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Sport im Norden 1:2 gegen Heide — Eichede zu klein für einen Titelkandidaten?
Sportbuzzer Sport im Norden 1:2 gegen Heide — Eichede zu klein für einen Titelkandidaten?
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18:17 10.08.2015

Eigentlich, sagt Oliver Zapel, braucht er regelmäßig „so vier, fünf Tage“, bis er eine Niederlage wie die am Sonntag im heimischen Ernst-Wagener-Stadion gegen den Heider SV verdaut hat und seine Stimmung wieder besser wird. Und nach dem 1:2 (1:0) des bis dato Tabellenzweiten gegen den -dritten hätte der Trainer des SH-Ligisten SV Eichede reichlich Gründe gehabt, sogar noch etwas länger Trübsal zu blasen. Schließlich war sein Team lange Zeit klar besser. Doch nach einem „abwechslungsreichen“ ersten Tag bei seinem Praktikum, das er im Rahmen seiner Fußballlehrer-Ausbildung seit gestern bei Bundesligist Hannover 96 macht, „geht‘s schon wieder besser“, versicherte er.

Vielleicht auch, weil sich der 47-Jährige nicht beklagen konnte über das, was sein Team bis zur 70. Minute vor gut 300 Zuschauern bot — trotz der zusätzlichen Ausfälle der beiden wichtigen Offensivkräfte Ian-Prescott Claus und Ridel Varela Monteiro. Torjäger Claus hatten die Verantwortlichen aufgrund seiner anhaltenden Muskelprobleme und der nicht ausgeheilten Knöchelprellung eine Pause verordnet. Monteiro musste wegen einer Erkältung passen.

So kam es umso mehr auf Arnold Lechler an. „Er hat im Moment die Seuche und belohnt sich nicht“, hatte Zapel nach den ersten beiden Siegen noch bedauert. Nun aber schien sich alles zum Guten zu wenden, als der 24.Jährige tatsächlich in die Bresche sprang und in der 35. Minute sein Team mit einem platzierten Distanzschuss für eine Überlegenheit belohnte, die für Zapel nicht selbstverständlich war: „Mit Moklis, Janelt und Plate standen gleich drei Debütanten erstmals in der Startelf.“

Dass es nicht zu mehr als der knappen Führung reichte, war Eichedes Harmlosigkeit bei den mehr als 20 Standards geschuldet, die sich aus der robusten Heider Spielweise ergaben. Ein Problem, um das Zapel weiß: „Wo soll es auch herkommen? Wir haben mit Marschner, Kossowski und Jan- Ole Rienhoff drei Riesen verloren. Jetzt liegt unsere Durchschnittsgröße bei 1,75 Metern. Da muss man seine Standardstrategie ändern“, weiß der angehende Fußballlehrer: „Wir arbeiten daran. Aber so einfach ist das nicht!“

So kam es wie so oft, wenn ein Team seine Überlegenheit nicht zu einer klaren Führung nutzt. Ein Freistoß von der Mittellinie, und plötzlich stand es durch Heides Hass 1:1 (80.). Zapel: „Das hat die Spieler so verunsichert, dass sie bei einem gut gespielten Konter keine Lösung hatten.“ Die Folge: das 1:2 durch Peters, nur drei Minuten später, und die erste Saisonniederlage für Eichede.

Als Gäste-Trainer Sönke Beiroth anschließend den Sieg gegen „einen Titelkandidaten“ bejubelte, belehrte Zapel ihn: „Die Abgänge von sechs Stammspielern kann man nicht ignorieren. Heute hat sich gezeigt, dass wir entgegen aller Prognosen der sogenannten Fachleute nicht zu den Topteams gehören. Wir spielen ordentlich, mit hohem Tempo, aber wir haben die Aufgabe, den Prozess des personellen Umbruchs jetzt zu verarbeiten.“ Viel zeit bis zum nächsten Spiel bleibt nicht,. Schon morgen ist der SVE bei Kilia Kiel gefordert. „Und die haben mit bisher zwei Siegen schon gezeigt, warum sie zu den Geheimfavoriten zählen . . .“

Christian Schlichting

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