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Lübeck Cougars Mit Turbostart zum Klassenerhalt
Sportbuzzer Lübeck Cougars Mit Turbostart zum Klassenerhalt
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12:38 14.11.2013
Blitzstart der Cougars: Runningback Jamie Dale auf dem Weg in die Huskies-Endzone. Quelle: Foto: Holger Beck
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Hamburg

Als noch 25 Sekunden zu spielen waren, die Hamburger Huskies alle Auszeiten verbraucht hatten, machten sich die Berglöwen bereit zum Jubeln. Quarterback Zane Zebrasky zelebrierte den „Kniefall“, ließ die Zeit runterlaufen. Und als der Schiri die Pille zum Zeichen des Abpfiffs in die Höhe hielt, gab es kein Halten mehr. Die Spieler stürmten aufs Feld, fielen sich jubelnd in die Arme, klatschten sich ab, sprangen sich in voller Montur Brust an Brust an. Es war vollbracht, der zwölfte Sieg im 22. Nordderby. Die Zweitliga-Footballer der Lübeck Cougars feierten ein 20:14 (20:7) bei den Schlittenhunden, machten so im ersten Spiel der „ärgerlichen Saisonverlängerung“ den Klassenerhalt perfekt.

„Ich bin unglaublich stolz auf meine Mannschaft“, freute sich Headcoach Willi J. Robinson, legte aber zugleich auch den Finger in die Wunde: „Wir haben in dieser Saison nicht mal an der Oberfläche unseres Potentials gekratzt. Auch heute war nicht alles perfekt. Unter den ganzen Umständen war es aber ein ganz starkes Spiel meiner Jungs.“

Am Hemmingstedter Weg legten die Cougars einen Traumstart in den „tiefen Hamburger Acker“ hin. Die erste Angriffssequenz: Der von seiner Rückenverletzung genesene Quarterback Zebrasky (spielte trotz Erkältung) zauberte einen 70-Yard- Pass in die Hände von Jamie Dale. Touchdown. Zusatzkick von Colin Harms. 7:0. Die Cougars im Turbo-Modus. Im nächsten Spielzug flitzte Harms nach einem 20-Yard- Pass in die Endzone. 13:0. Immer noch im ersten Viertel war es wieder der 1,82-Meter-Hüne, der die Schlittenhunde narrte und nach einem 35-Yard-Pass von Zebrasky ein zweites Mal in die Endzone lief und den Zusatzpunkt noch hinterherkickte. 20:0. „Perfekter kann man in die Partie nicht starten“, war auch der verletzte Receiver Jan Wulf am Spielfeldrand aus dem Häuschen und lobte auch die Defense: „Die haben die Huskies an die Leine gelegt, all ihre Angriffsbemühungen im Keim erstickt.“

Nur: Im zweiten Drittel kam der Angriffsmotor der Cougars ins Stottern. Die Schlittenhunde verkürzten auf 7:20 (Ofori), nach der Halbzeit auf 14:20 (Ofori). Das Schlussviertel wurde zur Zitterpartie.

Die Offense am Boden, die Partie nun eine Abwehrschlacht, in der die Cougars-Defense zwei Quarterback-Pässe der Huskies abfing — durch US-Boy Andrew Feliciano und Laurents Mohr (erster Interception der Saison). Sogar Fortuna half mit: Ein Touchdown der Hamburger wurde aberkannt. „Uns sind am Ende riesige Felsbrocken vom Herzen gefallen“, erklärte Wulf, der mit seinen Jungs noch auf dem Platz Erinnerungsfotos schoss. Es könnte das letzte Spiel der Saison gewesen sein.

Cougars-Präsident Torsten Schwinge will morgen mit Osnabrück und den Liga-Offiziellen telefonieren, ob die „jetzt völlig unnötige Partie“ bei den Tigers noch gespielt werden müsse. Gestern Abend interessierte das allerdings (noch) keinen Cougar. In der WG ihrer „Imports“ um Zebrasky, & Co. startete die Party: „Nie mehr dritte Liga!“

GFL2, Gruppe Nord
Letzte Spiele
Hamb. Huskies - Lübeck Coug. 14:20 Osnabrück T. - Lübeck Cougars Sa., 16.00
 1. Bielefeld Bulldogs 14 487:263 26:2 
 2. Troisdorf Jets 14 530:400 21:7 
 3. Hamburg Huskies 14 443:363 15:13
 4. Bonn Gamecocks 14 373:370 15:13
 5. Lübeck Cougars 13 323:288 11:15
 6. Osnabrück Tigers 13 422:430 10:16
 7. Cottbus Crayfish 14 356:494 10:18
 8. Rostock Griffins 14 243:569  2:26

Jens Kürbis

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