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Sport im Norden . . . und wieder eine Niederlage
Sportbuzzer Sport im Norden . . . und wieder eine Niederlage
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00:00 16.10.2012
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Lübeck

„Wir haben mit dem Abstieg nichts zu tun“, hatte Trainer Ramazan Yildirim vor Wochen noch gesagt. Nach der 0:2 (0:0)-Niederlage im Keller-Duell beim SV Meppen scheint sich der VfB Lübeck aber ganz unten in der Regionalliga Nord „einzunisten“. Und der Coach gesteht ein, dass „wir jetzt im Abstiegskampf stecken. Ich weiß, wie das geht. Den Kampf werden wir annehmen“. Nach dem elften Spiel bleibt die Erkenntnis: Wer keine Tore schießt, kann auch nicht gewinnen. Vier mickrige Treffer, ein Armutszeugnis für die Lübecker Offensive. Jede andere Mannschaft in der Liga hat mindestens zehn geschossen. Und wer dazu zwei Gegentreffer kassiert, der kann noch nicht einmal mit einem Punkt nach Hause fahren. Der wäre verdient gewesen. Selbst der Ex-Lübecker Benjamin Gommert im Meppener Tor meinte, der Sieg sei „sehr glücklich“. Trainer Heiko Flottmann fand, dass „die Partie mit Fußball wenig zu tun hatte“ und widersprach seinem Kollegen Yildirim, der den VfB 90 Minuten überlegen gesehen hatte.„Ich bin leer, sehr enttäuscht, weil wir dieses Spiel nicht verlieren durften“, sagte Yildirim. „Aber wir haben es nicht gut gemacht, weil wir unsere Überlegenheit nicht ausnutzen konnten.“ Zazai (7., 43.) und Mokhtari (28.) vergaben die Führung. 0:0 zur Pause.Dann die 48. Minute: Wessels passt den Ball von links in den Strafraum, Gerdes-Wurpts lässt ihn passieren, Holt trifft aus elf Metern links oben in den Winkel – 1:0 für Meppen.Die 63. Minute: Lübecks Voß sieht die Rote Karte nach einem Foulspiel von hinten an Schepers. Die 92. Minute: Nach Vorarbeit von Wessels und Hereingabe von Gerdes-Wurpts trifft der eingewechselte Selishta zum 2:0. Der VfB hatte bis zum Schluss mitgespielt, sämtliche Chancen jedoch vergeben. So traf Steinwarth die Unterkante der Latte (56.), Hauck (72.) und Zorlu (92.) blieben im Abschluss aber viel zu schwach. Auch das ist seit Monaten keine neue Erkenntnis – Veränderungen traten nicht ein.Meppen hatte nicht nur die beiden Möglichkeiten, die zu den Toren führten. Gerdes-Wurpts scheiterte zweimal – zuerst an Torhüter Toboll (59.), dann wurde sein Schuss von Marheineke abgeblockt (78.). Auch Holt vergab im Doppelpack (84., 90.).Die Polizei meldete bei dem Sicherheitsspiel (!) keine Vorkommnisse. Schließlich standen nur noch 19 VfB-Fans im Gäste-Fanblock – und die verweigerten dem Team die Unterstützung. Bei den mäßigen Leistungen und Misserfolgen ist das auch kein Wunder.Der VfB rutschte auf Platz 15 ab, liegt knapp vor der Abstiegszone. Meppen, Oberneuland (kommt am Sonntag auf die Lohmühle) und Victoria Hamburg sind mit acht Punkten nur einen Zähler besser als der VfB. Es bleibt ein Überlebenskampf – sportlich und finanziell. Den können die Grün-Weißen nur noch gewinnen, wenn ein Mister X mit dem großen Geldkoffer aufkreuzt. Danach sieht es aber im Moment nicht aus.

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Herford/Bad Oldesloe – Es war wie zuletzt immer, wenn der FFC Oldesloe sich auf die Heimreise von einem Auswärtsspiel machte. Müde Beine, enttäuschte Gesichter – und eine deftige Niederlage im Gepäck: Beim Herforder SV kassierten die Oldesloerinnen am Sonntag mit einem 1:8 (0:5) die höchste Pleite, die es in dieser Saison bisher in der 2. Bundesliga Nord gegeben hat.

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– Punktlose Zweitliga-Handballerinnen sehen Aufwärtstrend.

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