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Fußball Löws Botschaft: „Ungeduld zähmen und Warnlampe an“
Sportbuzzer Fußball Löws Botschaft: „Ungeduld zähmen und Warnlampe an“
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14:55 24.12.2012
Joachim Löw hat sich kurz vor Weihnachten noch einmal zu Wort gemeldet. Foto: Frank Rumpenhorst
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Berlin

ngt. „Ich kenne mich, ich weiß, dass mir solche Tage helfen, um auf frische Ideen zu kommen“, sagte der Freiburger zur kreativen Pause über die Feiertage.

„Die EM hat uns am Ende enttäuscht“, gab Löw zu und räumte erneut eigene Fehler mit ein. „Aber wir haben auch gute Spiele gemacht, und wir waren die jüngste Mannschaft im Turnier. Wir sind Zweiter der Weltrangliste. Warum sollte da etwas zu Ende sein“, betonte Löw in der „Süddeutschen Zeitung“ und bescheinigte der schwarz-rot-goldenen Boy Group um Özil, Götze und Reus weiter hervorragende Perspektiven. Die Fans sollen sich trotz der Rückschläge 2012 vor allem im EM-Halbfinale gegen Italien (1:2) und gegen Schweden (4:4) an der Kreativität des deutschen Spiels weiter freuen.

Auch Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff ist weiter von der Chance überzeugt, 2014 bei der WM in Brasilien endlich wieder einen Titel gewinnen zu können, auch wenn es keine Garantien gebe. „Weil unsere Mannschaft mit ihren hochbegabten, jungen Spielern enormes Potenzial besitzt“, aus den Fehlern der EM gelernt wurde und die verschärfte internationale Konkurrenz „unser ehrgeiziges Team noch zusätzlich beflügeln wird“, meinte Bierhoff. Der Manager weiß aber: „Wenn wir ganz nach oben in die Spitze kommen wollen, müssen wir noch konzentrierter, noch dominanter und noch effektiver werden.“

Um die noch fehlenden fünf Prozent herauszuholen, erwartet er auch ein Umdenken beim Team, man müsse auf dem Platz eine entsprechende Mentalität zeigen. „Wir müssen eine andere Einstellung, ein anderes Bewusstsein zum Spiel entwickeln“, forderte Bierhoff in der „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“.

Auch er habe im achten Jahr beim DFB „sicherlich“ gelernt, sagte Löw. „Ich habe gelernt, meine Ungeduld zu zähmen. Manchmal will ich, dass die Entwicklung schneller geht, als es in der Realität möglich ist“, erklärte der DFB-Coach, der die Extreme zwischen Weltklasse und unfassbaren Fehlern im Team nicht beseitigen konnte. „Meine Spieler strotzen vor Spielfreude, aber manchmal spielen sie sich in eine gewisse Euphorie hinein und vergessen dann, die gelbe Warnlampe einzuschalten“, sagte Löw. Jene Lampe, die sagt: „Wir müssen jetzt clever und sachlich weiterspielen. Wir müssen nicht immer glänzen.“

Er selbst habe in wichtigen Partien ebenfalls nicht die richtige Lösung parat gehabt, vor allem im EM-Halbfinale habe er mit seinem Personalplan falsch gelegen: „Mit dem Wissen von heute würde ich gegen Italien wahrscheinlich eine andere Aufstellung wählen.“ Noch jetzt denkt Löw mit „Gänsehaut, aber im negativen Sinne“ an die zwei Tore durch Mario Balotelli zurück: „Für mich fast schon ein Horror.“

Dieses 1:2 gegen Italien in Warschau steckt „offenbar tiefer in den Köpfen als befürchtet“, bemerkte Bierhoff. Als gegen Schweden nach 4:0-Vorsprung der Gegner immer mehr aufdrehte, sah Löw „Spieler bei uns, die sich eine halbe Minute lang gar nicht mehr bewegen“. Das Team reagiere auf Unwägbarkeiten noch nicht angemessen, ergänzte der Nationalcoach in der „Frankfurter Rundschau“ und der „Berliner Zeitung“. „In solchen Situationen gibt es bei uns immer wieder Spieler, die sich nicht mehr freilaufen, die den Ball nicht mehr fordern“, sagte der Bundestrainer.

Bierhoff hält sich wie Löw seine längerfristige berufliche Zukunft offen. „Die Frage werde ich mir bis zum Abschluss der Qualifikation stellen müssen“, sagte der Manager in einem Interview mit dem Magazin „Focus“ auf die Frage, ob er nach acht Jahren im Amt überhaupt noch Interesse an diesem Job habe. „Ich habe sie bis jetzt noch nicht für mich beantwortet“, ergänzte Bierhoff. Der Vertrag des Teammanagers mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) läuft ebenso wie der von Bundestrainer Löw nach der WM 2014 in Brasilien aus.

dpa

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Die Zukunft von Nationalmannschaft-Manager Oliver Bierhoff beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) ist offen.„Die Frage werde ich mir bis zum Abschluss der Qualifikation stellen müssen“, sagte der 44-Jährige in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „Focus“ auf die Frage, ob er nach acht Jahren im Amt überhaupt noch Interesse an diesem Job habe.

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