiligt. Einen Kopfballaufsetzer des Griechen, der zehn Minuten vor Schluss angeschlagen vom Feld humpelte, fischte Asenjo aus dem Torwinkel. Viel mehr gelang Bayer nicht, so dass die Fans vergeblich auf den vierten 3:0-Sieg ihrer Elf gegen ein spanisches Team in der Europacup-Historie hofften. „Wir haben es einfach nicht geschafft, Chancen zu kreieren“, analysierte Bellarabi.

Vielmehr hätte Cedric Bakambu die Spanier wie im Hinspiel, als er doppelt traf, zum Sieg schießen können. Der bullige Stürmer verzog in der 67. Minute freistehend. Einen Kopfball von Roberto Soldado (72.) lenkte Bayer-Torwart Bernd Leno mit einem Reflex über die Latte. In der Nachspielzeit bewahrte der eingewechselte André Ramalho sein überfordertes Team mit einer Rettungstat auf der Linie zumindest vor einer Niederlage.

dpa

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