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Sport im Norden 1. Juli 2013: Der VfB beginnt bei Null
Sportbuzzer Sport im Norden 1. Juli 2013: Der VfB beginnt bei Null
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02:21 30.06.2013
Von Peter-Wulf Dietrich
Ab Montag hat der VfB keine Schulden mehr. Die Grün-Weißen können dann ohne die ganz großen finanziellen Sorgen auf der Lohmühle spielen — allerdings nur noch in der fünften Liga. Quelle: Foto: Maxwitat
Lübeck

Den 1. Juli kann der VfB Lübeck eigentlich zum Feiertag erklären. Morgen sind die Grün-Weißen zum ersten Mal seit dem Zweitliga-Abstieg 2004 schuldenfrei. Die zweite Insolvenz wird dann offiziell abgeschlossen. „Wir sind wieder Herr im eigenen Hause“, freut sich Vorstandssprecher Thomas Schikorra.

Die 14-tägige Einspruchsfrist gegen den Insolvenzplan ist beendet. „Kein Gläubiger hat sich dagegen ausgesprochen“, sagt Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus. Damit kann das Verfahren vom Amtsgericht Lübeck aufgehoben werden.

Insgesamt lagen Forderungen in Höhe von 1,1 Millionen Euro vor. Da Mark Zeuner, Insolvenzverwalter des VfB von 2008 bis 2010, auf sein noch zustehendes Honorar in Höhe von rund 100 000 Euro verzichtet hat, verbleiben rund eine Million Euro. Die Quote beträgt acht bis neun Prozent. Denkhaus stehen rund 90 000 Euro zur Auszahlung an die 60 Gläubiger zur Verfügung.

Die Zahlung wird von dem Hamburger Rechtsanwalt übernommen. Die Gläubiger erhalten ihre Anteile — anders als 2010 — per Einmalzahlung. Damals wurden Ratenzahlungen vereinbart. Deshalb war der VfB nach der ersten Insolvenz nicht schuldenfrei.

Es gibt aber noch weitere Gründe zur Freude beim VfB — in finanzieller Hinsicht. Der Etat für die kommende Saison in der Schleswig-Holstein-Liga, der Ausgaben in Höhe von 580 000 Euro vorsieht, ist fast gedeckt. Ende März klaffte noch eine Lücke von 200 000 Euro. Bis auf 50 000 Euro ist der Etat jetzt ausgeglichen. Dazu beigetragen hat die Trikotwerbung von Palmberg (40 000 Euro), aber auch weitere größere Geldbeträge von Sponsoren und Freunden des Vereins. „Wir gehen davon aus, dass auch diese Lücke in den nächsten Wochen geschlossen wird“, sagt Schikorra. „Natürlich brauchen wir weiter jeden Cent. Das Problem ist nicht die erste Herren-Mannschaft, sondern das Stadion. Im Gegensatz zu den meisten anderen Vereinen haben wir eine eigene Arena. Und die kostet Geld.“

Erfreulich ist für Finanzvorstand Andreas Popien, dass die Logenbesitzer die Preise der vergangenen Saison weiter zahlen. Der VfB wollte eine Loge (acht Personen) für 4000 Euro statt bisher 8000 Euro anbieten. „Wir zahlen die alten Beträge“, haben ihm die meisten signalisiert. Dafür gibt es jetzt neben dem Essen auch weiter die Getränke gratis. „Einige Logenbesitzer überweisen freiwillig noch mehr Geld“, ist Schikorra freudig überrascht.

Nach unten korrigiert hat der VfB die „normalen“ Eintrittspreise. Sitzplätze auf der Haupttribüne kosten zwischen acht (G1/G6) und zehn Euro (G2 bis G5). Acht bis zehn Euro werden auch auf der alten Holztribüne und sechs bis acht Euro auf der nicht überdachten Vortribüne verlangt. Bisher mussten im Sitzplatzbereich zwischen zehn und 16 Euro gezahlt werden. Stehplätze in der Pappelkurve gibt es für fünf Euro (ermäßigt 3,50 Euro). Der Dauerkartenverkauf startet am kommenden Dienstag auf der Geschäftsstelle Lohmühle. Tageskarten im Vorverkauf sind nach der Bekanntgabe des Spielplans erhältlich.

Peter-Wulf Dietrich

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