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Fußball Präsidiumssitzung: DFB-Nachwuchs auf dem Prüfstand
Sportbuzzer Fußball Präsidiumssitzung: DFB-Nachwuchs auf dem Prüfstand
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09:01 21.06.2013
DFB-Präsident Wolfgang Niersbach muss wohl die Wogen glätten. Foto: Friso Gentsch
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Frankfurt

Nach den atmosphärischen Störungen der vergangenen Tage wollen die Granden des Deutschen Fußball-Bundes und der Deutschen Fußball Liga auf der DFB-Präsidiumssitzung an diesem Freitag in gebotener Sachlichkeit wichtige Zukunftsentscheidungen auf den Weg bringen. Ganz oben auf der Tagesordnung des Treffens in der Frankfurter Verbandszentrale stehen die Streitfragen um die Kompetenzen für einen künftigen DFB-Sportdirektor und Personalentscheidungen im Nachwuchsbereich.

Niersbach hat mit dem im Urlaub weilenden Liga-Präsidenten Reinhard Rauball telefonisch vereinbart, dass „nicht mehr über Eitelkeiten, sondern nur noch über Inhalte gesprochen wird“. Dabei könnte es auch um den Job von U 21-Trainer Rainer Adrion gehen. Es sei denkbar, „dass es im Nachwuchsbereich zu Veränderungen kommen kann“, sagte der DFB-Boss dem „Kicker“. Das Vorrunden-Aus der deutschen U 21-Auswahl bei der EM vergangene Woche in Israel war ein Tiefpunkt im Nachwuchsbereich. Fast zeitgleich hatte das U 19-Team zum fünften Mal in Serie die EM-Qualifikation verpasst. Auch die U 17 schaffte die EM-Teilnahme nicht.

Die Liga schlug daraufhin Alarm und forderte nach dem Wechsel von DFB-Sportdirektor Robin Dutt zu Werder Bremen künftig mehr Mitsprache bei der Suche eines Nachfolgers - und für diesen mehr Kompetenzen. Dies hatte heftige Reaktionen des DFB hervorgerufen. Nun wollen alle Beteiligten die Schärfe aus der Diskussion nehmen und gemeinsam an konstruktiven Lösungen arbeiten. Dabei ist Niersbach als Moderator der unterschiedlichen Interessen von Verband und DFL so stark gefordert wie noch nie seit seinem Amtsantritt im März 2012.

Die Standpunkte wurden in den vergangenen Tagen in teilweise rüdem Ton öffentlich gemacht und könnten unterschiedlicher kaum sein. Bundestrainer Joachim Löw lehnt einen gleichberechtigten Sportdirektor auch in Zukunft rundweg ab, die DFL würde dies dagegen befürworten. Der DFB reklamiert für sich die Hoheit bei der Besetzung des Postens, die Vereine wollen ein Mitspracherecht. Keine leichte Aufgabe also für Niersbach, der die DFL-Forderungen zunächst als „anmaßend“ zurückgewiesen hatte.

Zumal der DFB mit der U 21 eine zweite Großbaustelle zu beackern hat. Vor allem die hoffnungslose Unterlegenheit im Spiel gegen den späteren Europameister Spanien schreckte die Funktionäre auf. Niersbach stärkte Adrion in der Vorwoche zwar noch den Rücken, gab aber auch eine Analyse zur Situation der U 21 in Auftrag - Löws Assistent Hansi Flick hatte die enttäuschenden Auftritte der Mannschaft ganz anders beurteilt als Adrion.

Das DFB-Präsidium hatte im Januar die Verträge mit allen Trainern im Juniorenbereich um ein Jahr verlängert. In Israel deutete Niersbach zuletzt aber an, dass der bisherige Sportdirektor Dutt andere Ideen bezüglich der Verantwortung im Juniorenbereich hatte: „Da muss man sehen, was davon bleibt“, sagte der DFB-Präsident.

dpa

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